Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

Fluorit als Gonderbacher Platten?

(1/4) > >>

Hg:
Hallo,
das Thema der Gonderbacher Platten hatten wir hier im Atlas schon mehrmals. Bisher wurde die Diskussion aber nur über Galenit als Mineral geführt.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,16514.0.html
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,17871.0.html
Vor einer knappen Woche habe ich ein Stück Fluorit aus Namibia bekommen, das genau in dieser Form auskristallisiert ist. Nachdem ich im Fluorit-Portrait nichts über diese Kristallkombination gelesen habe, frage ich mich, ob diese Form bei Fluorit wirlich so außergewöhnlich und selten ist.
Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand hier Licht ins Dunkel bringen würde.
Gruß,
Andreas

Collector:
Hallo Andreas

Gonderbacher Platten sind synonym mit Galenit; soweit mir bekannt ist, wurde dieser Ausdruck niemals für Fluorit gebraucht.
Wie es zu der Ausbildung der sogen. Gonderbacher Galenite kam, wurde bereits in den von Dir angeführten Diskussionen sehr deutlich erklärt (Kombination von Würfeln und Oktaedern).

Diese Kombinationen sind auch von Fluorit bekannt; ein Bild davon findest Du im Fluorit-Portrait unter Kristallformen/Zwillinge; hier sieht man einen schönen Kristall aus Naica in Mexico.  (Lavinsky hatte mehrere davon). Ähnliche flachen " Gonderbacher" Fluorite kamen in den frühen 2000er Jahren  auch aus dem pakistanischen Karakorum.

Soweit ich dies nach 40 Jahren Fluorit-Sammeln und Kenntnis der bedeutendsten Fluoritsammlungen beurteilen kann, sind diese Kombinationen eher selten.

Stell doch mal ein Foto Deiner Stufe ein !

Gruß
collector

der Sauerländer:
Hallo Andi,

um Himmels Willen. Fluorit als Gonderbacher zu bezeichnen ist wirklich weit hergeholt.

Der Name Gonderbacher leitet sich ja aus dem "locus typicus" ab und bezieht sich ausschließlich auf Galenit-XX.

Gruß

berthold:
Hallo,

ja, bitte ein Foto. Die Form "Gonderbacher Platten" stammt - wie Peter richtig schreibt - von Galenit, kann aber auch bei anderen Mineralien auftreten. Es spricht imho nichts dagegen diese Form auch so zu bezeichnen. Kürzlich habe ich einen Ferroplatin-x gesehen der genau diese Form hatte.

Da verzerrete Oktaeder und Spinell-Zwillinge selten sind (für echte Gonderbacher Platten müssen beiden Umstände zutreffen) ist diese Form sicher eine Rarität - auch bei Fluorit.

@Peter: Den genannten Penetrationszwilling als Kombination von Hexaeder und Oktaeder von Mina Gibraltar, Naica, Chihuahua, Mexiko sehe ich nicht als Gonderbacher -Platte - dafür ist der x zu isometrisch ausgebildet.

Gruß
Berthold

Hg:
Hallo ihr drei,
vielen Dank für eure Erklärungen.
Ich habe mal versucht das Stück von verschiedenen Perspektiven abzulichten. Hoffe, mir ist das einigermaßen gelungen.
Gruß,
Andreas

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln