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Autor Thema: Anonymität von Mitgliedern  (Gelesen 38633 mal)

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Offline Stefan

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #90 am: 27 Jun 09, 12:39 »
Es soll Leute geben die mit keinem Kompromiss leben können und erst Ruhe geben wenn Sie Ihren Willen 100% durchgesetzt haben. Ich denke der Kompromiss ist ein Spagat in beide Richtungen und die Anschuldigungen der Entschluss stand schon vorher fest und Aufrufe das Forum zu verlassen wenn es dann so kommt, könnt Ihr Euch sparen.

Trotzige Kinder bekommen hier auch dann keine Kekse.

Gruß
Stefan

Offline triassammler

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #91 am: 27 Jun 09, 13:43 »
Hallo!

Ich möchte in Stefans soeben gepostete Kerbe hauen, auch wenn das, was ich zu dentalius' Beitrag schreiben wollte, unabhängig davor schon für mich feststand:

der erste stein wurde gerade geworfen. wenn ich solche beiträge lese, dann fehlt mir hier genau das, was mit vehemenz eingefordert wird: gegenseitiger respekt, ernsthaftigkeit und achtung.

Wie Stefan sagt: Es ist einfach nicht möglich, es allen recht zu machen. Weder hier, noch im Staat oder generell sonstwo, wo Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Motivationen zusammenkommen, um einem gemeinsamen Interesse nachzugehen.
Ein Kompromiss bedeutet nicht, eine perfekte Regelung zu finden, die es allen recht macht, sondern eine, mit der die Mehrheit leben kann. Jubelrufe werden ja gar nicht erwartet. Wehklagen, dass die eigenen Vorstellungen nicht zu 100% berücksichtigt wurden, sind aber auch fehl am Platze. Auffällig ist, dass sich einige vehement hierzu äußern, fachlich aber im Forum eher weniger in Erscheinung treten.

Und, caliastos:
Zitat
gleichzeitig erlaubt der nickname freier zu sprechen und zu sagen was man denkt. und das auch mal in worten, die der stimmung entsprechen.
Das ist ja wohl nur eine Umschreibung dafür, anderen im Schutz der Anonymität die eigenen Launen um die Ohren hauen zu wollen, weil man unlustig ist, sich ein wenig zu zügeln und überlegt zu handeln. Für so eine Aussage habe ich keinerlei Verständnis und halte sie für in höchstem Maße unqualifiziert.
Ganz persönlich gesagt drängt sich mir manchmal der Eindruck auf, dass das Forum von einigen wenigen gelegentlich dazu benutzt wird, um emotionale Zustände, die nichts mit dem MA zu tun haben, anonym zu kanalisieren, weil sie sie im richtigen Leben aus Furcht vor den Konsequenzen nicht an die eigentlichen Adressaten richten können.

Vielleicht sollten wir uns einfach mal auf die "Kernkompetenz" des MA fokussieren, bei der es ganz sicher nicht um die persönlichen und privaten Empfindlichkeiten von uns allen geht. Wer sich durch Stefans vorgeschlagene Regelung unerwünscht "geoutet" fühlt, kann ja seine Beteiligung in eine Richtung lenken, die auch für Außenstehende, die seine Beiträge zufälligerweise ergoogeln, ein positives Licht auf ihn wirft. Wer am anderen Ende des Spektrums nicht mit völlig anonymen Mitgliedern kommunizieren möchte, ist dazu ebenfalls nicht gezwungen. Auf wessen Posting man antwortet, oder wem man eine PM schickt, ist schließlich jedem selbst überlassen.

Es scheint ein überwiegend deutsches Phänomen zu sein, dass zwar nach verbindlichen Regelungen "von oben" geschrien wird, wenn diese aber nicht wie vom Individuum gewünscht ausfallen, wird gegen die "Diktatur von oben" gewettert. Schlussendlich ist aber jeder selbst angehalten, sich so zu verhalten, wie er es von anderen auch wünscht, und hat im Gegenzug hinzunehmen, dass sich andere anders verhalten, und sich seine Kontakte entsprechend auszusuchen. Man nennt dies Freiheit der Persönlichkeit.

