Gesteine / Rocks / Rocas > Deutschland / Germany
Foyait, Diabas oder Essexit?
Haldenschreck:
hallo,
mein heutiges "ufo" ordne ich lieber dem thema gesteine zu, obwohl es sich dabei um ein echtes geschiebestück aus einer kiesgrube im weser-leine-gebiet handelt.
das gestein ist absolut quarz-frei. ich erkenne makroskopisch feldspaltleisten (vermutlich plagioklas, die weißen streifen im foto) sowie ein schwarzes, glas- bis diamantglänzendes mineral mit ebenem, deutlichen bruch. ich tippe hier auf augit oder nephelin, kenne mich hier aber nicht so aus (ich bewege mich meistens auf/in/unter bergwerkshalden, da gibt es so etwas meistens nicht). härte: keine ahnung
ich kann als möglichkeiten anbieten:
1. (nephelin)syenit (=foyait)
2. (oslo-)essexit
3. asby-diabas
das stück ist frei von erzen, olivin, granaten, epidot (was eigentlich diabas ausschließen sollte). die verwitterungsrinde ist leicht "rostig", die dichte relativ hoch.
wer kann helfen?
danke.
haldenschreck
minuwe:
Könnte eine Brekzie sein, die schwarzen Bruchstücke schwimmen in einer kristallinen Masse von... Dolomit? (
--- Zitat ---die verwitterungsrinde ist leicht "rostig",
--- Ende Zitat ---
) Dolomit bildet eine limonitische Verwitterungsrinde.
Sind abgeschabte schwarze Splitter magnetisch? Ritzen diese Glas?
Gruß
Uwe
Haldenschreck:
hallo uwe,
na ja, auch diabase "rosten". nein, dolomit ist es nicht.
das schwarze mineral ist nicht magnetisch und hat eine härte von 5,5 +/- 0,5.
haldenschreck
minuwe:
Dann wird das schwarze schon Augit sein, und das helle primär kristallisierter Feldspat (Plagioglas). Angewitterter Augit hat auch dünne Limonitüberzüge oder es sind oxidierte Magnetitreste, die mit dem Augit drin waren. Tippe dann auch auf Diabas, z. B. dieser, den hast du ja schon genannt :)
http://www.kristallin.de/s2/f_asby.htm#Anker1
http://www.kristallin.de/s2/ophitisch_v.jpg
Gruß
Uwe
Haldenschreck:
danke für die links,
sieht verdammt ähnlich aus :)
haldenschreck
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