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Autor Thema: Heimatlose Mineralien  (Gelesen 15384 mal)

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Offline Ralf

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #15 am: 03 Dec 04, 19:16 »
Wer zu diesem Thema näheres erfahren möchte kann über Google nach Jos-Plateau suchen. Da gibts ne Menge Infos, meist allerdings in englisch.

Offline Collector

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #16 am: 03 Dec 04, 21:56 »
Hallo Ralf

wo bitte gibts Amethyt in Laterit in Namibia ( Dein Zitat) ?

Das Jos Plateau ist ja in Nigeria ( 3500 km nördlich) und nicht in Namibia ?

collector

Offline Ralf

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #17 am: 04 Dec 04, 10:45 »
Booooaaaahh.... Jetzt hab ich´s gemerkt. NIGERIA nicht Namibia. Tschuldigung !!!!! Kein Amethyst in Laterit aus Namibia !!!! :-[

Offline McSchuerf

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #18 am: 04 Dec 04, 18:49 »
Zitat
Amethyst kommt als Gangart vom Jos-Plateau in Zentral Nigeria.

Du hattest doch NIGERIA richtig geschrieben und nicht Namibia. Verstehe jetzt nicht ganz, wo der Fehler liegen soll ::)

Und ich sprach auch von Nigeria, als ich von meinem Gahnit sprach.

Peter

Offline Collector

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #19 am: 04 Dec 04, 19:02 »
Hallo,

nun das Zuordnen von Fundorten anhand von Bildern ist schon kritisch. Aber manchmal gehts.

1.) Amethyst
Erinnert aber stark an Material aus Namibia. Wenn die braune Kruste rötlicher Laterit ist, kommts mit Sicherheit von dort.

Hallo McSchuerf,

hatte mich nur auf das o.a. Zitat von Ralf bezogen.

Schönen Abend
collector

Offline Ralf

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #20 am: 05 Dec 04, 00:37 »
Ich hatte ganz am Anfang versehentlich Namibia geschrieben. Erst bei dem Bild habe ich Nigeria geschrieben.
Also nochmals, vergesst Namibia !!!
Gruß
Ralf

Offline Philip Blümner

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #21 am: 05 Dec 04, 07:03 »
Hallo Ralf!

Der ist dann bestimmt von dort!

Vielen Dank
slugslayer

Offline geomueller

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #22 am: 05 Dec 04, 12:33 »
Hallo alle,

ich wollte mich eigentlich aus diesem Thema ganz raus halten, weil ich es für unmöglich und unseriös halte auf Grund eines Bildes auf den Fundpunkt eines Minerals zu schließen und dann noch weltweit. Das dürfte nur in ganz wenigen Ausnahmefällen gelingen.

Mir ist es total unklar wie man auf Grund des unscharfen schlechten Bildes dieses Amethystes auf irgend einen Fundpunkt schließen kann. Der könnte überall her sein, allein im Erzgebirge fallen mir da einige Fundpunkte ein. Für die Fluoritbilder trifft das gleiche zu, zumal der Fluorit ohne Matrix ist.

Also sorry, aber das musste ich jetzt mal los werden. Noch viel Glück beim Raten wünscht,

Jürgen
« Letzte Änderung: 05 Dec 04, 12:35 von geomueller »

Offline Ralf

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #23 am: 05 Dec 04, 16:31 »
Hi Jürgen,

