Hallo!
Ich stimme im Prinzip Uwe (und einigen Vorrednern, die ganz oder teilweise in dieselbe Kerbe schlagen) zu:
Was man schon in der Sammlung hat, wird gar nicht mehr mitgenommen, ausser man kann damit ein schlechteres Stück ersetzen. Mit Dubletten, die beim Sammlungsausmisten anfallen, werden die Sammlerfreunde bedacht, von denen ich weiss, dass sie sich für das Material interessieren. Wenn es sich machen lässt, wird auch gern mal getauscht, allerdings ist es mir da lieber, wenn ich fünf Stücke abgebe und nur eines im Tausch erhalte, das dann auch wirklich in meine Sammlung passt.
Im Fossiliensektor ist es meiner Erfahrung nach so eine Sache mit der Weitergabe an Jungsammler bzw. Anfänger: Ammoniten sind natürlich immer gefragt, aber die sammle ich kaum. Der Rest (vor allem Knochen, Zähne) ist zwar auch begehrt, muss aber in der Regel mehr oder weniger aufwändig präpariert und konserviert werden, bevor er sammlungswürdig ist. Mehrere Stunden an einem Stück zu präparieren, damit ich es verschenken kann, ist mir dann doch zu aufwändig - präpariert wird i. d. R. nur das, was auch in der Sammlung verbleiben soll. Zu guter Letzt erlebe ich dann auch noch des öfteren, dass gewisse Ansprüche gestellt werden, die aber in keinem Verhältnis zu den Möglichkeiten eines Anfängers stehen, und bei allem, was darunter liegt, wird dann dankend abgewunken, auch wenn es geschenkt ist.
Die Vorstellung, Fossiliensammeln als Hobby kostenneutral betreiben zu können, ist zwar utopisch, aber wenn ich nach den Kosten und dem Zeitaufwand für Anfahrt, Bergung und Konservierung noch einmal Geld und Zeit dafür aufwenden soll, damit jemand schöne, gut präparierte Stücke geschenkt bekommen kann, hört es bei mir auf.
Andersherum habe ich als Fortgeschrittener bei Tauschaktionen gewisse Ansprüche, da ich mir den knappen Platz ja auch nicht mit sammlungsfremdem Material bzw. weiteren Dubletten auffüllen will. Trefflich, wenn man das eingetauschte Material über drei Ecken schlussendlich doch gegen etwas umsetzen kann, was man selbst gerne haben möchte, aber in der Zwischenzeit stehen die Kisten im nicht gerade geräumigen Keller... Und von Börse zu Börse zu tingeln, um mal hier und mal dort ein paar Euros mit den Dubletten zu machen, ist für mich schon zeitmäßig nicht machbar, ganz zu schweigen davon, dass ich auch dabei eher wieder draufzahlen würde. Mich interessiert ja das Sammeln, nicht das Handeln oder Geldverdienen.
Meistens landen die Dubletten dann doch in der Mülltonne (bei Kleinmengen) oder werden auf einer Bauschuttdeponie entsorgt, wenn sich nach ein paar Monaten noch kein Abnehmer gefunden hat.
Gruß,
Triassammler