Ich habe mir in der Vergangenheit nie große Gedanken gemacht, ob jemand ein voll ausgefülltes Profil besitzt oder nur unter Pseudonym auftritt, wenn es darum ging, seine Fragen zu beantworten oder meine Meinung beizusteuern. Die Persönlichkeit und rudimentäre Informationen zur Person gehen auch so oft genug aus den Postings hervor. Kommen aber fragen nach "Fundstellen in meiner Region?" oder "Fossilbestimmung - Fundort: bei meinem Heimatort") und ich habe mangels konkreter Angaben im Posting oder Profil keinerlei Ahnung, um welche Region es sich überhaupt handelt, nehme ich mir die Freiheit, den Fragesteller zu ignorieren.
Sollte die Frage nach persönlichen Angaben aber zum zentralen Politikum des MA werden und nur noch vor allem an Hand des Profils entschieden werden, wessen Posting Resonanz findet, habe ich auch kein Problem, mich beim Engagement zurückzuhalten. Ich vermisse bei einigen der Diskutanten leider eklatant die Fähigkeit, auf die Standpunkte anderer einzugehen oder einen Kompromiss zu akzeptieren, ohne lauthals und gebetsmühlenartig das eigene Missfallen kundzutun und wie kleine Kinder pseudo-unterschwellig Konsequenzen für die eigene Beteiligung anzudrohen.

Gruß,
Rainer
« Letzte Änderung: 27 Jun 09, 13:49 von triassammler »

Offline caliastos

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #92 am: 27 Jun 09, 15:11 »
sry, aber der nick hat nix mit spanien (war dort nur 1x 5 tage) oder irgendeinem land zu tun. es ist ein ca. 10 jahre altes kunstwort, als ich ab und an zeit hatte um fantasy-kurzgeschichten zu basteln.

ich seh die sache auch nicht verbissen, sondern so wie sie ist. jeder der will kann sich anmelden und dann die daten sehen. und wenn er halt 50 sinnfreie fragen stellt um ein post-limit zu erreichen.

ich sag es mir so: ich brauche von meinem gegenüber weder name, wohnort, noch alter um sinnvolle diskussionen führen zu können. ohne geht es sogar besser. warum ist ganz einfach:

- es gibt genug "wissenschaftler" und co., die sofort jede diskussion verweigern, wenn sie einen bestimmten namen sehen.
- andere ignorieren die aussagen derer, die nicht aus ihrer gegend kommen. denn da sie nicht von hier sind haben die keine ahnung vom thema.
- stichwort alter: die alten hasen ignorieren gerne die jüngeren kollegen. die machen fehler, haben noch keine ahnung, wissen und können nix. und wehe man weist einen von denen auf einen fehler hin. viel vergnügen. nur wenige gehen damit richtig um ohne ihre autorität in frage gestellt zu sehen.

alles schon mitbekommen. nen vorteil sehe ich daher in den daren keinen. nur nachteile. abgesehen davon ist die seite halt nicht verschlüsselt. d.h. jeder der will kann die daten ohne meine erlaubnis zu einem gewissen grade aufwandslos sehen. der rest hat genug skills um die daten anderweitig zu beschaffen. auch gibt es genug freie software mit der schnüffeln auch für dummies möglich ist.


ich habe mir mal den spaß gemacht und die letzten tage einfach mal freunde, bekannte, kollegen und familie gefragt, ob sie in einem forum ihren vollen namen, wohnort und alter hinterlegen wollen, wobei jedes mitglied zumindestens auf einen teil davon zugreifen kann. keine der befragten personen würde das tun wollen. viele sehen das als eingriff in die privatsphäre an. nahezu jeder sieht das sehr kritisch, da man nicht weiß wer die daten angesehen hat und was er damit vorhat.
auffällig ist nur, dass es tendentiell so ist, das die jüngeren den datenmissbrauch stärker sehen als die älteren. an sich entsprechend der üblichen umfragen. gerade die älteren (50-60+) und die jüngeren (<14) gehen mit ihrn daten schlicht zu sorglos um. das sieht man fast in jeder sendung zum thema datenschutz im internet. nahezu jeder datenschützer rät im internet nach möglichkeit seine privaten daten nicht anzugeben.


