Hallo Tobias,
ich würde angefeuchteten Sand nehmen, wie Du auch schon angedacht hast. Den nimmt man auch für professionelle Versuche zur Tektonik. Gips, Lehm und Wachs verhalten sich in dem Maßstab nicht wie ein "herunterskaliertes" Gestein, sie sind duktil und verändern sich nach dem Maximum der Krafteinwirkung nicht mehr weiter, während in der Tektonik/beim Impakt das Gestein auch noch nach dem Kraftmaximum durch den Kollaps übersteilter Strukturen "weiterarbeitet". Sand bildet das besser ab.
Und ja, Du brauchst ein Luftgewehr.
Sicherlich klappt das nicht gleich beim ersten Versuch, das ganze ist schon etwas aufwändiger, und man muss herumprobieren... Besonders effektvoll wird es, wenn Du dünne, verschiedenfarbige Sandlagen übereinander häufst, an deren Deformation und Durchmischung sich die Auswirkungen dann besonders gut erkennen lassen. Ich würde dazu gefärbten Dekosand aus dem Bastelladen verwenden, der hat einheitliche Korngrößen. Und je feiner, desto besser (auch für das spätere "Aufschneiden" der "Torte").
Ich habe mal einen Versuch beobachtet, bei dem sich anschließend der feuchte Sand ausgezeichnet wie Kuchenstücke entlang der gewünschten Schnittlinien zerteilen und in Blöcken auseinanderschieben ließ. Voraussetzung dafür ist natürlich eine glatte Unterlage. Eventuell kann man die Masse auch irgendwie imprägnieren, um sie zu verfestigen, ich wüsste aber auch nicht konkret, womit.
Gruß,
Rainer