Hallo,
jetzt sitze ich mal am eigenen PC und sehe in den Dateien nach, ob ich irgendwelche Analysen zu den angesprochenen Fundorten finde. Dies ist zu mein Kenntnisstand:
Graulai /Eifel, ebenso Bellerberg: Chabasit-Ca, meines Wissens unpubliziert, Hr. Blaß sollte es genauer wissen.
Zeilberg: Dachiardit-Na, weiße dünntafelige xx bis 5 mm, ist sicher nachgewiesen, siehe TSCHERNICH 1992, S.134, zit. auch in Lapis 11/98. Einen Nw. von Dachiardit-Ca kenne ich aus der Literatur nicht.
Erionit/Sasbach: Wise und Tschernich (1976) beschreiben Erionit, interpretiert man ihre Analysendaten gemäß der Neudefinition der Zeolithe von 1997, dann liegt nur Offretit vor.
Erionit, Langd: die aktuellste mir bekannte Publikation (Zeolithe. extraLapis No. 33) nennt nur Offretit.
Ortenberg: Erionit-K ist analytisch belegt, der dabei gefundene, recht hohe Na-Gehalt läßt auch Erionit-Na für diesen Fundort als möglich erscheinen
Erionit von Gedern ist nicht analytisch belegt, nur Offretit. Die Publikationen zu Erionit beruhen auf mikroskopischen Untersuchungen, die zur Abgrenzung von Offretit nicht tauglich sind.
Gmelinit: Zeilberg/ Bayern. Ich kenne weder zu Gmelinit -K noch zu Gmelinit-Na eine Analyse. Darf ich fragen, woher Deine Information stammt?
Vielau: Heulandit-Ca ist analysiert, nicht publiziert, Gemenge mit Fe-O, rote Kristallfragmente auf Matrix. Ich frage mich allerdings, wie man bei dem Eisengehalt eine Ca-Vormacht sicher beweist ....
Gelbe Birke/Erzgebirge ist die "Typlokalität" des diskreditierten Epidesmins. Er ist identisch mit Stilbit-Ca oder Stellerit, oder es handelt sich um Verwachsung von Stilbit-Ca + Stellerit. Da sind sich die verschiedenen Autoren durchaus nicht einig. Die aktuellste mir bekannte Veröffentlichung (Steckbrief Stilbit 4/2004) gibt an Stilbit.
Zu den übrigen genannten Fundorten und Zeolithen bin ich nie auf Analysendaten gestoßen. Für jeden zusätzlichen Hinweis würde ich mich freuen. Vielleicht war das eine kleine Hilfe für Dich.
Jürgen