Die Diskussion des "ebayler"s hat bei mir eine Frage aufgeworfen, der ich selbst nicht nachkommen kann, da ich keine Schmucksteine sammle.
Es werden wohl immer wieder gefärbte Steine angeboten werden, um damit Sammler zu täuschen. Bei tintenblauen oder giftgrünen Achaten ist die Sache ziemlich einfach - diese sind sicher gefärbt. Wie ist es aber im Falle des im o.g. Eintrag erwähnten Sugilith ? Meines Wissens werden häufig kräftig gefärbte Salze oder auch Dispersionsfarbstoffe bzw. andere Textilfarbstoffe zum Färben verwendet. Diese dringen in der Mikroporen des Aggregates ein und verbleiben dort. Eine echte Verbindung mit dem Mineral gehen diese wohl nicht ein. Also müßte man einen Teil dieser Substanzen auch wieder heraus lösen können. Salze als Farbsubstanz sollten mit Chemikalien reagieren und sich so entlarven.
Bei der Verwendung von Textilfarbstoffen sollte es genügen, den Stein mit einem Streifen weißen Baumwollgewebes und mit einem Streifen weißen Polyamidgewebes zu umwickeln und diesen dann eine Zeit in heißem, mit einem Dispersionsmittel (Spülmittel) versehenen, Wasser liegen zu lassen. Auf einem der Textilien sollte dann ein Farbfleck zu erkennen sein. Ich könnte mir vorstellen, daß der genannte Sugilith mit Kaliumpermangant gefärbt wurde. Ein Tropfen Schwefelsäure sollte hier einen deutlichen Farbunterschied hervorrufen.
Also, hat jemand praktische Erfahrung mit dieser Materie ??
Gruß
Uwe