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Autor Thema: Achatvarietäten aus Deutschland  (Gelesen 748873 mal)

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Offline agatefreak

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #915 am: 07 May 10, 16:44 »
Hallo an alle ,

vielen Dank für die vielen Beiträge. Vielleicht bringt uns die Diskussion in Zukunft  bezüglich der Funde der Rheinhessichen Schweiz weiter.
Ulrich hat mit seinen beiden Fotos eine guten Anfang gemacht.
Von den bisher bekannten verkieselten Fossilien werde ich mal was per Foto einstellen. Hoffe andere Sammler können  noch was beisteuern.

Viele Grüße

Peter

Offline Mineralroli

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #916 am: 07 May 10, 16:59 »
Hallo Jens
Hier mal der Link zur Fundstelle wo beide Bilder zu finden sind und der Bezug  zueinander.
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Rheinland-Pfalz/Rheinhessen/Alzey/Flonheim-Uffhofen

Offline Sonnenberg

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #917 am: 07 May 10, 17:30 »
 ich widerhole mal die Aussage von Peter,

generell kann man sagen,daß im Tertiär keine Fossilien verkieselt sind.

diese Aussage ist  falsch,soeben hinterfragt bei einem namhaften Paläontologen.
Wenn bei der Entstehung z.B. eine vulkanische Tätigkeit voraus ging,dann sind die Sachen verkieselt worden,und : es ist ja nicht unbedingt zu sagen,daß die hier gefundenen Fossilien,und auch Achate von hier stammen; meist sind sie durch den Wiesbach  aus dem Nahe-Hunsrück Becken eingeschwemmt worden,und dort gab's ja wohl Vulkanismus.
Ausserdem :opalisierte Schnecken ,Muscheln -gar Ammoniten kennt man aus Australien  (( Tertiär ))
Ferner,was ist mirt der Braunkohle ?? Alles rtertiäre Verkieselungen,sei es Holz usw. entweder Miozän oder Oligozän.

Offline Mark77

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #918 am: 07 May 10, 17:55 »
... Die Fossilien aus dem Tertiär sind generell nicht verkieselt. ...

hmm.. erstmal steht da generell, was nicht absolut heißt, und ansonsten bezieht sich Peters Aussage - so hab ichs verstanden - auf den Saar-Nahe-Raum/Rheinhessischen Raum und die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu!

Schöns Grüßle,
Markus

Offline Goldi85

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #919 am: 07 May 10, 19:06 »
Hallo,

das fragliche Stück ist für mich recht eindeutig als "Skolezitachat" zu erkennen. Bitte mal das Bild in Originalgröße anschauen. Dort finden sich genügend Abdrücke und Negativformen von Kristallen, die auf eine solche Bildung hinweisen. Die Vertiefung in der Mitte ist eher gewöhnlich und findet sich bei vielen dieser Achate. Von dort aus waren die Kristalle radialstrahlig gewachsen, so wie es aussieht.

Gruß  Daniel

Offline Mineralroli

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #920 am: 07 May 10, 19:15 »
Hallo Daniel
Ich finde es gut wenn Du zum eigentlichen Thema zurück kehrst.
Denn
Zitat
erstmal steht da generell, was nicht absolut heißt
oder auch andere Aussagen sind Wortklaubereien und helfen nicht weiter.
Daher zurück um die gestellte Frage versuchen zu beantworten.
Beste Grüße
Roland

Offline Sonnenberg

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #921 am: 07 May 10, 19:37 »
1: Mal die gesamte ,noch nicht fertig bearbeitete Fläche des Achats.
2: ....und noch eine weitere Ansicht,von der Seite betrachtet.
« Letzte Änderung: 27 Aug 13, 17:30 von oliverOliver »

Offline Sonnenberg

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #922 am: 07 May 10, 19:57 »
gehe nochmals auf diverse Ausführungen ein,soll keine Wortklauberei sein,
Mark,Du beziehst Dich darauf,daß Du meinst -Peter bezieht seineAussage bzgl. der verkieselten Fossilien nur ! auf Rheinhessen. Selbst diese Aussage schon alleine ist falsch. Denn auch in Rheinhessen gibt es verkieselte Fossilien,nur weil man jedoch noch nichts Derartiges in und um Wendelsheim herum gefunden hat,kann man nicht behaupten : Hier ! ! ! gibt es im Tertiär keine verk. Fossilien.
Waum sollte es nur Holz geben ??? Dazu sage ich Dir halt ,natürlich gibt es überall im Tertiär verkieselte Fossilien. Der Steigerberg hat sein Material nicht vom Meer,welches hier mal war,sondern der Wiesbach brachte die Hölzer,Achate und Fossilien aus dem Saar-Nahe-Hunsrück mit,und dort herrschte z.T. rege Vulkanität,eine Voraussetzung für den Verkieselungsprozeß schlechthin.( Meeresfossilien beherbergt der Steigerberg nur an seiner Flanke im Kiesgrubenbereich um Eckelsheim herum,denn hier gabs einen  Brandungsbereich !
Zurück zum Thema :
Dir Daniel möchte ich sagen,wenn Du Deine Behauptung bzgl. der Mineralien auf dem Stück  dazu nutzt,eswürde Dir genau sagen : eindeutig-Skolezitachat......!
Hmmhhh,derartige Ablagerungen hast Du aber des öfteren sowohl an Fossilien,an Holz undAchaten. Sie rühren lediglich daher,daß das einzubettende Material meist in silicatreichem Milieu stattfand,vornehmlich Sand.
Na denn ,es geht  hoffentlich  o r d e n t l i c h   weiter mit einer Diskussion.

