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Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
joy:
Hallo jayjay,
ein wirklich toller Beitrag, der einerseits Einblick in dein Fotosetting gibt, andererseits aber auch noch eine gelungene Anleitung für den Umgang mit Photoshop und das Freistellen von Mineralien darstellt.
Mein Fotosetting besteht aus einem selbstgebautem vertikalem Stativ, welches Einstellungmöglichkeiten im Zehntelmillimeterbereich hat. (siehe Bild 3). Als Lichtquelle verwende ich mit Gleichstrom betriebene Niedervolt-Halogenlampen (35W). Zur schattenfreien Darstellung und Vermeidung von starken Reflektionen dient das an den Lampen angebrachte Pauspapier (siehe Bild 4). Die Lampen sind an einem selbstgebauten (40cm)³ messenden Holzgestell festgeklemmt. Manchmal verwende ich auch noch die Energiesparlampen um eine gleichnmässige Ausleuchtung bei grösseren Mineralien erzielen zu können.
Ich verwende eine Canon EOS 350D und ein Canon EF-S 60mm USM Objektiv zur Aufnahme. Wird ein kleinere Bildbreite benötigt, so kommt zusätzlich die Raynox Vorsatzlinse MSN-202 zum Einsatz. In diesem Fall zahlt sich die Einstellungsmöglichkeit am Stativ in Zehntelmillimeterschritten aus. Ich verwende beim Fotografieren insgesamt einen kleinen Blendenwert (3.5-4.5). Hierdurch bin ich zwar gezwungen mehrere Aufnahmen zu machen, die ich dann als Stapelaufnahme verarbeite. Die Vorteile hiervon sind aber, dass der Hintergrund (weisser oder schwazer Stoff) nicht im Schärfebereich liegen und die Bildschärfe meiner Meinung nach am grössten ist. (Huygenssches Prinzip, Brechung)
Zur Bildbearbeitung:
Um die Schärfebereiche der Bilder miteinander zu verrechnen, benutze ich die Software CombinZP. Führe erst den Schritt "Align and Balance" aus und dann "Do Stack"
Bei der Verwendung eines dunklen Hintergrunds hat man grundsätzlich weniger/keine Probleme mit dem Schattenwurf des Lichts an den Mineralien. Anders sieht es mit einem weissen Hintergrund aus. Hier muss man schon ein wenig tüfteln, damit das Licht relativ gleichmässig den zu fotografierenden Bildausschnitt ausleuchtet.
Hierbei hilft es die Lichtquellen so zu orientieren, dass sich immer ein Paar gegenübersteht. Kommt man hiermit nicht zu dem gewünschten Erfolg muss man sich mit Photoshop (und andere) Abhilfe schaffen. Ich verfahre hierbei so wie jayjay, indem ich entweder mithilfe des Zauberstabwerkzeugs in Photoshop das Mineral umfahre und dann die Auswahl umkehre und den weissen Hintergrund aufhelle oder indem ich zunächst das Mineral umfahre, die Option Kante verbessern nutze, dann die Auswahl umkehre und die Option Fläche füllen benutze. Jenachdem wie es einem persönlich gefällt, kann man zusätlich Lichteffekte oder Ähnliches hinzufügen.
joy:
Bild 3 + 4
joy:
So hier die Ergebnisse:
Bild 1: Pyromorphit Mechernich
Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
joy:
so und hier noch eine Aufnahme von mit Originalhintergrund.
Donat:
Hallo,
Toller Bericht.
Ich selbst fotografiere nicht so aufwendig. Aber ich habe die Erfahrung gemacht das sich zum Freistellen von Mineralien ein blauer oder grüner Hintergrund am besten eignet. Was auch in der Filmindustrie so praktiziert wird.
Und zum Freistellen benutze ich das Programm "Play With Pictures". Ein reines Freisteller-Programm.
Gruß
Donat
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