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Autor Thema: Sandstein mit dunkelbraunen Noppen  (Gelesen 7188 mal)

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Offline Druide

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Re: Sandstein mit dunkelbraunen Noppen
« Antwort #15 am: 13 Dec 08, 14:15 »
Hallo Triassammler,

das habe ich  verstanden und es geht mir nicht um den Muschelkalk.  Es ist die Kruste die ich um die Steine finde, die ist mir wichtig.
Da ich nun weis das sie sich  in kurzer Zeit bilden kann  ist für mich erklärbar das Muschekalk schwarze Krusten hat. 
Er muß nicht "ewig" liegen bis er schwarz wird. :)

Danke für die Antworten
Maria



Offline minuwe

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Re: Sandstein mit dunkelbraunen Noppen
« Antwort #16 am: 13 Dec 08, 15:03 »
Zitat
Er muß nicht "ewig" liegen bis er schwarz wird.
... könnte ein Missverständnis sein.
Es ist egal, wie alt das Grundgestein ist. Sobald sich irgenwo in der Gegend Mineralien aus dem Verband lösen und z. B. durch Wässer mobil werden, und diese gelösten Mineralien dann noch in Spalten und Risse ins Gestein eindringen, können sie dort diese Krusten bilden. Also drei Bedingungen: Herauslösen oder Ausschwemmen der (Eisen-) Mineralien, Transport durch Wasser, Eintrag in andere Gesteine. Manchmal noch Reaktion mit den Mineralien dieser Gesteine.

Gruß
Uwe

Offline triassammler

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Re: Sandstein mit dunkelbraunen Noppen
« Antwort #17 am: 13 Dec 08, 15:39 »
Hallo,

um das mal in einen (relativen) zeitlichen Rahmen zu bringen: Mangan- und Eisenhydroxidkrusten finden sich in rezenten Böden, ihre Bildung kann also nicht früher als die letzte Eiszeit (je nach Region 12.000-7.000 Jahre vor heute) begonnen haben; dazu kommen Bodenumbildungsprozesse, wegen denen solche Ablagerungen auch erst viel später entstanden sein können. Übertragen auf Gesteinskörper heisst das, dass auch dort solche Krusten sehr schnell entstehen können, wenn genügend Ausgangssubstanz vorhanden ist. Und einem Bergwerk habe ich Manganüberkrustungen von Werkzeugen beobachtet, die dort höchstens vor 50 Jahren zurückgelassen wurden.
Für die Bildungsdauer gilt also: muss nicht lange gedauert haben!

Der Zeitpunkt der Entstehung ist schwieriger zu benennen, da kommt es auf das Mineral an und die Bedingungen, die zu seiner Entstehung nötig sind. Der Transport durch Wasser ist da ein wichtiges Kriterium, und damit die Frage, wie gut löslich ein Stoff in Wasser ist. Manche Stoffe sind so schlecht löslich, dass tropische Monsunmengen an Wasser nötig sind, um eine signifikante Lösung zu bewirken. Andere Stoffe würden durch hohe Niederschlags- bzw. Grundwassermengen so stark verdünnt, dass keine Ausfällung mehr stattfindet, sondern Lösung überwiegt. Da muss man dann in der Erdgeschichte zurückgehen und sehen, zu welchen Zeiten geeignete Bedingungen gegeben waren.

Das mal so als Beispiel, dass es keine einfache Grundaussage zum Alter einer Mineralbildung im Buntsandstein im Speziellen und in Sedimentgesteinen im Allgemeinen geben kann...

Gruß,
Triassammler

 

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