Gesteine / Rocks / Rocas > Gesteine / Rocks / Rocas
Stbr.Seifersdorf, bei Freiberg, Sachsen
-M-:
Hallo,
kennt jemand diese oder ähnliche Bildungen von dort oder anderswo ?
Die Hohlräume scheinen mir nicht durch weggelöste xx verursacht
(keine Flächen, Kanten - eher oval-rund, Reiskorn-artig) zu sein.
Darüberhinaus hab ich auch keine Füllungen, Reste davon, oder
nachträglich Gebildetes darin entdecken können
Könnte Entgasung die Ursache sein ?
(BB: ca.5cm)
Gruß -M-
minuwe:
Hätte gleich an Negative von Calcit- Skalenoedern gedacht, habe so was mit Fluorit- Negativen im Quarz. Aber wenn du Perimorphosen o. ä. ausschließt.... Eventuell wurden die Kristalle erst angelöst (rundliche Form), dann hat sich (der Quarz?) darüber gelegt und dann wurde der Calcit weggelöst.
Besteht das Stück aus Quarz?
Gruß
Uwe
-M-:
Hallo Uwe,
bin mir da nicht sicher, ob ich eine Perimorphose wirklich ausschließen kann,
skeptisch macht mich aber nicht nur die eigenartig Form, und Anordnung
der Hohlräume, sondern, daß sie, bei anderen Stücken, auch bis ins angrenzende
Gestein (oder zumindest in Randzonen zum Nebengestein) hinein auftreten.
Sind übrigens teilweise doch gefüllt, wie ich gerade bemerkt habe :
sieht pulv.-erdig-dicht, grau-weiß aus und wird nur teilweise, und im
Gegensatz zu Calzit , etc. eher mäßig, von konz. HCl angegriffen ...
Das Mineral, was die Hohlräume bildet, ist keine Quarz, und scheinbar auch
kein Karbonat, ( jedenfalls nicht an dem Stück, was ich hier gerade zur Ver-
fügung habe ) ... muß ich mir noch mal genauer ansehen.
Gibt´s hier Sammler, die den Bruch gut kennen, oder sonst irgendwas über
die geol.-min.-Situation dort wissen ?
Gruß -M-
smoeller:
Hallo,
Hätte jetzt spontan auch an Calcit gedacht. Die jetzige Füllung kann vieles sein, auch Dolomit oder ein Schichtsilikat mit Dolomit gemengt.
War nur in dem alten Bruch (2001, wird/ist jetzt renaturiert, angefangen wurde schon damals. Dort kamen skalenoedrische Calcite bis ca. 8 cm, Pyrit/Markasit und Chalkopyrit vor. Es war ein sehr ergreifender Anblick damals, vor einer Kluft mit unzähligen Calcitdrusen zu stehen, die die gesamte Bruchwand bedeckte. Leider außerhalb der Reichweite hingen die 8 cm Teile. Aus Bohrungen soll Epidot bekannt geworden sein. Was seitdem in dem neuen Bruch gefunden wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, der war damals erst eine flache Kuhle.
Glück Auf!
Smoeller
-M-:
Hallo,
@Smoeller - Danke für Deine Antwort, etwa aus der Zeit stammt auch dieses
Material. Die Calzit-Wand, wie du sie beschreibst, kenne ich nicht - könnte aber
sein, daß ich damals kurz davor (oder kurz danach) zumindest Teile davon
schon bzw. noch gesehen habe - war aber ohne großen Aufwand auch nicht
mehr zu holen, als einige gute HS mit xx bis ca.4cm.
Epidot hab ich damals auch gehabt, aber nur in kristallinen Krusten.
An Calzit glaub ich nicht so recht, hab aber auch noch keine bessere Theorie.
Leider kann ich den geol. Zusammenhang des Materials nicht mehr genau
rekonstruieren, scheint sich vom Grundmaterial her (soweit ich das an den Stücken
erkennen kann) um ne Art Serpentinit im Übergang zu ? zu handeln.
Es gibt da Stellen, die sind der Erscheinung nach typ. körniger Serpentinit
(u.a. mit einzelnen Olivin-Relikten), der in der Hauptsache aus Serpentin-mineralen
besteht. An anderen Stellen scheint der Serpentin - wie verquarzt - (d.h. der farblich
übereinstimmend, aber mit dtl. höherer Härte und spröder, statt milder Tenazität)
und enthält teilweise sogar oo Quarz ( Milchquarz und Hämatit-pigmentierten-, roten Q.) ...
Darüber hinaus hab ich noch ein Stück aus der selben Ecke, auf dem sich eine hellgrünliche,
kristalline Kruste (massenhaft, winzigst, kurz-nadelig-spießige xx, mit Mohs ca.4-5) befindet,
die teilweise auch Perimorphosen nach irgendwelchen (vom Habitus her isometr. xx) gebildet
hat.
Jemand schon mal ähnliches Material von dort gesehen ? Jemand ne Idee zu der kristall.
Kruste ?
Gruß -M-
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