ich habe das so weit möglich immer vermieden und werde auch jetzt nicht damit anfangen. ich springe nauch nicht kopfüber in einen see ohne zu wissen wie tief die stelle da gerade ist oder ob da ne wurzel liegt. kann man ein risiko nicht abschätzen so bleibt man leiber zu vorsichtig.


die ganze diskussion bringt an sich eh nix. die abstimmung steht nur der zierde halber da. nach wie vor sind ca. 55% dagegen die anonymität abzuschaffen, nur 22% wollen sie völlig weg und 23% würden eine einschränkung mit voraussetzungen akzptieren. dennoch wird die "mehrheitsentscheidung" der minderheit umgesetzt. wenn ich jetzt nicht ein völlig falsches bild von mehrheitsentscheidung habe würde ich sagen hier stimmt was nicht.

@ triassammler

ich zitiere mal kurz:
Zitat
mit der die Mehrheit leben kann
jetzt sag mir wo die mehrheitsentscheidung in der abstimmung berücksichtigt wurde? weil anscheinend bin ich nicht in der lage richtig zu rechnen.
und was bitte hat fachliches auftreten mit dem für und wieder in nem forum zu tun? ob jemand fachliche themen postet, anderen versucht prozesse leicht verständlich zu erklären, über fundorte und stufen diskutiert oder einfach wissen möchte was er hier für nen stein hat zählt jetzt also nicht um bei so ner entscheidung mitzudiskutieren? darf nur noch die elitäre fachgarde, die bei weitem nicht so elitär ist, wie sie sich überall auf der welt drastellt, mitdiskutieren?
ich sehe hier zunehmend weniger toleranz und akzeptanz gerade von denen, die diese ach so vehement fordern. warum soll man gerade dieser gruppe einsicht in die eigenen daten gewähren?

außerdem sollte man richtig zitieren und nicht immer wieder eigene interpretationen anderen in den mund legen. der nick ist ein schutz. du sagst er ist ne rechtfertigung die launen anderen um die ohren zu hauen, so als würden dies nur die anonymen machen. doch die andere seite steht dem bei weitem in nichts nach. im gegenteil. die größten anfeindungen kommen gerade aus dem lager derer, die offen in erscheinung treten.

du argumentierst mit freiheit der persönlichkeit. das verhalten an den tag zu legen was man von anderen fordert. komisch nur, dass das so einseitig ausfällt. wer sagt er möchte seine daten nicht preisgeben und verlangt das auch von keinem wird angegriffen und jedes argument in der luft zerrisen und ohne stichhaltige argumente für nichtig erklärt, während die andere agrumente ebenso fadenscheinig als der ultimative beweis dastehen?



es ist mehr als nur erschreckend
- wie hier toleranz gefordert wird und gleichzeitig die intoleranz als goldenes kalb zelebriert wird.
- wie man sagt jeder soll frei seine meinung sagen, sich nicht anders verhalten als er es erwartet, während mal gleich jedem querdenken mit einer keule eins über die rübe zieht.
- wie hier mehrheitsentscheidungen gepriesen werden, sich auf eine minderheit von 20% berufen.
- wie man sich auf die fahnen schreibt ein fachforum für jedermann zu sein und gleichzeitig auf alle, die keine fachthemen posten (egal ob wollen oder können) verächtlich herabgeblickt wird.

von monat zu monat sehe ich hier zunehmend mehr eliarismus und eitelkeit und ein zunehmendes maß an ignoranz und intolleranz gegenüber all denen, die nicht die gleiche meinung vertreten.

wenn argumente lächerlich gemacht werden, heist das sie werden nicht akzepiert.
mit ausnahme der gefährung der datensicherheit kann mal alle argumente für oder wieder die abschaffung der anonymität getrost in die tonne treten. denn es sind persönliche vorstellungen und wünsche ohne jeglichen argumentatorischen wert. ein stichhaltiges, aus fakten bestehendes argument für die abschaffung habe ich noch keines gesehen. nur weil mir was nicht passt und ich etwas so oder so will, ist das noch lange kein argument. wirkliche vorteile gibt es auch nicht.

also weiß ich was ich die woche wohl zu tun habe und fange auch umgehend damit an.

es ist schon eine schande wie ein forum, dass sich selbst so sehr rühmt so dekandent werden konnte.

Offline Stefan

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #93 am: 27 Jun 09, 17:25 »
Diesen Beitrag muss ich nicht mehr kommentieren, ich hätte ihn in der Form auch nur anonym ins Netz gestellt.

So langsam ist aus meiner Sicht, nichts neues mehr zu dem Thema zu erwarten und bevor die Diskussion zu einem sinnlosen unterfangen wird, würde ich das Thema erst mal abschließen. Sollte noch jemand kreative Vorschläge haben, kann dieser weiterhin angehängt werden.

Auch wenn einzelne Leute das anders sehen, hoffe ich mit dem Kompromiss in etwa die prozentuale Verteilung umgesetzt zu haben. Niemand muss seinen vollen Namen oder seinen Wohnort öffentlich an irgend jemanden weiter geben. Vorname N., Wohngegend  (z.B. Helmut K., Ruhrgebiet) ist für Mitglieder immer sichtbar. Für Suchmaschinen und Gäste sind nur Daten sichtbar die Ihr selbst freigebt (Pseudonym immer). Im Gegensatz zur bisherigen Lösung verstärken wir den Datenschutz, da User zukünftig selbst wählen können wie Ihr Copyright angegeben und wem Ihr Sammlersteckbrief angezeigt wird.

Die Umsetzung wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, ich informiere über etwaige Änderungen.

Danke für die rege Beteiligung
Gruß Stefan

Offline cmd.powell

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #94 am: 30 Jun 09, 04:16 »
Ok, ist ein in meinen Augen etwas zweifelhafter Kompromiss, der da angestrebt wird. Vorname N., damit könnte ich ja noch leben, aber Wohnort als Zwangsangabe ? Wozu braucht den denn einer ? Und wer überprüft, ob ich wirklich dort wohne ? Ist in meinen Augen am Ziel vorbei. Und ebenfalls am Ziel vorbei ist auch die Entscheidung, die Anonymität aufzuheben: Mal abgesehen von den Meinungen der einzelnen Mitglieder dafür und dagen, spricht doch die Abstimmung eindeutig gegen eine Abschaffung der Anonymität. Ok, ist Dein Forum, kannst Du letztlich mit machen, was Du willst, aber nachträglich die Spielregel ändern - das sollte schon von der Mehrheit unterstützt werden !

Offline Stefan

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #95 am: 30 Jun 09, 08:16 »
So manches mal muss ich ein wenig verzweifeln  ;) - Wohnort??? Wo steht Wohnort???
Wohngegend!
Ich hoffe der Unterschied ist bekannt!
Wohnort = Vaterstetten (bei mir)
Wohngegend = Oberbayern = nur eine ungefähre Eingrenzung wo einer her kommt.
Für gemeinsame Touren kann das interessant sein.


Und um auf die Abstimmung zurück zu kommen. Ich glaube da wird von Einzelnen einiges falsch interpretiert. Da steht nicht "Anonymität" und "nicht Anonymität". Da steht alles beim alten belassen oder die Anonymität aufheben. In der alten Version haben wir weniger Anonymität als wir es in Zukunft haben werden. Zu einem Großteil der Leute lässt sich der Name bisher ohne jegliches Problem ermitteln. Dies ist in Zukunft so nicht mehr möglich. Es ist also eine deutliche Verbesserung in Richtung Anonymität!

Zudem ist das Abstimmungsergebnis mit 46% zu 54 % nicht so eindeutig wie es von einzelnen dargestellt wird.

In der Summe kommen die Leute die mehr Anonymität wollen deutlich besser weg. Schlechter kommen einzelne Anonymitätsfanatiker weg, die niemandem etwas preis geben wollen. Dies sind aber dann wieder nur Einzelne. Deutlich schlechter kommen die weg, die für die totale Aufhebung der Anonymität sind.

Schon bemerkt? Eine extreme Einstellung ist in einer Gemeinschaft schwer zu vertreten.

Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 30 Jun 09, 09:14 von Stefan »

Offline cmd.powell

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #96 am: 01 Jul 09, 02:27 »
Ah, ok, Wohngegend hab ich in der Tat mit Wohnort verwechselt, mit dem so geschlossenen Kompromiss kann ich dann auch Leben. Allerdings bei der Abstimmung stimme ich Dir nicht überein: 46 zu 54 ? Werden hier jetzt auch Koalisationen geschlossen ? Es gibt drei Punkte und zwei davon sind vielleicht ähnlich, aber nicht identisch. Ich denke mal, die jenigen, die entsprechend Abgestimmt haben, werden diesen Punkt durchaus differenziert haben. So wie ich das sehe, ist die klare Mehrheit gegen Veränderungen, aber egal, ich will das hier auch nicht Tod diskutieren. Wie schon gesagt, kann ich mit dem Kompromiss leben. Was mir aber sauer aufstößt ist dieser Satz: "Schon bemerkt? Eine extreme Einstellung ist in einer Gemeinschaft schwer zu vertreten." Ist eine andere Meinung zu Vertreten gleich eine extreme Einstellung ? Sorry, aber das sind in meinen Augen diktatorische Züge, die hier durchblitzen. Ich habe in meinem Leben immer versucht, beide Seiten gleichermaßen zu hören und zu bewerten um eben niemanden zu benachteiligen, und in meinen Augen kommt diesem Anspruch, den Mitgliedern hier die Wahlfreiheit zu lassen und sie nicht oder möglichst wenig in irgendwelche Zwänge zu verpacken, die Anonymität nunmal am nähesten. Ich will nicht viel rumjammern, aber ich fühle mich durch Deinen hier zitirten Satz persönlich angegriffen.

Offline giantcrystal

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #97 am: 01 Jul 09, 11:18 »
Hallo aus Mittelfranken

Stefan versucht seit langer Zeit, es hier möglichst vielen Leuten recht zu machen und dies in einer Weise, die der Sache - dem Austauch und dem Archivieren geologisch - paläontologisch - mineralogischer Informationen - zugute kommt..

Für diese anspruchsvolle Aufgabe gibt es wenig Lob, dafür aber häufig Angriffe von allen möglichen Seiten. Das macht die Arbeit gewiß nicht einfacher  !  Dies sollte man sich einfach einmal überlegen, bevor man ein Posting schreibt.

Von diktatorischen Zügen habe ich hier noch nichts bemerkt, das könnte man bestimmt viel einfacher haben, ohne Umfragen und ohne die hier stattfindende Diskussion...

In diesem Sinne ein großes Lob an Stefan für seine hier seit vielen Jahren unentgeltlich geleistete und viel seiner Freizeit kostenden Arbeit. Stefan, Du hast es häufig auch nicht leicht...

Glück Auf

Thomas

Offline stollentroll

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #98 am: 01 Jul 09, 11:21 »
In der Liste der Dinge, die eventuell eingeführt werden sollen, steht:
Zitat:
"Jeder User -
   ......
- muss seine Adresse bekannt geben, diese wird nirgends öffentlich angezeigt. Der User kann ggf. selbst andere User für die Anzeige Freischalten (Adressbuch Funktion)."

Und damit habe ich ein Problem. Wozu wird die benötigt ? Ich sehe da keinen Grund.
Entweder sie wird benötigt, und dann fragt man sich wozu, oder sie wird nicht benötigt, und dann gibt es auch keinen Grund, sie anzugeben. Dass der eine oder andere User mal seine Adresse für jemand freischalten will, darf kein Grund sein, dass alle ihre Adresse angeben müssen.

Die Forderung, seine Adresse anzugeben, wird dazu führen, dass sich weniger Leute anmelden. Gerade Leute, die z.B. im Urlaub etwas gefunden haben und wissen wollen, was das ist, werden sich dann dreimal überlegen, ob sie sich anmelden und ihre Frage stellen. Nun mag man der Meinung sein, dass sei kein Verlust, aber jemand, der hier eine kompetente Antwort bekommt, wird vielleicht anfangen, sich für das Hobby zu interessieren.

Und es wird auch dazu führen, dass viele eine erfundene Adresse angeben, womit die Adressensammlung sowieso sinnlos wird.

Glück Auf
der Stollentroll

Offline Stefan

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #99 am: 01 Jul 09, 11:50 »
Die Adresse ist ein Identifikationsmerkmal und eine weitere Hürde für Leute die Ihr Ego gerne ausleben. Da wir die Adresse nur zur Identifikation einsetzen und sonst in keiner Weise verwerten oder von uns aus anzeigen, kann sich jeder selbst überlegen inwieweit er mir repektive unserem Team traut.

Da wir uns bei Datenmissbrauch strafbar machen, sehe ich wenig Risiko für den User. Ich habe ein deutlich höheres Risiko zu tragen, da ich meine Daten ohnehin völlig offen legen muss und zudem eine Mitverantwortung für zahllose "anonyme" Leute trage. Erwarte also bitte nicht zu viel Verständnis von meiner Seite.

Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 01 Jul 09, 11:55 von Stefan »

Offline minuwe

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #100 am: 01 Jul 09, 12:52 »
Hallo,

persönliche Daten gegen Vertrauen- für mich ein schlechter Tausch, jedenfalls im Internet. Die meisten User werden euch, wie ich auch, vertrauen. Aber für mich ist z. B. nicht sichergestellt, dass es bei einem Wechsel der Datenbesitzer genau so sicher für alle Zeiten  weitergeht. Die Daten verschwinden schließlich nicht von selbst aus dem Netz, im Gegenteil, oft verbreiten sie sich eher. Für mich sind Daten nach Eintippen und Senden sogleich "verloren", auch wenn der Empfänger glaubwürdige Beteuerungen vorträgt.

Es gehört zum Wesen des Internets, dass man seine Daten leider nicht zurückholen kann, niemals und nirgends, deshalb ist es ein Stück Verantwortung, Daten nicht herzugeben, wenn es nicht sein muss.

Aber es würde genügend User geben, denen das alles egal ist, somit wird der Mineralienatlas in jedem Fall  weitergehen, vielleicht ist das der Kompromiß, den man einfach schließen müsste: auf die Mitgliedschaft einiger User zu verzichten.

Den meisten hier ist das Anliegen klar, aber trotzdem frage ich mich ob es nicht genügt, wenn man solche verbalen Angriffe, vor denen Hürden aufgebaut werden sollen, im  Forum wie bisher gleich löscht und in privaten Mails fortan den Schreiber ignoriert. Wenn man dies frühzeitig klar ankündigt, bedeutet das auch eine Hürde.

Gruß
Uwe

Offline Stefan

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #101 am: 01 Jul 09, 14:04 »
Zitat
Wenn man dies frühzeitig klar ankündigt, bedeutet das auch eine Hürde.

Wir praktizieren das schon lange so und was hilfts?

Nein, das Thema ist durch und an dem Kompromiss, auch wenn es einige nicht so empfinden, ist nichts zu rütteln. Wer meint seine nicht öffentliche Adresse sei ein so schützenswertes gut, der muss mit den Konsequenzen leben, so wie wir bereit sind mit den Verlusten zu leben.

Gruß Stefan

Offline berthold

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #102 am: 01 Jul 09, 15:09 »
Hallo Uwe,

Zitat
Für mich sind Daten nach Eintippen und Senden sogleich "verloren", auch wenn der Empfänger glaubwürdige Beteuerungen vorträgt.

