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Autor Thema: Eisenhydroxyde  (Gelesen 1928 mal)

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Offline uwe

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Eisenhydroxyde
« am: 31 Oct 09, 08:45 »
In den meisten als Limonit bezeichneten Stücken  ist Goethit und Lepidokrokit eine Mischung. In kristalliner Form lassen sich beide Minerale relativ gut unterscheiden. Radialstrahlige Kugeln oder Nadeln sind wohl Goethit, während Plättchen mit rotem Stich Lepidokrokit sind - nehme ich an. Kann man das so generell sagen ?

Wie ist das aber mit beiden Mineralen in derber Ausführung? Auf einer Probe habe ich neben einer Goethitkruste auch matte und mittelbraune derbe Partien sowie glänzende, pechschwarze rot durchscheinende Partien. Ist es hier korrekt, ersteres als derben Goethit und letzteres als derben Lepidokrokit anzusprechen? Oder kann man beide Minerale in derber Form visuell gar nicht unterscheiden? Das matte, mittelbraune kann auch stark mit Eisen verfärbter Quarz sein, denn es zieehen sich sehr schmale Achatadern durch das Stück,

Was sagen die Freunde, welche so etwas mal studiert haben dazu?

Gruß
Uwe

Offline smoeller

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Antw:Eisenhydroxyde
« Antwort #1 am: 02 Nov 09, 11:09 »
Hallo,

Ist leider sehr schwierig. In kristalliner Form ist es recht leicht. Lepidokrokit bildet meist hämatitähnliche (farblich), aber viereckige (Hämatit: sechsseitig) Kristalle oder braunrote strahlige Aggregate mit blendeartigem Glanz, die typischen braunen Glasköpfe mit strahligem Bau und nadelige braunschwarze xx sind in der Regel Goethit. Die angesprochenen pechartigen, durchscheinenden Massen und kleine hochglänzende Kügelchen (manchmal  ähnlich Pechblende) sind meist amorphes Fe-Hydroxid (Siderogel). Dazu kommen in seltenen Fällen noch Akaganéit und Ferryhydrit (bisher sind beide in D vor allem von der Grube Clara nachgewiesen, dazu auf Schlacken von Joldelund). Ohne XRD ist eine eindeutige Bestimmung der Phasen in Limonit, der keine Kristalle zeigt, kaum sicher möglich.

Glück Auf!
Smoeller

Offline uwe

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Antw:Eisenhydroxyde
« Antwort #2 am: 02 Nov 09, 15:18 »
Hallo Sebastian,

danke für Deine Antwort. Das mit den viereckigen Lepidokrokittäflechen war mir so nicht gläufig.

Gruß
Uwe

 

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