Mineralien / Minerals / Minerales > (Ver-) Fälschungen, Montagen / Fakes, Assemblages
Mineralienfälschungen
McSchuerf:
Ja, und die in der Mineralienszene 'berühmt gewordenen' bzw. bekanntesten, von Menschenhand bestrahlten Quarze sind die zu Morion 'mutierten' Quarze aus Arkansas!.. ;)..wohl immer noch.. :'(
Gruß Peter
Collector:
Seit das Lapisheft zum Thema Fälschungen erschien, sind ja n`paar Jahre vergangen.
Seitdem fing ja der Boom mit China- und Pakistanmineralien an - und da gibts massenhaft Fälschungen.
1. Niemand weiss wieviele der im Handel befindlichen grünen chinesischen Fluorite aus " Hunan " bestrahlt sind ( ein farnzösischer dealer hat die gleichen Stufen einmal beim Bergen und danach beim ersten Aufkäufer gesehen - die Farben waren weitaus dunkler als die der natürlichen Kristalle. Die Farbe verblasst nach einigen Jahren. (bin auch drauf reingefallen, Börse Heidelberg; die von mir gekaufte dunkelgrüne Fluoritstufe ist nun fast farblos.
2. In Pakistan ist der japanische Alleskleber "Elfi " beliebt, hier werden Fluorite und Topase mit Muskovit und ganzen Muskovitpaketen verklebt.
3. Geklebte Topase, Fluorite und Rauchquarz von der Kleinen Spitzkoppe und neuderdings vom Erongogebirge (Namibia) werden in Karibib zusammengeklebt. In der gleichen Werkstatt in Karibib enstehen auch Turmalinmontagen.
Nicht wenige Turmaline sind nachgeschliffen.
4. Auch nicht selten sind Fluoritwürfel zusammen mit Oktaedern, montiert auf Dolomit aus China.
5. Aus Peru mit Quarz- oder Glimmerschiefer verkittete rosa Fluorite.
und vielleicht noch vieles mehr
.................money. money, money let`s the world turn round, let`s the world turn round .......................................
Collector:
und dann noch so`n paar Tricks :
Sehr viele der im Handel befindlichen Türkise werden aus tw. minderwertigem Türkismehl aus gemahlenem Türkis mit (????) zusammengebacken und als Rohmaterial für Türkisschmuck verkauft. ( u.a. als " seam turquoise " )
Aber- ich habe auch " Türkisstufen " in Arizona als " natürliche Aggregate (nodules) " bis über 10 cm Gröse gesehen, selbst in Tucson als natürlicher Türkis angeboten.
Die gleiche Vermahlungs-Backtechnik scheint man im Iran und in Afghanistan zu kennen, wo Lapislazuli-mehl mit feinstem Pyrit und einem (???-Material) verbacken wird und als Schleifmaterial in den Handel gelangt.
Vor ca. 4 Jahren habe ich bei einem italienischen Händler in Sainte-Marie selbst Lapis-Kristalle aus diesem Kunstprodukt gesehen, die dann -was dem die Krone aufsetzt - noch stümperhaft auf Gesteinsmatrix aufgeklebt waren.
Was`n Aufwand !
collector
rheinkiesel:
Hi,
bin ganz geschockt, das vergällt mir direkt die Freunde an der Sache, weil ich als Neuling ja fast sicher sein kann, irgend einer Fälschung auf den Leim zu gehen.
Letzte Woche habe ich auf der Messe in Stuttgart einen "Glendorit" gekauft, auch wieder so ein Name, der nirgends zu finden war. Der russische Händler hat gemeint es sei eine Pseudomorphose nach Ikait(?) oder Gaylussit - und dank Google-Bildersuche und einem schönen Foto von McSchuerf habe ich jetzt das Teil als "Calcit nach Gaylussit" identifiziert.
Aber es war auch wieder traurig, daß sogar an den Ständen von guten Händlern oft so schreckliche "Edelstein"-Elefanten aus "Sonnenstein" und so ein Mist zu finden war.
Diese Esoterik-Welle hat so viele Seltsamkeiten ins Geschäft gebracht, es ist echt ätzend.
So, das war jetzt mein Einstand hier in dieser edlen Runde.
Grüße Cordula
McSchuerf:
Hallo Cordula,
erst mal willkommen hier im Forum!.. ;)..fühle Dich wohl hier! .. :)
Damit aber jetzt nichts durcheinanderläuft, hier nochmal die berechtigte Nachfrage von Philip (slugslayer) und meine Antwort darauf... ;)
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,713.15.html
...siehe dort die letzten beiden Beiträge..danke.. ;)
Gruß Peter
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