Mineraliensammeln hat leider den Beigeschmack der rücksichtslosen Geschäftemacherei und das ist auch ein Ergebnis, zumindest in Deutschland, ihrer Praktiken.
So verallgemeinernd Mineraliensammler über einen Kamm zu scheren halte ich für unpassend. Es mag zahlreiche prominente und weniger prominente Fälle geben, in denen ohne Rücksicht auf Denkmäler und Zeitzeugen vergangener Bergbauepochen von sog "Mineraliengeiern" agiert wurde. Das ist nicht gutzuheißen! Nur ob dafür stets die Veröffentlichung von Fundstellen ursächlich ist, kann, wie Berthold schon andeutete, bezweifelt werden. Die einschlägigen Beteiligten, egal ob es sich um in bestimmen Kreisen so bezeichnete "Mineraliengeier", um pseudoelitäre Wichtigtuer, die keine anderen Leute, als einen Kreis "Auserwählter" in "ihren" heiligen Hallen dulden oder um seriöse (Alt)bergbauinteressierte-/forscher handelt: sie alle werden sicher nicht das Internet bemühen, um an detaillierte Risszeichnungen und Informationen über Zugangsmöglichkeiten zu gelangen. Man sollte durchaus eine gewisse differenzierte Sichtweise an den Tag legen und nicht durch eine schwarz-weiss Brille den Blick für die vielen bunten Farben dazwischen verlieren.
Übrigens ist die Sperrung von Lokalitäten kein spezifisch deutsches Phänomen. Ich erinnere da nur exemplarisch an die Grube Sainte Lucie in Frankreich.