Zusätzlich sei noch bemerkt, dass die punktuelle Anreicherung (den Fotos nach findet sich die Oxidschicht ja nicht gleichmässig deckend auf dem ganzen Stein) an Wassermenisken zwischen Kornkontakten stattgefunden haben könnte. Sprich, dort, wo der Stein an seiner ursprünglichen Lagerstätte (Kieskörper) lag, berührter er andere Körner; sofern er nicht in einem gänzlich und dauerhaft wassererfüllten Bereich lag, hielt sich das Wasser durch die Oberflächenspannung besonders lange im Bereich der Kornkontakte (sog. Menisken) und führte an diesen Stellen zu besonders ausgeprägtem kapillaren Aufstieg und Oxidation, so dass dort auch die stärkste Materialfällung stattfand.
Im Prinzip sind es nur wenige Prozesse, die je nach Kombination für eine Vielzahl von Verwitterungserscheinungen verantwortlich sind. Wenn man diese Prozesse kennt, lassen sich sehr viele Beobachtungen einfach erklären.
Gruß,
Triassammler