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Dringend - Wieviel würdet Ihr für diese Proustit-Stufe ausgeben?

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Gast aus Sachsen:
Hallo Schluchti,

ein guter Ruf heisst ja nicht zwangsläufig auch, das diese Leute frei von Irrtümern sind. Wie oft werden Stufen anderen Fundorten zugeordnet, wenn es dafür ein paar Euro mehr gibt...
Das soll jetzt nicht am Ruf des Herrn Färber kratzen, sondern eher dazu anregen, Fundortangaben auch kritisch zu betrachten.

Die letzten Silberfunde inkl. der damit verbunden Minerale liegen für Schneeberg schon weit zurück. Da hier der Silberbergbau über Jahrhunderte dominierte, ist auch im Haldenmaterial kaum etwas zurückgeblieben. Trotz allem gelangen wohl hin und wieder Funde, wenn die WISMUT mal wieder eine Halde durchgearbeitet hat, aber das war in den Fünzigern... Heute muss man froh sein, wenn man mal noch eine mm-grosse Silberlocke findet.

Börsen als Preisbarometer heranzuziehen ist etwas dürftig. Die Leute wollen zwar ihr Zeug verkaufen, aber es ist deswegen keine Mangelware. Als in Schlema die Halden abgetragen und/oder umgelagert wurden, konnte man solche Sachen rucksackweise wegtragen. Eben aus diesem Grund, und weil eben diese Leute noch kistenweise das Zeug im Keller stehen haben, würde ich mir als "Kunde" nicht jeden Preis aufs Auge drücken lassen.

kristallspürnase:
Soso!!

Aber leider werden in Schlema so gut wie keine Halden mehr abgetragen  :'( und das man da Rucksackweise das Zeug mitnehmen Konnte ist mir auch neu ???!! Außerdem wissen die Leute die Kisten von Material noch zuhause haben, was die Sache wert ist und werden bstimmt auch nix zu verschenken haben!
Dennoch ist es schon ratsamer Privatleute, die etwas verkaufen, aufzusuchen, auch wenn das immer schwieriger wird!!

Schluchti:
Hallo Gast aus Sachsen.

ich stimme mit Dir natürlich überein, daß niemand frei von Irrtümern ist. Auch mag es Praxis sein, Fundortangaben zu ändern, wenn es mehr Geld bringt. Allerdings kann ich nicht ersteres, wohl aber letzteres im konkreten Fall recht sicher ausschließen, da ich die Stufe ja als eine aus Schlema kaufen wollte. Von daher hat mich nicht Schneeberg überzeugt, sondern die Stufe an sich.

Die Fundsituation in Schneeberg ist mir durchaus vertraut. Allerdings wurde zu Wismutzeiten in Schneeberg und anderswo kein Wert mehr auf Silbermineralien etc. gelegt, da man so schnell wie möglich so viel Uran wie möglich benötigte und sich nicht mit solchen Nebenprodukten aufhalten konnte.

Und schließlich was nützt es mir, wenn ich eine Stufe haben möchte, daß hunderte Leute kistenweise davon im Keller haben, wenn sie diese nicht verkaufen. Ich kann mich nur nach Marktpreisen richten.  Auch mein Vater hat noch ein paar Kisten mit Leckereien aus Wismutzeiten auf dem Boden stehen, aber er würde diese nie verkaufen. Also ist dieses Zeug gebunden und für den Markt nicht existent.

Da mir hier auch zwei mit der Materie bestens vertraute sächsische (erzgebirgische) Sammler, auf deren Urteil ich viel Wert lege die Angemessenheit bestätigt haben habe ich nach wie vor ein sehr gutes Gefühl bei der Sache. Aber wie gesagt, ich bin immer auf der Suche nach einer besseren Stufe und so ruhig immer her mit guten Angeboten.

In diesem Sinne Glück Auf! 

Gast aus Sachsen:

--- Zitat von: Schluchti am 02 Jan 05, 10:39 ---Hallo Gast aus Sachsen.


Die Fundsituation in Schneeberg ist mir durchaus vertraut. Allerdings wurde zu Wismutzeiten in Schneeberg und anderswo kein Wert mehr auf Silbermineralien etc. gelegt, da man so schnell wie möglich so viel Uran wie möglich benötigte und sich nicht mit solchen Nebenprodukten aufhalten konnte.
--- Ende Zitat ---

Wo nichts ist, kann auch die WISMUT nichts mehr versauen. Mehrere Jahrhunderte Silberbergbau, bei denen auch immer wieder die alten Halden noch mal durchgeackert wurden, z.B. beim Umstieg auf die Kobaltgewinnung, lassen nicht viel Silber im Haldenmaterial erwarten.


--- Zitat von: Schluchti am 02 Jan 05, 10:39 ---Und schließlich was nützt es mir, wenn ich eine Stufe haben möchte, daß hunderte Leute kistenweise davon im Keller haben, wenn sie diese nicht verkaufen. Ich kann mich nur nach Marktpreisen richten.  Auch mein Vater hat noch ein paar Kisten mit Leckereien aus Wismutzeiten auf dem Boden stehen, aber er würde diese nie verkaufen. Also ist dieses Zeug gebunden und für den Markt nicht existent.
--- Ende Zitat ---

Das sollte nur ein kleiner Tip sein, das man sich nicht alles aufs Auge drücken lassen sollte. Im Zeifelsfall kann man immer mal was schönes ertauschen, oder hat gute Freunde die einem einen guten Preis machen.



--- Zitat von: Schluchti am 02 Jan 05, 10:39 ---Da mir hier auch zwei mit der Materie bestens vertraute sächsische (erzgebirgische) Sammler, auf deren Urteil ich viel Wert lege die Angemessenheit bestätigt haben habe ich nach wie vor ein sehr gutes Gefühl bei der Sache. Aber wie gesagt, ich bin immer auf der Suche nach einer besseren Stufe und so ruhig immer her mit guten Angeboten.
--- Ende Zitat ---

Ok, ich bin nun also ein sächsischer Sammler, der auch mal das Gegenteil behauptet. Ich kann damit leben, weil ich weiss, das die Leute mit sächsischen Mineralen über den Tisch gezogen werden, wenn sie geblendet über die Börsen gehen. Beste Beispiele sind die relativ neuen Mineralien aus Schneeberg vom Roten Berg: Davon gibts viel auf Börsen zu sehen, doch ob es das ist, was drauf steht, ist häufig sehr zweifelhaft. Aber das schweift nun zu weit vom Thema ab.

Schluchti:
Ja, Deine Motive sind ja auch ehrenwert. Es wird viel Schindluder mit der Herkunftsbezeichnung Sachsen und den klassischen Bergbaugebieten dort getrieben. Ich finde es auch gut, wenn Du eine andere Sicht hast und diese kundtust, das rundet das Bild ab.

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Glück Auf! 

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