Hallo Bernd, allo alle,
ich möchte noch mal auf die grüne bis graugrüne, nicht polierfähige Masse zurück kommen die sich relativ oft in den Achatkugeln von St. Egidien befindet (siehe letztes Bild, untere Hälfte). Zugegebenermaßen sind diese grünen Füllungen unattraktiv und werden von Sammlern nicht weiter beachtet. Aber aus rein geologischer Betrachtungsweise finde ich es schon interessant.
Unter
www.achatbuch.de habe ich folgendes gefunden:
"Bemerkenswert ist auch die Füllung zahlreicher Kugeln mit einer sehr feinkörnigen, graugrünen, jaspisartigen Masse, bei der es sich vermutlich um verfestigtes, feinstes ehemaliges Aschematerial handelt. Dieser "Jaspis" lässt sich kaum polieren, und Kugeln, die nur damit gefüllt sind, sind für den Sammler kaum von Interesse."
Diese Theorie der Genese dieser Füllungen finde ich etwas fragwürdig. Bekanntlich sind die Achate/Chalcedone von St. Egidien ehemalige Hohlräume (Gasblasen) eines gasreichen Rhyoliths welche nachträglich mit Achat/Chalcedon gefüllt wurden. Wie sollen dort die Aschepartikel eindringen??
Andererseits, wenn man sich den Jaspis von Gnandstein ansieht, so ist es in Farbe und Körnigkeit durchaus mit dieser grünen Füllung von St. Egidien vergleichbar. Und der Jaspis ist tatsächlich eine nachträgliche verkieselte Vulkanasche, die allerdings in mächtigen Paketen und immer horizontallagig vorkommt, also von der Genese her nachvollziehbar.
Gruß Jürgen