@Smoeller:
Ist halt versteinerter Strand. Stell dir einfach vor, die Muschelschalen am Strand würden mit dem sie umgebenden Sand verbacken. Das passiert über Jahrtausende hinweg durch eindringende Lösungen.
Du meinst das, was man als "beach rock" bezeichnet, also ein Gestein, das zu seiner Verfestigung keiner Versenkungsdiagenese bedarf und das direkt am Sandstrand entsteht? Deren Formierung ist zwar im Detail immer noch umstritten (die Zementation soll durch den Kontakt von Süß- und Meerwasser ausgelöst werden), allerdings gibt es rezente Beobachtungen, denen zufolge die Bildung eher im Jahres- oder Jahrzehntezeitraum als in größeren Zeiträumen abläuft.
Das abgebildete Stück sieht mir aber eher nicht wie ein Sandstein (nicht mal ein karbonatischer), sondern eher wie ein Kalkstein mit gewissem Ton- oder Kerogengehalt (-> Färbung) aus. Benjamins Beschreibung interpretiere ich so, dass es eine homogene Matrix ohne erkennbare Körnchen ist. Bei beach rocks erkennt man die Sandmatrix aber deutlich.
Als Ablagerungsraum kommt der Strand direkt damit nicht in Frage. Auch tendieren Seeigelgehäuse in der Brandung dazu, sehr schnell zu zerfallen - meist immer vor der endgültigen Einbettung -, während sie z. B. im subtidalen Bereich durch Strömungen an einer Stelle angereichert werden können und dort auch gut erhaltungsfähig sind.
Interessant wäre eine genaue Angabe, wo in NZ die Stücke gefunden wurden ("ein Steinbruch in Deutschland" wäre auch keine befriedigende Fundortangabe).
Ein Gneisfund
und ein Fund eines fossilhaltigen Gesteins lassen mich vermuten, dass an dem Strand durch einen Fluss oder eiszeitliche Gletscher Gesteine aus einem größeren Einzugsgebiet zusammengetragen wurden. Beides nebeneinander direkt am Strand anstehend kann ich mir nämlich schlecht vorstellen... Aber wie gesagt, ohne genaue Ortsangabe bleiben das alles nur Vermutungen.
Gruß,
Rainer