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Autor Thema: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?  (Gelesen 27533 mal)

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Offline Krizu

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #45 am: 29 Jan 09, 10:10 »
@ Krizu: Danke für deine Ausführungen und die Diagramme, wirklich interessant :)
Dass das Violett nicht von der schwarzen Röhre kommt, ist mir schon klar. In jeder Leuchtstofflampe ist UV-Licht drin (größter Anteil), der Anteil des sichtbaren Lichts ist eher gering. Nun kommt es drauf an, was man aus der Röhre machen will. Will man sichtbares (normales) Licht, wird die normale weiße fluoreszierende Schicht auf die Lampe aufgedampft. Hier wird die meiste UV-Strahlung in sichtbares Licht umgesetzt und der Anteil an schädlicher UV-Strahlung, der noch mit raus kommt, ist verschwindend gering. Will man jedoch eine Schwarzlichtlampe (UV-Licht), wird eine andere Leuchtschicht aufgedampft. Damit wird der schädlichere UV-B-Bereich (davon kriegt man Sonnenbrand) in den nicht so schädlichen UV-A-Bereich umgewandelt; Tetraborat für 370 nm, Blei-dotiertes Bariumsilikat für 350 nm (deshalb sprechen wohl einige Mineralien je nach Röhrenhersteller besser bzw. schlechter an). Ich weis nicht, weshalb man UV-B nach A umwandelt, UV-B und C kommen ja eh nicht durch das Glas (wenn ich das richtig verstanden habe). Ich vermute hier, dass das nutzbare UV-A-Spektrum einfach noch verstärkt werden soll. Gleichzeitig wird ein nickeloxid dotiertes Glasrohr  verwendet, das das sichtbare Licht absorbiert und nur das UV-A-Licht durchlässt.  Weil die Diagrammkurve bei 405 nm im oberen UV-A-Bereich und somit relativ nah am sichtbaren Bereich des Lichtspektrums liegt, erscheint es uns deshalb dunkelviolett. Hier schließen nun deine (Krizu) Ausführungen an. Ich hoffe, so kann man es stehen lassen (falls nicht, bitte um Verbesserung).

Hallo Edgar,

fast richtig, nach meinem Wissen: Falls du einen Lumineszenzkonverter (so nennen sich die Borate und Silikate die du nanntes offiziell),  im System hast, hast du neben den schmalen Spektrallinien breite Emissionsmaxima, siehe blaue LED mit Yttrium-Aluminium-Granat:Ce und der breiten gelben Emission. Viele Bewitterungsgeräte für Kunststoffe verwenden diese Konverter. Diese Spektren sehen dann in etwa so aus:  http://en.wikipedia.org/wiki/File:Uvbuvaandsunlight.JPG . Glaube mir einfach, diese Spektren sehen anders aus, leider darf ich die Spektren der MEssgeräte nicht veröffentlichen  :-X.

Der zweite Weg der Spektrenänderung ist das zugeben von Metallen (Salzen?) zur Lampe. Dann hast du eine HQI-Lampe ;-)

Anbei das Spektrum der LSR-Röhren an meinem Schreibtisch. Da sieht man die Hg-Linien und mindestens zwei Farbstoffe.

MfG

Frank


Offline Lapislazuli

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #46 am: 29 Jan 09, 11:08 »
Wie interessant so eine Leuchtstoffröhre doch sein kann. :)Ich hoffe, wir sind jetzt nicht zu sehr in den elektrotechnischen Bereich abgedriftet.

@Helicat: Ich hätte mir eher um die Quecksilberdämpfe Gedanken gemacht. Also bei der    nächsten zerbrochenen Röhre Fenster auf, sicher ist sicher.

Glück auf

Edgar

Offline Krizu

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #47 am: 29 Jan 09, 14:43 »
Hallo,

beim Quecksilber ist es eher die Dauerexposition, als nur die einmaligen Dämpfe. Die kleinen Kugeln sorgen für eine stetige Belastung, klar per Dampf.
Wenn jetzt der Staub mit dem anhaftendem Quecksilber wirklich überall liegt, hast du in etwa 30mg Quecksilber in der Wohnung verteilt.

Quelle:
http://www.wertstoff-boerse.ch/information/docs/leuchtstoffroehren.pdf

Also nicht wirklich akut kritisch, aber nicht zur Nachahmung empfohlen.

MfG

Frank

Offline Lapislazuli

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #48 am: 29 Jan 09, 15:54 »
Hallo, ich würde den Quecksilberwert nicht so hoch ansetzen. Laut dem Text aus dem Link liegt der Quecksilberanteil von Leuchtstofflampen zwischen 15 - 30 mg, in einer anderen Tabelle weiter unten wird allgemein von 15 mg ausgegangen. Da Helicat ja eine kleine Röhre hat, würde ich beim Maximalwert von höchstens 15 mg ausgehen. Vom Pulver geht meines Erachtens weniger Gefahr aus, weil ja das Meiste Quecksilber gasförmig ist. Da der Boden durch die Pulververschmutzung ja vermutlich sowieso abgesaugt wurde, wird wohl nicht mehr so viel von den Kügelchen übrig sein, was zu einer ernsten Bedrohung führen könnte. Steht nur noch die Frage im Raum, ob die Kügelchen dann im Staubsaugerbeutel bleiben oder durch die Abluft wieder rauskommen. :P Wenn die Lampen so gefährlich währen, würden sie bestimmt nicht mehr verkauft werden. Alte Röhren können unter Umständen ja auch ausgasen, wenn sie undicht werden. Von dem Rest, der noch da sein kann, nimmt man ja nicht 100% davon auf, ein großer Teil wird sich bestimmt mit der Zeit selbst verflüchtigen.

Mir ist mal neulich ein Quecksilbertermometer auf einem glatten Steinboden zerbrochen. Ich konnte das Quecksilber nicht mit einem Taschentuch aufnehmen, es sind einfach immer kleinere Kügelchen entstanden, je mehr ich dies versucht hatte. Hab das Ganze dann mit einem Kehrblech beseitigt und dieses danach abgewaschen.

Glück auf

Edgar

Offline Krizu

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #49 am: 29 Jan 09, 16:03 »
Im Falle eines Falles mit Schwefel bestäuben und aufnehmen.
Oder ein Amalgam-Bilder einsetzten, zinn oder Zinkpulver so so etwas war das.

VORSICHT mit den Eheringen. Die saugen das Hg auf und können es langfristig ideal dosiert abgeben.
In diesem Fall soll Ausglühen beim Juwelier helfen, wenn kein Stein drin ist.

MfG

Frank

Offline thdun5

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #50 am: 29 Jan 09, 16:20 »
Quecksilber kann man am besten mit einem Schwamm aufnehmen.

Übrigens ist metallisches Quecksilber ungiftig. Wenn man z.B. ein Hg-haltiges Fieberthermometer zerbeißt und herunterschluckt, vergiftet man sich damit nicht.
Nur die Quecksilberdämpfe, die haben es in sich.


Aber Leute:
jetzt kommen wir doch alle ein wenig vom eigentlichen Thema ab.
Es ging um den UV-Kasten und nicht um ein Thema, in dem man Quecksilber von allen Seiten her beleuchtet !  ;)

Offline Lapislazuli

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #51 am: 29 Jan 09, 16:37 »
@ thdun5: Ja, wo du recht hast, hast du recht! ;D

Im übrigen habe ich mir jetzt eine neue komplette Schwarzlichtlampe von einem anderen Hersteller bestellt. Der wirbt damit, das ein Reflektor eingebaut ist, welcher die Effekte noch verstärken soll. Bin schon mal gespannt, ob das wirklich so viel besser wird.

Glück auf

Edgar

Offline caliastos

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #52 am: 29 Jan 09, 18:17 »
wie wäre es einfach mal zu sagen wo man für welchen preis eine anständige röhre bekommt, die einmal gute ergebnisse liefert und andererseits kaum violette schleier wirft? die theorie bringt da schön wenig. beim autokauf ist die produktiontechnik ja auch nicht das, was der kunde wissen will, sonder ob die karre was taugt.

Offline Krizu

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #53 am: 29 Jan 09, 19:19 »
Hallo,

definiere:
a.) einfach mal
b.) anständig
c.) gutes Ergebnis
und dann kaum.

Jetzt sage noch UV-365 oder UV-254nm.

Sorry - dein Beitrag ist genauso überflüssig.

Damit meiner einen Sinn hat:
http://www.goehler-hplc.de/uvvisir.phtml

Mfg

Frank

Offline caliastos

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #54 am: 29 Jan 09, 20:47 »
a) logischerweise nicht drum herumreden und abschweifen sondern versuchen zu klären warum das teil nicht so will und wie es besser geht, also welches modell hat der eigenen erfahrung nach was getaugt
b) wie das wort sagt, eine anständige, also sinnvolle, brauchbare röhre ohne unsummen zu kosten und kein verschnitt, der niemanden erfreut außer den verkäufer
c) natürlich anständige fluoreszenzen hervorrufen und kaum bis null violettschleier

wenn das erinnern an das thema überflüssig ist, was ist dann abschweifen?

Offline Krizu

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #55 am: 29 Jan 09, 22:41 »
Hast du den Link angeschaut?

Frank

Offline Helicat135

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #56 am: 30 Jan 09, 06:40 »
Hi Leute,

evt, ganz kurz zum Quecksilber: mir ist mal besagtes Thermometer zerbrochen und ganze Kügelchen unter´s Bett rerollt. Ich lebe auch noch :-)

So,das was Caliastos fragte, interessiert mich auch: wo finde ich denn eine günstige, gute Lampe? Wie schon geschriebenhabe ich gegoogelt und bin beim Conrad geendet. Nur, ob die was taugt? Who knows.

Der Link ist informativ aber liefert für obiges keine Antwort - oder sehe ich das falsch?

Offline Krizu

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #57 am: 30 Jan 09, 08:36 »
Der Link ist informativ aber liefert für obiges keine Antwort - oder sehe ich das falsch?

Hallo,

nur mal als Beispiel:
http://www.goehler-hplc.de/doc2/huvlamps/UV_C10A-SHK_de.pdf

MfG

Frank

Offline Mineraloge

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Re: UV-Kasten - Taschenlampe - geht das?
« Antwort #58 am: 30 Jan 09, 13:33 »
Hallo zusammen!

Also hier eine kleiner kurzer Bericht zum Thema UV-Lampe.

Ich habe mir vor einigen Jahren eine Vitrine mit langwelliger UV Beleutung gebaut und bin sehr zufrieden damit.
Kosten für die Beleuchtung etwa 30 Euro.
Ich habe eine ~40cm Schwarzlichtröhre mit zugehöriger Fassung verbaut, gibts in jedem besseren Baumarkt.
Meine war von *OBI*. Also Fassung kaufen, gibt es meist mit "normaler" Neonröhre und zusätzlich die passende Schwarzlichröhre dazu kaufen, gibt es auch in allen Längen. Auf Nachfrage bestellen die auch, wenn gerade nicht auf Lager.
Die Vitrine habe ich mit schwarzem Samt ausgekleidet, was sehr gut aussieht, hat jedoch den Nachteil das Staub der nach und nach in die Vitrine kommt auch schlecht wieder zu beseitigen ist und mitleuchtet im UV Licht.

Zu den fluoriszierenden Mineralen, nicht jedes Mineral fluorisziert im langwelligen UV Licht (Schwarzlichtlampe aus dem Baumarkt). Es kommt immer auf die Konzentration von Fremdionen im Kristallgitter an. Daher leuchten auch nicht alle Calcite einer Fundstelle etc. Viele Fluorite z.B. fluoriszieren nur im kurzwelligen, genau wie Scheelit. Also ausprobieren!

Gruß mineraloge

 

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