wer Waare bestellt, hat sie zuerst mal zu bezahlen und dann kann man einen eventuellen Profit teilen
da müsste ich jedoch mal ein wenig korrigieren. neben der vorauskasse gibt es immer noch möglichkeiten per rechnung zu bezahlen, bei lieferung oder über zwischenstationen, die geld erst dann weiter leiten, wenn die ware angekommen ist (stichwort paypal). es gibt also schon wesentlich mehr möglichkeiten als die vorauszahlung.
vorauszahlungen sind an sich nur im eigenen land oder innerhalb bestimmter zonen sinnvoll. allein wenn ich bedenke wie viele fälle ich von bekannten kenne, die in den usa mit vorauskasse gezahlt haben und die ware nie erhalten haben. was soll man denn auch machen? aussage gegen aussage, rechtssystem gegen rechtssystem. da ist man total verratz. die ware muss ja nicht mal niemals verschickt worden sein, sonder verschwindet anderweitig. alles schon vorgekommen.
selber mache ich es bei den seltenen usa-käufen so, dass entweder jemand das geld persönlich übergibt (seltener fall) oder via paypal, wo alles bis 500€ definitiv versichert ist. aber einfach in's ausland (außerhalb (eu)) per vorkasse überweisen, evtl. noch große summen, ne, sry, aber das ist mir ja schon bei 100€ zu heikel. da verstehe ich schon die, die da nicht mitspielen.
da unterscheiden sich schlicht zuverlässigkeit und mentalitäten.
wo liegt an sich das problem der rechnungszahlung? wenn ich hier was in versandhäusern bestelle, so hat man die ware meist vor der abbuchung des betrages. nicht selten liegt die rechnung bei mit der info wann überwiesen wird, oder bis wann dies zu tun ist. die zahlung per rechnung ist viel üblicher als die vorkasse. dabei ist auch der käufer besser geschützt. vorkasse macht man an sich im kleinen versandhandel und im privaten bereich. aber nicht mehr bei 4-stelligen beträgen. hier kann der händler den verkäufer schlicht leichter über den tisch ziehen. ist nunmal so.
aber was hat da das teilen eines profites mit dem bezahlen zu tun? wenn die ware ist geliefert und bezahlt ist, so sind gegenseitigen ansprüche somit erloschen. wenn der käufer dann mit dem weiterverkauf die ausgaben doppelt als verkaufserlös einfährt, so gehört ihm der gewinn an sich allein und er kann, wenn er will davon was abgeben. genauso kann ein verkäufer dreingaben machen. kann, aber muss nicht. keine der seiten wäre dazu verpflichtet. nach wie vor gilt überall auf der welt: der kunde ist könig, der verkäufer nur diener. wenn könig kunde nicht zufrieden gestimmt wird, so nimmt er sich einen neuen diener.
je mehr verkäufer den kunden also entgegenkommen, umso besser für das geschäft. je unkomfortabler man es dem kunden macht, umso weniger wird gekauft werden.
ein schönes beispiel hatte ich letztens bei ebay gesehen. wenn da jemand schon in die auktion reinschreibt, dass er spaßbieter anzeigt und die ware auch binnen 3 tagen bezahlt sein muss (weil sonst ist der käufer ein spaßbieter), dann sage ich mir schlicht und einfach, der kann mich mal. der braucht nicht glauben ich würde bei ihm irgendwas einkaufen. aber so wirkt sich das nunmal aus. oder flohmärkte, bzw. messen; wenn da die bereitschaft zum verhandeln fehlt, dann bitte schön, wird eben nichts gekauft. solange es nicht große umstände macht oder es nicht anders geht, wird sich der kunde vieles nicht gefallen lassen. darauf muss der verkäufer nunmal eingehen.
und genau hier knackt die sache, wenn es über die landesgrenzen geht. durch die unterschiedlichen mentalitäten und die verschiedenen gesetzeslagen wird die sache hier problematisch. das mit italien ist doch ein gutes beispiel, dass sowas auch schiefgehen kann. nur gilt auch hier immer noch das prinzip vom könig kunde. sobald man dem nicht entgegenkommt wird kein geschäft zustande kommen.