Offline Donat

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #923 am: 07 May 10, 20:46 »
Hallo,

Hier einer aus den Weinbergen bei Wendelheim(ich sehe fast eine Ähnlichkeit :))
auch nur gesägt und angefeuchtet!
Größe: 6x6 cm

Gruß
Günter

Offline agatefreak

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #924 am: 07 May 10, 23:27 »
@Donut: danke für Dein Foto. Die Verwandtschaft mit dem Stück von Sonnenberg ist deutlich zu erkennen , ein typischer "Skolezitachat". Eine der schönen und vielfältigen Achatpseudomorphosen , wie man sie häufig in dem Gebiet um Wendelsheim , Nack , Uffhofen und Flonheim findet. Das Gebiet wird auch Rheinhessische Schweiz genannt.

es weicht zwar etwas vom Thema ab , aber ich möchte doch noch etwas richtig stellen:

@sonnenberg: meine Aussage bzgl. der verkieselten Tertiärfossilien bezog sich
 ausschließlich auf die Fundstellen der Rheinhessischen Schweiz , wie auch schon mark 77 richtig erkannt hat. Sollte es aber in diesem Gebiet verkieselte Tertiärfossilien geben , wäre ich für eine Veröffentlichung sehr dankbar. Die Wahrscheinlichkeit ist wohl eher gering. Ich kenne viele Sammler die in diesem Gebiet seit vielen Jahrzehnten suchen und noch keiner hat etwas in dieser Richtung gefunden.
Richtig stellen möchte ich auch noch die Herkunft des Wiesbaches: er entspringt in der Nähe von Oberwiesen und dies ist in Rheinhessen , Grenze zum Nordpfälzer Bergland.
Herkunft Nahe-Hunsrück ist eindeutig auszuschließen.

@Goldi85: Deine Einschätzung kann ich nur unterstreichen. Eindeutig ein Skolezitachat.
« Letzte Änderung: 12 Aug 13, 12:34 von oliverOliver »

Offline agatefreak

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #925 am: 07 May 10, 23:32 »
anbei ein Stromatolith aus dem Grenzgebiet Rheinhessen/Nordpfälzer Bergland. Sehr schön ist die Achatbildung im Zentrum.

Offline doe

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #926 am: 08 May 10, 00:38 »
Hallo Achatfreunde alle miteinander,
hab mir in den letzten zwei Stunden in aller Ruhe alle Bilder und Meinungen angesehe,.(Danke, braucht deshalb nicht "Lets dance"gucken!!) und vertrete die Auffassung ,beides ist möglich und bevor das anders strukturierte Innere des Objektes nicht klar erkennbar ist,tendiere ich auch zu keiner Seite.Ich habe in reichlich fünfzig Jahren paläontol.Sammelpraxis zu viel Pferde direkt vor der Apotheke kotzen sehen,die da hießen :"Das ist mit Sicherheit"oder "Das gibts hier garnicht".Bildschirmferndiagnosen sind an sich schon gefährlich genug,also sage ich zum Zeitpunkt,es könnte ein stark achatisierter Schwamm sein
Glück auf Günter

Offline agatefreak

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #927 am: 08 May 10, 00:51 »
@doe
Hallo Günter , da hast Du mir ja schon gut 10 Jahre Sammelpraxis vorraus , gratuliere , so eine lange Sammeltätigkeit haben die wenigsten. Aber zurück zum Thema: wer kann eine Untersuchung dieses Stückes machen? "Schwamm oder nicht Schwamm" ist wohl die momentane Frage.
Viele Grüße
Peter

Offline doe

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #928 am: 08 May 10, 01:44 »
Hi Peter,
das ist schwierig bei solchen Grenzfällen,wie ich schon beim Holz geschrieben habe und eine Einstellungs/Betrachtungsfrage.Ich würde empfehlen,den gesamten Querschnitt,besonders innen,unter dem Mikro.durchmustern und nach biol.Strukturen suchen.Im Ergebnis dessen entscheiden-achatisierter Schwamm- oder Achat mit interessanter schwammählicher Form-oder eben nur Achat.
Bei Oberkreideflinten  hat man den Schwammnachweis dadurch erbracht,daß polierte Flächen mit Lauge angeätzt wurden, davon ein Lackfilm herstellte und die entstandenen Profile (unterschiedliches Lösungsverhaltender der Schwammnadeln zur Matrix ) analysierte.So konnten bestenfalls noch die Arten bestimmt werden.Geht aber nur wenn biol.Material erhalten und nicht völlig umgewandelt ist.Wegen des einen Stücks würde ich auch nicht den Aufwand betreiben.
Glück auf Günter

Offline Sonnenberg

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Re: Achatvarietäten aus Deutschland
« Antwort #929 am: 08 May 10, 13:32 »
....ein Hallo an  alle - die hier mitwirkten,um das Problem aufzuklären; ich denke - bzw. stimme mal mit dem überein,was Günter so schreibt.
Lockerlassen werde ich nicht ,ich habe noch einen ausstehenden Termin beim Robert Noll,zwecks Holzbestimmung ( en ) da hin werde ich dieses Teil mitnehmen,denn der Robert hat die Möglichkeiten,ALLES genauestens zu betrachten,dann werde ich das Ergebnis selbstverständlich hier mitteilen,dann ist Allen,die versuchten bei der Aufklärung zu helfen , gedient.
und tschüß
Ulrich

 

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