Hallo,
ich habe einem alten Sammler zwei Kisten mit ungedostem Material (ca. 15 kg) abgekauft, das er Ende der 90er Jahre auf der Halde der Grube Silberbrünnle im Haigerachtal (Schwarzwald) gesammelt hat. Er meinte, es würde sich lohnen... Von Silberbrünnle wusste ich nicht viel: bekannt war mir nur der hier sehr gut vorkommende Pseudomalachit. Aus dem Atlas habe ich gelesen, dass aber selbst dieser nicht mehr so oft gut ausgebildet gefunden wird. Gelesen habe ich aber auch, dass hier über 120 verschiedene Mineralien gefunden wurden.
Und was war nun in den Wunderkisten? Ich habe natürlich noch nicht alles geknackt und durchgesehen, kann jedoch schon einiges berichten: Jedenfalls reichlich Pseudomalachit in allen möglichen Ausbildungen. Agardit ist auch häufig dabei; eine Unterscheidung zum gleich aussehenden Zalesiit ist mir nicht möglich. Mineralien der Beudantit/Segnitit- Gruppe hab ich auch entdeckt. Eine 2faustgroße Stufe brachte neongelbe/-grüne Kristalle- hier würde ich in Richtung Thometzekit oder Gartrellit tendieren. Hellgrüne Partien von Bayldonit und Duftit dürften ebenso dabei sein wie die häufigeren Mineralien Malachit, Chrysokoll und Hämatit . Häufig ist bestimmt auch der Goethit in mehreren Ausbildungsformen, schön als hellbraune "Samtblende".
Schaut man sich einige Stufen genauer an, entdeckt man jedoch auch noch andere Mineralien, wo ich dann schnell mit meinem Latein am Ende bin.
So zum Beispiel diese freistehenden Kugeln. Leider recht klein (Bildbreite ca. 1,3mm). Meist nur einzeln in von Goethit ausgekleideten Hohlräumen vorkommend. Hat jemand von Euch von diesem Fundort ähnliches gefunden und es analysieren lassen?
Beste Grüße aus Berlin
franksch