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Nebenverdienst
Daachhex:
Also, ich habe mir heute Nacht mal Gedanken gemacht. Es ist ja so schwer für einen Laien eine
Steinbestimmung durchzuführen. Wie wäre es denn, wenn sich zwei oder drei Fachleute zusammenschließen und auf Nebenerwerbsbasis eine kleine Firma gründen. Dorthin schicken die
Sammler dann im Winter ihre undefinierbaren Steinchen ( evtl. 10 - 20 im Karton ) mit einem Foto von jedem Stein (und näheren Angaben, z.b. Fundstelle usw.) auf dem sie einkreisen, welche Stelle von dem Stein (da ja oft mehrere Mineralien vorhanden sind) sie wissen wollen.
Die kleine Firma ist ja für diese Auskünfte ausgebildet und kann sicher schon bei vielen Steinen beim einfachen Sichten sagen: Das ist Siderit, das ist Pyrit, daß ist Quarz usw. usw. Dann macht sie evtl. auch noch ein Foto, wo sie dies dokumentiert. Alles wieder eingepackt in denselben Karton, mit demselben Verpackungsmaterial und mit der "Bescheinigung" und der "Rechnung" zurück an den Absender. Zu der Rechnung, na ja, sie dürfte sicher nicht zu hoch sein. Wenn natürlich auch noch bestimmte Untersuchungen durchgeführt werden müssen, ist der Preis natürlich
höher. Das kann man ja in einer Preisliste dokumentieren. Ich würde auf jeden Fall so etwas ab und zu in Anspruch nehmen. So und jetzt nicht so viele Spötter und ab die Post !
guefz:
Hallo,
für rein optische Bestimmungen sollte man zu einem Bestimmungsstand auf der nächst-besten Börse gehen oder zu Bekannten, die sich damit auskennen. Für richtige Analysen gibt es bereits eine ganze Reihe mehr oder weniger kostenpflichtiger Adressen.
Günter
TKMineral:
Hallo!
Da wäre aber auch das Problem, das man viele Mineralien visuell schon garnicht bestimmen kann bzw. bei manchen Sachen optisch Verwechslungsgefahren bestehen und man daher dann auch Gerätschaften braucht (bzw. Partner, die sowas haben und durchführen können) um EDX (Energiedispersive Röntgenspektroskopie) und XRD (Röntgendiffraktometrie) für eindeutlige Ergebnisse zu erlangen.
Gruß
Thomas
Bergbaumaulwurf:
Glück Auf!
Auch wenn es etwas Altmodisch klingen soll. Dafür gibt es doch Mineralienvereine und es es ist schön sich gegenseitig helfen zu können und sich aber auch weiterzuentwickeln. Es muss keiner so im stillen Kämmerlein für sich dahinsammeln. Muss selber sagen das ich im Geraer Mineralienverein sehr gut aufgehoben bin. Monatlich finden sehr starke und gute Vörträge statt. Eine Stunde vorher ist Treffen und dank der Ausrüstung und der Mitglieder ist hier immer für Hilfe gesorgt.
Also wer in der Nähe wohnt ist dazu Herzlichst Eingeladen. Termine unter Geraer Mineralienfreunde bzw Verein zu finden. Der nächste Vortrag ist am 22.01 und am 23,01 ist von 10-15 Uhr eine Tauschbörse im Naturkundemuseum.
Bergbaumaulwurf
triassammler:
Hallo,
der Gedanke von Hiltrud ist mir auch schon früher mal gekommen - für Fossilien, aber das ist, abgesehen von fehlendem Analyseaufwand, prinzipiell ja das gleiche. Wenn man allein sieht, wie viele Fehl- oder Nichtbestimmungen bei eBay herumgeistern, aber auch bei Händlern, die bei Sammlungsankäufen nicht jede einzelne Angabe zu einem Stück gewissenhaft prüfen können, ganz abgesehen von völlig fehlenden Angaben... Sinn macht so etwas vor allem, wenn man zur Bestimmung eine Wertschätzung liefern kann, denn der Kunde ist nicht der Sammler oder völlige Laie (der geht, wie richtig bemerkt, auf Börsen oder lässt sich im Verein helfen) sondern jemand, der ein Interesse daran hat, mit möglichst genauen Angaben zum Stück einen guten Preis zu erzielen.
Problem Nr. 1 sehe ich im Versand: Mit Fotos kriegt man vielleicht die Standardsachen bestimmt, für den Rest müsste man sich die Stücke zuschicken lassen oder selbst vor Ort kommen. Jeder weiss, dass man gerne schnell eine Mail schickt, aber wesentlich weniger gern schnürt man ein Paket und bringt es zur Post, vom Porto ganz abgesehen. Da vor allem der völlig unbeleckte Kunde keine Ahnung hat, ob sein Stück nun 1 ct oder 1000 € wert ist, wird er sich scheuen, für die Bestimmung auch noch Geld zu investieren.
Problem Nr. 2 ist die Reputation und Kundenmenge: Irgend ein Zertifikat, ausgestellt von der Hans Müller GmbH, macht nicht viel her. Dafür kann man keine hohen Rechnungen stellen, und es ist auch nicht so, dass in jedem deutschen Keller kistenweise unbestimmtes Material lagert und nur darauf wartet, zur Bestimmung eingeschickt zu werden. Zahlreiches Kleinvieh, das reichlich Mist macht, erwarte ich da nicht. Schlussendlich wird man doch wieder auf Börsen präsent sein und für sich werben müssen. Und dann hat man nebenan den kostenlosen Bestimmungsstand, und die Leute fragen sich, was das soll.
Ingesamt denke ich, dass der Aufwand, der hinter der Idee steckt, deutlich größer ist als es das simple Motto "Sie schicken es, wir bestimmen es" vermuten lässt. Dann lieber gleich so ein Laden, bei dem die Leute ihre Sachen für eBay einliefern.
Gruß,
Rainer
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