Hallo,
Die Farbe bzw. Intensität hängt von der Art und Wertigkeit der Fremdionen sowie deren Umgebung im Kristall ab (Kristallfeldtheorie). Je nach Wellenlängenbereich der eingestrahlten Strahlung werden bestimmte Wellenlängen verschluckt oder angeregt.
Calcit kann z.B. Mn einbauen (wohl Mn2+), das für die rosarote bis rote Fluoreszenz verantwortlich ist.
Andere generell in fluoreszierenden Mineralen mögliche Fremdionen sind Sr2+ oder Ba2+, auch Uran (+4 oder +6 in den meisten geologisch relevanten Umgebungen) kann Fluoreszenz auslösen. Dazu kommen noch Zn, tw. Pb (2+ oder 4+), Mg2+, Cr3+ und einige andere. Wichtig ist, dass keine Fluoreszenzunterdrücker (Quencher) wie Fe oder Cu vorhanden sind.
Der rote Kristall wird eindeutig durch Mn2+ hervorgerufen, das Ca2+ substituiert (leichter Mischkristall mit Rhodochrosit), das grüne ist schwieriger. Möglich wäre Zn oder U, wobei Zn2+ in das Calcitgitter passt (MK mit Smithsonit), auch wenn der Einbau begrenzt sein dürfte, aber wir reden hier eh über ppm.
Aus dem Kaiserstuhl (Stbr. V am Orberg bei Schelingen) sind grobkörnige Karbonatite bekannt, bei denen die Calcite benachbarter Lagen auch rote und grüneFluoreszenz zeigen. Leider fehlt mir so ein Teil noch.
Glück Auf!
Smoeller