grundsätzlich hast Du ja recht, insbesondere bei den Fluoriten. Der Goshenit ist jedoch absolut typisch und eine Bestimmung in diesem Fall, auch mittels Photo, absolut seriös. Beim Fluorit hast Du recht, der kann - wie ich schon schrieb - von überall kommen. Vergiß aber bitte nicht, das es auch eine Ausschlußbestimmung gibt. So kann man mit Sicherheit ausgrenzen, daß der Amethyst aus China kommt. Das Photo reicht jedoch auch aus, Ihn in Verbindung mit evtl. vorhandenem Laterit als aus Nigeria stammend zu vermuten. Laterit aus dem Erzgebirge ist mir wiederum nicht bekannt. Natürlich kann man darauf keinen Eid schwören.
Aber wie gesagt ist auch der Ausschluß von möglichen oder angeblichen Fundstellen eine Hilfe beim bestimmen.
Eine gewisse Portion Skepsis ist zwar nicht unangebracht, aber verteufeln sollte man das auch nicht. Die Bestimmung von Mineralien anhand von Bildern grundsätzlich als unmöglich und unseriös zu bezeichnen zieht letztendlich diesem Forum den größten Teil seines Bodens weg.

Offline geomueller

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #24 am: 05 Dec 04, 17:42 »
Die Bestimmung von Mineralien anhand von Bildern grundsätzlich als unmöglich und unseriös zu bezeichnen zieht letztendlich diesem Forum den größten Teil seines Bodens weg.

Hallo Ralf,

ich habe nicht von der Bestimmung von Mineralien von Fotos gesprochen, sondern von der Zuordnung eines Fundpunktes ;).

Wenn das alles so einfach wäre würde es kaum einen solch großen Betrug mit falschen Fundortangaben auf Börsen geben, schließlich kann man mit bestimmten Mineralien von bestimmten Fundpunkten sehr viel Geld verdienen. Ich sage nur Roselith aus Schneeberg der ist für normale Sammler kaum bezahlbar. Roselith aus Marokko gibt es dagegen fast umsonst.

Jürgen

Offline Collector

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #25 am: 05 Dec 04, 18:07 »
Hallihallo Jürgen,
doch noch eine gute Nachricht am Sonntagabend!

Super ! Wo gibts den Roselith aus Marokko fast umsonst ? Nicht wie hin ! Ich suche immer fast kostenlose Mineralien, besonders die seltenen !

Ich habe vor wenigen Wochen, selbst vor Ort in Marokko, keine einzige brauchbare Roselithstufe unter 70-200 Euro gesehen ! In München gabs Roselithe von Marokkanern zum etwa gleichen Geld und bei deutschen Händlern ab 150 Teuro sogar aufwärts !
(wenn ich brauchbar sage, dann meine ich Stufen von ca. 5x5 - 5x8  cm Matrix mit mind. 20 % Kristallisation und unbeschädigten Kristallen ).

gruss
collector



Offline Philip Blümner

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #26 am: 05 Dec 04, 21:16 »
...auf Grund des unscharfen schlechten Bildes dieses Amethystes...

Vielen Dank für die Direktheit geomueller.

Also ich glaube Ralf und Peter und wer sonst noch mithalf, dass er aus Nigeria stammt.
Ein Versuch war es wert mit den anderen Mineralien. Hat halt nicht geklappt. Was soll's?
Mich interessiert der FO eh nicht wirklich.
Wäre eine nähere Bestimmung durch aufwendiges Zuschicken erfolgreicher?

Gruß
slugslayer

Offline Ralf

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #27 am: 06 Dec 04, 00:27 »
Auf die Gefahr hin, daß es in eine Grundsatzdiskussion ausartet, dennoch.....

