Gesteine / Rocks / Rocas > Gesteine / Rocks / Rocas
Stbr.Seifersdorf, bei Freiberg, Sachsen
-M-:
Der vermeintliche Serpentinit scheint wohl eher in Richtung Diabas zu gehen.
Die Serpentin-anteile, die Olivin-Relikte, Farbe, Gefüge, sonstiger Mineralbestand, etc.
scheinen mir dazu passend ... Könnte das stimmen ? (nicht vom Bild irritieren lassen,
darauf ist von dem Diabas selbst nichts zu sehen)
Wenn ja, wäre es dann nicht evtl. denkbar, daß es sich bei dem Stück auf dem Bild
um eine Art (Diabas-) Tuff handelt ?
Keiner eine Idee bezüglich der erwähnten kristallinen Kruste ?
Gruß -M-
Blackminer:
Hallo M!
Mit deiner Vermutung Diabas liegst du richtig.
Das dort abgebaute Gestein ist mal ein Diabas gewesen, der durch Metamorphose ein bissel beeinflusst wurde.
Hab gestern ein ähnliches Stück, wie deins, gefunden. Würde auf weggelösten Calcit tippen.
Der neue Steinbruch in Seifersdorf ist, leider, nicht so fündig wie der alte Bruch. Ab und zu werden mal Calcitklüfte angeschossen, welche aber nicht die großen Kristalle bringen.
Viele Grüße!
-M-:
Hallo Blackminer,
Danke für deine Antwort.
Ja, grob gesagt geht es in dem Bruch wohl um einen Diabas - aber bisher habe ich leider kaum etwas
konkreteres, was speziell den Bruch angeht, rausbekommen können.
Was die erwähnte grünliche-kristalline-Kruste (mit nadeligen-spießigen xxM.) angeht, halte ich mittlerweile
Pumpellyit für nicht unwahrscheinlich. (obwohl sie mir dafür fast ein wenig zu hell-grün sind ... )
Was die Hohlräume angeht, glaube ich nicht so recht an "weggelösten Calzit" - wirklich ausschließen kann
ich ihn aber auch nicht.
Daß bisher alle, die sich hier zu Wort gemeldet haben, am ehesten an ex-Calzit-xx denken, hat nat. ein
gewisses Gewicht, zu der Frage, ob es vlt. ne Art Tuff sein kann (die Hohlräume also durch Gas verursacht
sind) kam, zumindest hier, aber bisher weder ein Argument dafür, noch dagegen ... und ob der Fakt, daß ich
bisher keine wirklich ähnlich aussehenden Bilder von Diabas-Tuffen finden konnte, nun besonders schwer
wiegt, oder eher nicht, kann ich nicht wirklich einschätzen - deshalb die Frage diesbezüglich.
Spezielle Untersuchungen zur Geologie / Mineralogie des Bruches scheint es nicht zu geben – jedenfalls
habe ich dazu bisher keine Hinweise finden können ... weiß da vlt. jemand mehr ?
Gruß -M-
PS: aus dem Diabas-bruch im Seidewitztal soll es ähnliches Material geben, hab ich gerade erfahren
-M-:
zitat: "...Was die erwähnte grünliche-kristalline-Kruste (mit nadeligen-spießigen xxM.) angeht, halte ich mittlerweile
Pumpellyit für nicht unwahrscheinlich. (obwohl sie mir dafür fast ein wenig zu hell-grün sind ... )..."
Nur für den Fall, daß es sonst noch jemanden interessiert:
Wahrscheinlicher, da rel. typ. in zersetzten basischen Gesteinen, ist wohl Prehnit (als Produkt zersetzter Plagioklase)
Gruß -M-
smoeller:
Hallo,
Zu dem grünen Mineral: wenn es nadelig-spießig ist, wohl kein Prehnit, sondern Epidot/Klinozoisit oder Pumpellyit. Habe einige Pumpellyit-MM aus dem Schwarzwald, die auch eher hellere graugrüne Farben zeigen. Liegt daran, dass nicht immer Fe dominiert, sondern oft Mg, was hellere Farben bringt. Eine genaue Unterscheidung ist oft schwierig.
Glück Auf!
Smoeller
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln