Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals
Gibt es allgemeine Regeln bei der Paragenese ?
joachimotto:
hä? Annabergit in Schulenberg?? Das kann nicht sein, da ist dann wohl von wo anders was hergekommen.
Die Phosphate (Pyromorphit) kommen von den Hinterlassenschaften der Hasen. Genauso in Clausthal oder Communionsteinbruch, oder viele ander Fundstellen wo Bleierze lange an der Oberfläche liegen. Das macht die Bestimmung recht einfach (wobei es da natürlich auch Ausnahmen geben kann).
smoeller:
Hallo,
Das mit dem Annabergit kann auch folgendermaßen gehen: Ni-Gehalt im Pyrit/Arsenopyrit oder Pyrrhotin oder kleinste Mengen Gersdorffit (oder natürlich Fremdmaterial). Kenne das mit Erythrin aus dem Schwarzwald, gibt es z.B. in Todtnau, wo es keine primären Co-Erze (Skutterudit, Safflorit) gibt, aber wohl einen geringen Co-Gehalt im Arsenkies.
Glück Auf!
Smoeller
uwe:
Das Beispiel vom Erythrin in Todtnau trifft den Kern meiner Frage. Also kann man auf keinem Fall sicher sein, daß ein Sekundärmineral an Hand der anzutreffenden, sichtbaren Primärerze besimmt werden kann. Das ist für den Laiensammler natürlich schade. Man kommt also meist nicht um eine fundierte Analyse herum.
Uwe
cmd.powell:
Also ich hab viele meiner Oberschulenbergstücke mit unbekannten Mineralen drauf mal konsequent per EDX analysiert und in einem Falle ist mir der nahezu Phasenreine Annabergit untergekommen. Die Matrix des Stückes schaut schon nach typischen Oberschulenbergmaterial aus, allerdings sitzt der Annabergit außen dran. Dass das nicht wirklich passt, ist mir auch klar. Da es sich aber um einen Haldenfund handelt, kann rein chemisch sonstwas abgelaufen sein. Vielleicht lang ja auch ein Ni-haltiges Geldstück oder Schmuck in der Nähe, den ein früherer Sammler verloren hatte. Auffällig ist letztlich nur, das viele der analysierten Köttigite nicht selten einen kleinen Ni-Gehalt aufweisen. Keine Ahnung wieviel das in Gew.-% sind, aber im EDX gab es einen erkennbaren Peak, also können es nicht nur ppm sein. Bisher hab ich aber auch nur im Köttigit Nickel gefunden. Vielleicht sammelt das Mineral ja Nickel. Und glaubt mir, kaum einer wird sich mehr gewundert haben, als ich, aber ich hab es x-mal nachgemessen, die Ni-Peak bleibt.
minuwe:
--- Zitat ---nicht selten einen kleinen Ni-Gehalt aufweisen
--- Ende Zitat ---
Das ist der Punkt. Diese Erzminerale können so unterschiedlich in der Zusammensetzung sein, ich denke nicht, dass der Annabergit von außen angeflogen ist. Es passiert zwar häufig, dass verwitternde Erzstücke die Sekundärminerale an die danebenliegenden Stücke "abgeben", aber auch dann müsste ein nickelhaltiges Mineral vorhanden sein. Für Schmuck oder ähnliches reicht die Menge nicht, das würde sich verlieren, oder war es eine sehr schwacher Anflug Annabergit?
Gruß
Uwe
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln