Toll die Diskussion,
von wegen der "euphorischen" Bezeichnung Phantom. Ich vermute, auch an den Phasengrenzen eines Polykristalles (z. b. Silizium einer Solarzelle) wird es Änderungen der Zusammensetzung geben.
Die Bildung eines Kristalles stelle ich mir immer wieder auch als Gleichgewichtsreaktion i. s. Auskristallisieren (Gleichung läuft nach rechts) Lösen (Gleichung läuft nach links) von
a(gelöst) + b(gelöst) <---> ab(fest) *
bei a und b stehen die Konzentrationen (genauer Aktivitäten), wobei hohe Konzentrationen in Lösung die Bildung eines Kristalles beschleunigen. Beim Abkühlen geht es bevorzugt nach rechts. Wenn die Alaunlösung schnell abkühlt, werden die Kristalle schnell aufgebaut, wobei Lösungsmittel und die übrigen Komponenten mit eingebaut wird und auch energetisch weniger stabile Formen sich bilden (z.b. Kantenwachstum statt Flächenwachstum). Die Kristalle sind dann auch weniger schön, als wenn es schön langsam vorangeht. Oder man mag Phantome, (siehe Einleitung), dann ist die Bewertung des lieben Betrachters umgekehrt.
jürgen lange
* sorry für den falschen pfeil, habe keinen anderen .......