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Wohin mit überzähligem Material (z.B. aus Eigenfunden)?

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caliastos:

--- Zitat von: Gerhard am 28 Feb 09, 20:49 ---Eigentlich gibt es viele Möglichkeiten -auch die,dass man Material wieder an eine Fundstelle ablegt.

--- Ende Zitat ---


das sollte aber dann schon die einstige fundstelle sein, oder wenigstens eine offizielle abraumhalde. irgendwo hinkippen ist schlecht und führt zu verwirrungen.



aber sammlungen sind auch immer geldanlagen, egal was man denkt. denn man muss in sie investieren.  da spaltet sich bereits die sammlergemeinde. der eine hat steinbrüche vor der haustür, der andere nur die möglichkeit zu kaufen, der dritte reist um die welt und sammelt da; je budget eben. tauschen geht nicht mehr so gut. auch setzt es voraus, dass beide was haben, was dem anderen gefällt. echt nicht so einfach. aus diesem grund hat sich ja einst das geld entwickelt, da sich eben nicht immer tauschpartner finden. nützt aber nichts, wenn man platz schaffen muss.

wie man sammelt und weitergibt sollte jedem selber überlassen bleiben.

smoeller:
Hallo,

Vor dem Problem stehe ich auch gerade. Irgendwann nach einigen Jahren Sammelei (Schwarzwald seit 2000, vorher Sachsen und wenige Restbestände von noch davor (seit '91)) hat man so viele Dubletten, die irgendwie weg müssen.

Im Moment gebe ich eBay noch eine Chance, ist leider die einzige wirkliche Möglichkeit, Mineralien loszuwerden.

Tauschen geht in meinem Fall schlecht, da ich nur Schwarzwald/Kaiserstuhl (ohne Clara) sammle. ch hätte zwar genug zum Tausch da, auch selteneres, und wäre interessiert, aber es gibt halt nur wenig Sammler, die auch vergleichbares aus der Gegend im Tausch zu bieten haben. Dann bleibt leider nur der Verkauf.

Eine ganze Menge hab ich schon entrümpelt und zum Schuttplatz gebracht, insbesondere Gesteine.

Das Problem: Heute sucht jeder nur noch nach Billigangeboten guter Stufen. 10-20 Euro für einen Karminit oder Matildit von der Clara ist da schon zu teuer, auch wenn das Material das wert ist. Und diese 1-Euro-Auktionen bei eBay machen den Markt kaputt. Warum 10 Euro für ein Stück geben, wenn ich nächste Woche dasselbe für 1-3 haben kann.

Dann noch das rechtliche Problem: Ab einer gewissen Menge (von Gericht zu Gericht verschieden) handelt man gewerblich, dann kommen Anmeldung, evtl. Steuern, Kosten für Verpackungsverordnung usw. dazu. Ich kann dazu keinem raten (habe den Fehler mit dem Kleingewebe gemacht), ist mehr Arbeit als das es einbringt. macht man es aber nicht und verkauft be eBay und co. weiter in größerem Maßstab, kann es teuer werden.

Letztlich: Am Besten alles, was nicht über 3-5 Euro wert ist, in die Tonne oder verschenken oder -im idealsten Falle- vertauschen, den Rest versuchen, an andere Sammler über private Kontakte verkaufen oder tauschen.

Wäre auch für eine Stärkung der Tauschecke im Forum und würde mich gern beteiligen, aber ich sehe da wenig Hoffnung. ZU den oben genannten (persönlichen) Gründen kommt noch, dass es halt nur eine (an der Masse der Mitglieder hier) verschwindend geringe Zahl der Tauschwilligen sein wird. Tausch ist halt out in Zeiten, wo man seine Stücke (so man denn nicht verwöhnt und wählerisch ist) für wenige Euro im Netz kauft. Tausch scheint auszusterben in Zeiten, in denen Befriedigung von Konsumbedürfnissen per Mausklick für wenige Euros möglich ist. Ich persönlich halte das für sehr schade. Gerade heute wäre Tausch einfacher als je zuvor. Statt Briefen mit Listen einfach nur Mails schicken. Fotos inklusive, wenn nötig.