Irgendwie hast Du schon Recht, nur ohne Pflichtangaben geht im Internet heute nicht mehr viel. Gestern wollte ich nur mal schnell auf der Zeiss-Homepage nachsehen was ein neues Stemi 2000c kostet. Was muss ich machen? Richtig: Anmelden mit jeder Menge Daten. Im Mindat-Forum ist jedermann mit vollem Klarnamen auch von nichtangemeldeten usern zu sehen. Und bei Strahlen.org hast Du eine Liste Klarnamen mit email-Adresse. Nun ist die Frage, warum wird überall immer mehr an Pflichtangaben verlangt?

Leider zeigt die Internet-Kiminalität ständig zunehmende Tendenz. Genau deswegen müssen sich die Betreiber von Foren (eigentlich von allen Internet-Seiten wo sich der user in irgendeiner Form einbringen kann) absichern. Die althergebrachte Form der Absicherung ist die Freischalt-mail an eine angegebene Mailadresse - sonst nichts. Nur ist es praktisch unmöglich im Problemfall eine (möglicherweise nicht mehr bestehende) email-Adresse zurückzuverfolgen. Jedermann kann sich heute ohne irgendwelche Probleme oder Kosten einen Sack voll mail-Adressen zulegen, mit Weiterleitung auf andere Postfächer über sechs Ecken so verstecken dass selbst gute Internet-Fahnder keine Chance haben. Das alles hat dazu geführt dass heute in praktische keinem ernstzunehmenden Forum eine Anmeldung alleine mit der mail-Adresse möglich ist. Wir haben auch hier im Forum mehrfach-Anmeldungen der gleichen Person erlebt - und das ist nur das geringste Problem. Kürzlich hatte ich Ärger weil ich ein Foto meiner privaten Homepage in einem fremden Forum fand. Laut Rückantwort des Seitenbetreibers war das Bild von einem anonymen user eingestellt worden und der Seitenbetreiber hat zwischen den Zeilen durchblicken lassen dass das auch ich selbst gewesen sein könnte. Mein Anwalt meinte, das sei egal, ich kann auf jeden Fall gegen den Seitenbetreiber vorgehen (gut, habe ich dann nicht gemacht nachdem das Bild entfernt wurde).

@Thomas
Die automatische Plausibilitäts-Überprüfung der Pflichtangabe "Adresse" ist in einigen Seiten Realität, führt also nicht  zwangsläufig zu Datenschrott. Wer sich mit unwahren Angaben anmeldet darf sich nicht wundern wenn er sang- und klanglos rausfliegt.

Gruß
Berthold

Offline Andreas-

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #103 am: 01 Jul 09, 20:56 »
Leider zeigt die Internet-Kiminalität ständig zunehmende Tendenz.


Eben! Internet-Kriminalität ist wohl auch für viele ein - guter - Grund mit ihren Daten vorsichtig umzugehen.

Stefan wird die Daten  nicht mißbräuchlich verwenden - das vermutet sicher auch niemand. Aber wo sind die  Daten letztlich wirklich sicher gespeichert (vor Hackern,...)??

Offline triassammler

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Re: Anonymität von Mitgliedern
« Antwort #104 am: 02 Jul 09, 01:00 »
Aber wo sind die  Daten letztlich wirklich sicher gespeichert (vor Hackern,...)??

Die haben zweifellos was besseres zu tun, als ausgerechnet den MA-Server zu hacken. Da gibt es lukrativere Ziele. Die interessieren sich auch nicht für eine Adresse, die sowieso im Telefonbuch steht, sondern eher für Deine Visa-Kartennummer. Und mit Verlaub: Die Art des Forums macht seine Mitglieder auch für identity theft nicht gerade attraktiv.
Nach Deiner Argumentation solltest Du Deinem Einwohnermeldeamt und Deiner Bank keinen Meter über den Weg trauen...

Gruß,
Rainer

 

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