vor allem bei neuen kontakten ist das mit dem vertrauen schwer. nur stellt sich die frage: wer müsste zuerst vertrauen? der, der verdienen will, oder der, der was kaufen würde.
hierzulande kann eine firma problemlos gerichtlich ausstehende zahlungen einfordern. pech nur, wenn es kein geld zu holen gibt. das ist nunmal das risiko. nur was kann der käufer machen? recht wenig. an sich nur auf kulanz und ruf hoffen. gerichtlich mit einem konzern anlegen ist meist kostspieliger als der verlust.
generell wird jedenfall der kunde kaum bereit sein das gesamte risiko bei einem kauf allein zu tragen. denn er ist auch nicht darauf angewiesen hier und da zu kaufen.
wie wäre es dann schlicht genau hier eine bessere basis zu schaffen, wo keiner vollkommen alleine das risiko hat. es gibt mehr als nur einen weg, wie eine zahlung bis zur warenlieferung eingefroren sein kann.
allerdings, ein gedanke, der negativ auffällt: markt und preise zu kontrollieren heist monopol, und da führt ein gewisser betriebssystemhersteller deutlich vor, wie nachteilig das sich auswirkt. sammlerfreundlich ist das keinesfalls.
die logik mit den kg-preisen ist mir auch nicht ganz verständlich. bei achat richtet sich die qualität nicht nach der unversehrtheit der mandeln. ein angeschlagenes stück kann völlig rissfrei sein und eine intakte mandel die reinste kastastrophe. diese ansicht ist völlig quatsch.
schlechte qualittät heist:
- stücke die sich schlecht verarbeiten lassen oder ungünstig geformt sind (z.b. völlig flach)
- stücke, die kein schnitt retten kann, weil jeder schnitt ein etwas gleich mieses ergebnis liefert
- material mit x% reinem ausschuss unabhängig der qualität
- material, welches beim bearbeiten vermutlich auseinanderfällt und die maschinen ruiniert
qualität misst man beim rohachat nicht am ergebnis des bildes, sondern dem rohzustand. ich habe schon teure A-qualität gekauft und nur müll gehabt, wohingegen billige B-ware super war.
material, welche wie oben beschrieben ausfällt kann man als unverkäuflich oder trommelware ansehen, je nachdem. aber ein mix aus alle dem ist ab gewissen preisen schlicht eine frechheit. bei 5€ pro kg sagt vermutlich keiner was. aber späterstens bei 20€ hört der spaß auf. 40-50% verwertbares material ist ein muss, der rest eine zumutung und an der grenze zum betrug. wie würdest du denn reagieren, wenn du eine kiste obst kaufst und 50% ist völlig vergammelt? einer gewissen mindestqualität würdest doch da auch zustimmen.
wenn ich das jetzt ganz neutral lese heist:
wenn du sagst, du hast bei einer tonne die gleichen kosten wie bei 200kg dann ist das verständlich. dreist klingt es nur durch die aussage: warum 200kg gute qualität für z.b. 1000€ transporteiren (5€ pro kg), wenn ich 1t mindere gemischt für den gleichen betrag (1€ pro kg) herumkarre.
pass doch hier lieber deinen preis en wenig an statt 800kg schlechtes material zu liefern. wenn 1€ und 5€ jetzt kilo-preise wären, dann mach eben die mitte von 3€ pro kg. somit kommen sich verkäufer und käufer gegenseitig entgegen. anders bescheißt du nur den kunden und er wird nicht mehr kaufen wollen. lieber zahlt er etwas mehr. du musst bedenken, das schlechtes eingangsware den kunden geld kostet.
in der gastronomie wird in sternelokalen ganz rigoros verfahren. wenn die ware nicht ok ist, auch wenn es nur ein kleiner teil ist, so wandert die gesamte lieferung zurück. 100% verlust für händler, die die ware dann nicht weiterverkaufen oder abnehmer haben, die auch weniger gute qualität noch nehmen.
du musst den käufern schlicht mehr entgegenkommen. mit manchen ansichten verbaust du dir von haus aus einfach nur das geschäft.
am besten werden alle wieder schnell ganz sachlich