Hallo,
auch 2013 wieder eine typische Gropiusstadt-Börse. Der Samstag auch wie immer: das geneigte "Fachpublikum" klappert den Pflichtbesuch ab, man quatscht drei Worte und das war´s. Gekauft wird nix, angeboten aber auch so gut wie nix. Käufer, Verkäufer, Angebot, allesamt gut vertraut seit sicher 15 Jahren. Man kennt sich eben. Die Leute werden älter, die Steine bleiben frisch. Der Rest mehr oder weniger interessierte Laufkundschaft Marke Otto Normalpublikum.
Der Sonntag wird vornehmlich von letztgenannten bestimmt. Allerdings war es an beiden Tagen sehr voll, vielleicht trieb der leichte Schneefall und die zunehmende Kälte die Leute ins muggelige Warme...
Ich war als Aufsicht an einem Vereinsstand dort. Lustig war´s schon. Zunächst befeuert von einem kühlen Bier (Dank geht raus an Frank!), später von allerhand Leuten, die doch mal das ein oder andere wissen wollten.
Tja, aber etwas stimmt nachdenklich. Weder die von uns angebotene, teilweise sehr seltene Clara-Systematik (Arsentsumebit, Carbonat-Cyanotrichit und co.) noch gute Klassik wie Kermesit oder Strontianit von Bräunsdorf hat sich auch nur ein Mensch angesehen. Von Kaufabsicht mal ganz zu schweigen... Aber siehe oben, diese Börse ist halt a bisserl anders.
Wie´s geht, zeigte der Nebentisch. Aufgemacht nach dem Muster: Wir bauen uns eine bunte Mineralien- und Fossilienhalde, war er in meinem Sichtfeld der erfolgreichste Platz. Da kamen auch die drumherum gruppierten Stände mit "Buntiten", Anschliffen etc. nicht mit. Einfach alles aus dem Keller auf einen Tisch gekippt (nicht ordentlich hinlegen!) und die Leute kommen, fragen, kaufen. Beleuchtung muss auch nicht sein, das stört nur die Grabbeltisch-Atmosphäre. Was mich dran fasziniert: ich beobachte das ja nun schon Jahre und es ging immer. Irgendwas macht man falsch...
Gruß
Andreas