Galeocerdo ( MÜLLER & HENLE 1838)
Synonym:
Squalus (PERON & LESUEUR 1822)
Allgemeines:
Tigerhaie sind großwüchsige ,schwergebaute Carcharhiniden,die eine Größe bis zu 5 Meter erreichen können.Weit verbreitet in warmtemperierten/tropischen Breiten aller Ozeane,kommen sie vorwiegend
pelagisch aber auch in küstennahes Gewässer vor.Häufig kann man sie auch in Flußmündungen antreffen.Tigerhaie sind ungewöhnlich fruchtbar,die Würfe bestehen aus mindestens 10 bis zu 82 Jungtieren!
Der Tigerhai ist ein ausgesprochener Allesfresser,die Skala reicht von Krabben und Kleinfischen bis zu Seevögeln,Robben und Kleinwalen aber auch Haie oft auch von der eigenen Art,bis zu Kadaver und
Schlachthausabfällen in den Häfen.An unverdaulicher "Nahrung"wurde unter anderen Handtaschen,Flaschen,Plastikbeutel,Gummistiefel,Glühbirnen festgestellt.Das auch menschliche Leichenteile und Knochen
nicht selten sind,geht wohl eher auf Seemannsbegräbnisse zurück als,allerdings auch wiederholt verbürgte-Angriffe auf lebende Menschen.
Evolution:
Im untersten Eozän konnten die ersten Vertreter aus der Gattung Galeocerdo mit der Art G.latidens( AGASSIZ,1843) nachgewiesen werden.Aus dem nachfolgenden Formationen wurden eine Reihe
von Arten beschrieben,die sich bei einer längst überfälligen Revision als Synonyme erweissen sollten.Dabei handelt es sich um folgende "Arten":G.alabamensis (LERICHE,1942),G.clarkensis( WHITE,1956)
die Unterschiede zu G.latidens sind so gering,das es sich mit großer Sicherheit um letztgenannte Art handelt. Auch der Status von G.semilevis (VONDRA,1967)ist mit großer Skepsis zu betrachten.
Nicht häufig aber gut bestimmbar ist dagegen G.eaglesomi (WHITE,1955) aus dem Eozän der USA,vereinzelte Funde dieser Art wurden auch aus Nordafrika gemeldet.Mit G.aduncus(AGASSIZ,1835
erreichte diese Gattung ab dem unteren Oligozän ihre größte weltweite Verbreitung.Diese Art konnte bis an die Grenze Miozän/Pliozän nachgewiesen werden.Eine große Unsicherheit besteht bei
den Arten G.mayumbensis (DARTEVILLE & CASIER 1943) und G.casei (MUELLER,1999) aus dem Miozän von Nordamerika bzw.Afrika.Sehr wahrscheinlich handelt es sich um die selbe Art!
Ab dem unteren Pliozän schwimmt die rezente Art G.cuvier(PERON & LASUER,1822) in den heutigen Weltmeeren.
Zahnbeschreibung (nach Cappetta)
Arten:
G.latidens( AGASSIZ,1843) Eozän
G.alabamensis (LERICHE,1942) Eozän-Oligozän
G.clarkensis( WHITE,1956) Eozän
G.semilevis (VONDRA,1967) Eozän
G.eaglesomi (WHITE,1955) Eozän
G.aduncus(AGASSIZ,1835) Oligozän-Miozän/Pliozän
G.mayumbensis (DARTEVILLE & CASIER 1943) Miozän
G.casei (MUELLER,1999) Miozän
G.cuvier(PERON & LASUER,1822) Pliozän-Rezent