Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Radioaktives schwarz-violettes Mineral?
Schluchti:
Hallo ich mal wieder. Gestern hat es mich nach Antonsthal auf die Schachthalde (Halde 235?) verschlagen.
Die Funde waren wiedermal sehr bescheiden. Habe zwar eine Stufe mit schönem radialstrahligem Schörl gefunden und wahrscheinlich etwas grünlichen Beryll, leider nur derb, (gibt es grüne, durchsichtige Quarzvariationen?), aber natürlich wieder mal keine Silber oder Rotgültigerze... :-\
Dann fiel mir noch ein Stück eines fast schwarzen bis ins dunkelviolett gehenden Minerals in die Hände, welches leider nur derb vorliegt, aber einen glasartigen Glanz hat und durchscheinend ist. Ich hatte es vorläufig als dunklen Amethyst oder Fluorit eingeordnet. Habe dann mal meine Funde in einer Reihe aufgelegt und bin mit dem Geigerzähler drüber. Nun ja, diese Stufe läßt es jedenfalls ganz ordentlich knistern. (alle anderen Stufen keine erhöhte Aktivität, Ausschlag mit aufgelegem Zählrohr max 1µSievert/h , diese Stufe lies den Zeiger im Meßbereich bis 10 µSievert/h bis an den Anschlag knallen, im nächsthöheren Meßbereich so etwa zwischen 10 und 11 µSievert/h).
Habe nun den Verdacht, daß es sich hierbei um "Stinkspat" handeln könnte. Die Schwarzfärbung soll ja durch Radioäktivität verursacht sein. Ich weiß aber nicht, ob "Stinkspat" nun aber normalerweise auch selbst radioaktiv ist...
Habe leider kein Bild gemacht, da ich dann schnell wieder los mußte und die Stufe lieber erstmal in die entfernsteste Ecke des Gartens geräumt habe (okay, ist vielleicht etwas übertrieben... ;)).
Hat jemand eine Idee, welches radioaktive Mineral dies vonder Farbe her theoretisch sein könnte? Die Stufe ist so etwa 7 x 4 cm.
geomueller:
Hallo Schluchti,
so wie du das Stück beschreibst ist es "Stinkspat", eine schwach radioaktive dunkelviolette Flußspatart die typisch ist für das Erzgebirge. Wenn Du das Stück anschlägst und dran richst wirst Du merken das es "stinkt", der Geruch wird durch freigesetztes Fluor verursacht. Ich habe am Wochenende einige solche Stücke angeschliffen, dabei hat es ganz schön gemüffelt ;D. Naja Fluor ist gut für die Zähne ;D ;D ;D ;D ;D
Beschreib mal die Lage der Halde näher? Ist das aus Schwarzenberg kommend vor Antonthal links übers Schwarzwasser (Holzbrücke) am Hang die Halde die klassiert und als Schotter/Splitt abgefahren wird?
Gruß Jürgen
Schluchti:
Hallo Geomüller, danke, also wird es wohl der Stinkspat sein.
Die Halde habe ich von Erla aus (dort war ich vorher auf der Halde oben auf dem Berg) durch den Wald von oben erreicht. War ca. 2 km von der Halde in Erla entfernt. Von der Halde in Erla kann man quasi von oben auf diese Halde in Antonsthal schauen. Die Halde wird auch rege zur Split-und Schottergewinnung genutzt.
geomueller:
Hallo Schluchti,
ja dann ist es die selbe Halde auf der ich auch schon war, allerdings bin ich von unten ran. Den Stinkspat habe ich dort auch schon gefunden, außerem mehrere Brocke der für den Raum typischen Skarnvererzung, sieht angeschliffen ganz interessant aus.
Jürgen
Schluchti:
Diese Skarnvererzung sind das so gelblich-weißlich-manchmal leicht rötlich metallische Vererzungen, die mitunter auch leicht bläulich und grünlich schimmern?
Habe von solchen Brocken eine ein ganze Menge gefunden, da der Metalldetektor darauf anschlug. Äußerlich sind die Steine meistens schwarz. Habe natürlich auf reichlich Arsen gehofft... Da war leider nichts zu finden. Langsam habe ich das Gefühl, das Arsen versteckt sich vor mir...
Edit: Der größte Brocken den ich von diesem Material gefunden habe war etwa 50cmx30cmx30cm groß. Der Stand am Rand beim diversem Metallschrott... Leider keine Chance das Teil auch nur einen Meter zu tragen, geschweige denn 2 km steil bergauf... ;)
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