Grundsätzlich ist eine Bestimmung nach Bildern, ganz gleich ob es sich um eine Mineralart oder einen Fundort handelt, fast immer kritisch zu betrachten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber es gibt solche Ausnahmen. Als gelernter Micromounter kann ich sogar behaupten das eine Mineralbestimmung ohne Analyse, selbst wenn ich das Stück vor Augen habe, sehr oft höchst spekulativ ist. Oft ist hier der Wunsch Vater des Gedankens. Nur Beispiele: Vertumnit- Strätlingit, Roedderit-Eifelt, Jennit-Ettringit, Jacobsit-Magnetit und,und,und.....
Da ist die Zuordnung von Fundorten, resp. der Ausschluß selbiger - nicht immer, aber meist - einfacher. Zumindest wenn man die Lagerstätte genau kennt.
Was den Betrug mit Fundorten angeht, gebe ich Dir z.T. recht. Von Betrug mag ich aber nur reden, wenn der eigentliche Fundort bekannt ist und durch einen selteneren ersetzt wird um mehr Geld zu bekommen. Das dürfte jedoch die Ausnahme sein. Mehrheitlich ist es wohl Unwissenheit oder Arglosigkeit die zu falschen Fundortangaben führt. Oft habe ich das Gefühl, wir wollen auch besch... en werden. Frag mal einen Marokkanischen Händler nach einem Fundort. Nehmen wir an er sagt Dir " Hoher Atlas ". Bist Du damit zufrieden? Wohl kaum, Du fragst nach wo denn genau. Dann kriegst Du eine Antwort, irgendeine. Weil der Kerl genau weiß das Du nicht kaufst, wenn er es nicht weiß. Er nennt Dir den Namen irgendeiner Kneipe und Du pinnst das zufrieden an Deine Stufe. Super.
Klammern wir den Betrug mal aus, sollte man die Mentalität,die wirtschaftlichen Zwänge und die Umstände des Mineralienhandels im Ursprungsland des Verkäufers nicht außer Acht lassen.
Fazit: Nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten muß an jede Stufe die man nicht selbst gefunden hat und die nicht bis in Detail analysiert ist ein Fragezeichen machen. Punkt.  Wie stark man nun den wissenschaftlichen Faktor in sein Sammelverhalten einbezieht ist doch jedem selbst überlassen.


Ralf

Ach ja, Marokko. Ob man in Mibladen oder in Dortmund zu einem marokkanischen Händler gehst ist völlig Schnuppe. Wenn er sie in Mibladen nicht für seinen Preis verkauft, verkauft er sie in Dortmund oder München oder sonstwo. Die Burschen sind längst international organisiert. Nur selber sammeln bringt Freude, ist aber nicht ganz unkritisch.

Offline geomueller

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #28 am: 06 Dec 04, 17:44 »
Super ! Wo gibts den Roselith aus Marokko fast umsonst ? Nicht wie hin ! Ich suche immer fast kostenlose Mineralien, besonders die seltenen !

Hallo Collector,

also meinen marokkanischen Roselith habe ich für 10.-€ auf der Börse in Schlema Oktober 2004 vom Sammler Günter Backmann aus Dresden gekauft. Da ich nur KS sammle reicht mir die Stufe 35 x 35 mm, mit einer Druse 15 x 10 mm, vollkommen mit unbeschädigten Roselithkristallen besetzt (größter X 6 mm) aus. Wenn das Stück aus Schneeberg wäre hätte ich min. 100.- € bezahlen müssen.

Der gleiche Sammler hatte auch zwei größere Stücke, gut besetzt mit gut kristallisiertem Roselith, für unter 40.- € (die genauen Preise weis ich nicht mehr).

Jürgen

Offline Schluchti

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Re: Heimatlose Mineralien
« Antwort #29 am: 06 Dec 04, 18:21 »
Ja, zum Thema Roselith kann ich nur beipflichten.

Habe bei einem österreichischen Händler über ebay eine Stufe von marokkanischem Roselith von den Maßen 6,5 x 5 cm mit klaren, unbeschädigten Kristallen in zwei Drusen mit einem Flächenanteil von etwa 50 % der Ansichtsfläche für 15 EUR erworben.

Ein MM von Schneeberger Roselith mit einem einzigen Einzelkristall (nicht unbeschädigt, eher schon derb) von etwa 1mm kostete mich bereits 9 EUR.

Habe auch schon eine kleine Stufe etwa 2 x 3 cm von derben (!) Roselith aus Schneeberg gesehen (da waren wohl mal Kristalle dran, übrig blieb aber von der Verwitterung nur ein derber Überzug), die 75 EUR kostete. Ein Handflächengroße Stufe mit ein paar schönen Kriställchen ist nach Aussage des Händlers von ihm kürzlich für 450 EUR verkauft worden.   

 

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