Hallo, hier ist der Findus

Natürlich muss man, um an das innere eines Steines zu gelangen, erst mal (meistens) draufhauen.
Der Grund meines Textes unter dem Bild, ist jedoch ein völlig anderer:
Während meiner "Anfänge" beim organisierten Mineraliensammeln im Verein, vor ca. 10 Jahren, nahm ich u.a. an einer Exkursion unseres Vereins ins Donautal teil.
Dort gab es in einem "Travertinsteinbruch" riesige Brocken mit Calzitklüften, in die man locker 20 -30 Liter Wasser
hineingiessen konnte.
Als ich eben an so einem Brocken wollte, an dem äusserlich keine Spur einer Kluft sichtbar war, meinten einige Vereinskollegen, dass dieses kraftzehrende Unterfangen sinnlos sei.
Jedoch einer der Senioren des Vereins, Jakob Bernnat, der leider nicht mehr zu Exkursionen mitgehen kann,-wegen seines
Alters-, schaute mich mit einem spitzbübischen Grinsen an, als wäre Er selbst auf den "Inhalt" dieses Bockens gespannt,
und sagte: " Merke Dir eines, jeder Stein ist es Wert, drauf zu hauen"!
(Nach einiger Zeit und etwas Schweiss auf der Stirn; konnten wir gemeinsam einige schöne Stufen, von diesem
uninteressanten Brocken heraus meisseln).
Diesen Spruch habe ich mir u.a. zum Leitsatz beim Sammeln gemacht.
Zwischenzeitlich habe ich natürlich auch ein gewisses Gespür dafür entwickelt, ob es sich wohl lohnt auf den einen-oder anderen
Stein zu "hauen", jedoch hat es sich, - und bestimmt ist es den meisten Sammlerkollegen schon so ergangen - , gezeigt,
dass oftmals der uninteressanteste Stein die interessantesten Ergebnisse geliefert hat.
Also hau ruhig auf Deinen Felsblock drauf, wer weiss, was alles darinsteckt?
-Aber hau vorsichtig- !
Grüsse,
der Findus
