Hallo,
um das mal in einen (relativen) zeitlichen Rahmen zu bringen: Mangan- und Eisenhydroxidkrusten finden sich in rezenten Böden, ihre Bildung kann also nicht früher als die letzte Eiszeit (je nach Region 12.000-7.000 Jahre vor heute) begonnen haben; dazu kommen Bodenumbildungsprozesse, wegen denen solche Ablagerungen auch erst viel später entstanden sein können. Übertragen auf Gesteinskörper heisst das, dass auch dort solche Krusten sehr schnell entstehen können, wenn genügend Ausgangssubstanz vorhanden ist. Und einem Bergwerk habe ich Manganüberkrustungen von Werkzeugen beobachtet, die dort höchstens vor 50 Jahren zurückgelassen wurden.
Für die Bildungsdauer gilt also: muss nicht lange gedauert haben!
Der Zeitpunkt der Entstehung ist schwieriger zu benennen, da kommt es auf das Mineral an und die Bedingungen, die zu seiner Entstehung nötig sind. Der Transport durch Wasser ist da ein wichtiges Kriterium, und damit die Frage, wie gut löslich ein Stoff in Wasser ist. Manche Stoffe sind so schlecht löslich, dass tropische Monsunmengen an Wasser nötig sind, um eine signifikante Lösung zu bewirken. Andere Stoffe würden durch hohe Niederschlags- bzw. Grundwassermengen so stark verdünnt, dass keine Ausfällung mehr stattfindet, sondern Lösung überwiegt. Da muss man dann in der Erdgeschichte zurückgehen und sehen, zu welchen Zeiten geeignete Bedingungen gegeben waren.
Das mal so als Beispiel, dass es keine einfache Grundaussage zum Alter einer Mineralbildung im Buntsandstein im Speziellen und in Sedimentgesteinen im Allgemeinen geben kann...
Gruß,
Triassammler