Glück Auf!
Smoeller

Psaronius:
Hallo,
muss Smoeller beipflichten.
Außerdem kenne ich noch Zeiten, wo die Masse der Sammler stolz darauf war alles selbst gesammelt zu haben. Wenn irgendwas dann nicht mehr selbst zu finden war, war der Tausch die Alternative. Alles andere, - sprich Kauf, war schon fast ehrenrührig.
Ok., die Zeiten haben sich geändert, und auch ich habe etliches durch Kauf erworben, aber vielleicht sollte man das Tauschen doch wieder etwas beleben. Der große Vorteil ist u.a., das man bei Steinen,
die man direkt vom Finder eintauscht auch diverse Infos über Fundsituation usw. erhält.
Beim professionellen Händler sind die Infos immer recht spärlich.
Ein großes Problem beim Tauschen ist allerdings, dass der, der mein Material will, nicht das anbietet, was ich suche... Diese Konstellation erlebe ich ständig.
Trotzdem, auch im hiesigen Forum sollte das Tauschen eine Renaissance erleben !
In diesem Sinne,
Psaronius

caliastos:

--- Zitat von: smoeller am 28 Feb 09, 21:38 ---Und diese 1-Euro-Auktionen bei eBay machen den Markt kaputt. Warum 10 Euro für ein Stück geben, wenn ich nächste Woche dasselbe für 1-3 haben kann.

--- Ende Zitat ---

diese angebote machen nicht nur bei ebay den markt kaputt. warum viele 1€ startpreis machen ist klar, es kostet nichts. die gebühren für angemessene startpreise sind schon wieder unverschämt und die zeit der 10ct-auktionen oder kostenlos einstellen sind längst vorbei. und dann das mit wann gewerblich wann privat. ist der, der regelmäßig, weil's hobby ist auf den flohmarkt geht ein gewerblicher verkäufer? doch wieder nur irgendeine undurchdachte aktion, die vieles verkompliziert.


privat an sammler zu verkaufen ist nicht unbedingt so einfach. man braucht kontakte, kontakte, kontakte. und auch hier wird man zunehmend wählerischer, weil eben die alten schon alles haben und nur das exklusive in die sammlung aufnehmen und die jungen nicht mehr kommen.


wie auch psaronius sagt krankt der tausch daran, dass einer meist nicht das hat, was der andere gerne hätte. genau das ist der vorteil des geldes. das ist etwas was beide haben und tauschen können. eben nur ein schritt mehr. was soll's. tausch = kauf, schon immer.

joachimotto:
Jaaa, das alte Problem.... Bei uns im Verein haben wir einige Clara Spezialisten die schon fast ihren Zweitwohnsitz auf der Clara haben. Also Olivenit haben wir ca 29013354 Stück in guten Kristallen. Versuchen das auch immer auf der Börse zu verkaufen, so für 20-30cent (da gehen dann pro Börse 2-3 Stück weg). Ist ziemlich frustrierend, denn das ist ja kein Schrott, das sind ja schon schöne Sachen.
Vielleicht könnte man versuchen grössere Mengen ins Ausland zu schaffen. Die Amis freuen sich sehr über Claramaterial und zahlen auch was dafür. Grube Clara ist Weltberühmt, da finden sich bestimmt Leute die was davon gebrauchen können.
Naja, und eBay, tja, die Leute trinken lieber ein Mass aufm Wasen für 7,50€ als 1€ für ne schöne Stufe zu zahlen. Ich kaufe viel bei eBay und wundere mich oft das keiner mitbietet. Hab schon viele schöne Sachen saubillig bekommen. Aber auch Schotter wo ich dann enttäuscht war. Ist immer Risiko, deswegen biete ich oft auch nicht soviel wie es eigendlich wert wäre.
Naja, und verkaufen? Nur die Sachen, wo es nicht wehtut wenn die fürn Euro weggehen, also Schotter, und da bin ich nicht der Einzige. Aber was soll man machen? Stücke für die ich mal 40DM bezahlt habe für einen Euro verkloppen? Das habe ich einmal gemacht und nie wieder! Dann lieber verschenken.
Naja, wir tun in unserem Verein viel für den nachwuchs, da wird auch viel an Kinder verschenkt, und die sind dann begeistert. Vielleicht fängt da der eine odere andere dann mal richtig an zu sammeln. Das ist auch irgendwie schön zu sehen, das man Kindern damit eine Freude machen kann, wenn sie irgendwie schöne bunte glitzernde Steine krigen. Die waren auch sehr faszieniert vom Binokular. Hach was war das für ne Entdeckungsreise! Ich denke, da sind die Dubletten gut investiert, gerade das was mineralogisch nicht so toll ist, aber schön aussieht.

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