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Autor Thema: blaubleibender Covellin  (Gelesen 2690 mal)

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Offline berthold

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blaubleibender Covellin
« am: 04 May 10, 10:03 »
Hallo,

in der Literatur, auch fremdsprachiger, taucht immer wieder neben dem "normalen" Covellin ein "blaubleibender Covellin" auf. In Mindat und hier im Antlas habe ich nichts dazu gefunden, jedoch bei Wikipedia:
Zitat
Es sind insgesamt drei Varietäten des Covellins bekannt. Der blaubleibende Covellin, der erstmals 1931 von Paul Ramdohr beschrieben wurde, enthält einen Überschuss an Kupfer (68 anstatt 66 Gewichtsprozent Kupfer). Dadurch kommt es zu einer deutlichen Änderung der optischen Eigenschaften. Die Varietät bleibt auch in Wasser und Öl blau und ändert ihre Farbe nicht.

Also, wenn systematisch andere prozentuale Zusammensetzung, andere optische Eigenschaften usw. - dann gehe ich auch von anderer Struktur aus und ist das dann eine Varietät oder (so würde ich vermuten) ein anderes Mineral?

Kennt jemand den aktuellen Stand/Status?

Gruß
Berthold

Offline carsten slotta

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Re: blaubleibender Covellin
« Antwort #1 am: 04 May 10, 10:16 »
Hallo Berthold!

Wenn ich mich recht erinnere, gibts neben dem normalen Covellin noch Spionkopit und Yarrowit...
alles wunderschöne Minerale ;)

Grüßle
Carsten

Offline berthold

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Re: blaubleibender Covellin
« Antwort #2 am: 04 May 10, 10:56 »
Hallo Carsten,

vielen Dank. Mit Deinem Hinweis habe ich auf der IMA-Seite gefunden:

Zitat
The minerals spionkopite and yarrowite were previously called "blaubleibender covellite".

Damit ist alles klar.

Gruß
Berthold

Offline stone87

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Offline smoeller

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Re: blaubleibender Covellin
« Antwort #4 am: 06 May 10, 10:37 »
Hallo,

Ja, blaubleibender Covellin stammt noch aus der Zeit (bis in die 1960-er Jahre), als Erze hauptsächlich mittels Erzmikroskopie bestimmt wurden. Moderne analytische Möglichkeiten wie Mikrosonde, EDX etc. waren damals noch nicht im Einsatz. Man hat Covellin anhand seines auffälligen Verhaltens (Farbwechsel von blau zu violett-rosa) beim Benetzen mit Öl bestimmt. Nun gab es auch ähnliche Minerale, die diesen Farbwechsel nicht zeigten. Mit  Vorbehalt sind dies meist Spionkopit und Yarrowit, in sehr seltenen Fällen kann auch Geerit in derartiger Ausbildung vorkommen. Bei Tests mit Öl (Salatöl reicht) von blauschwarzen Kupfersulfiden unter dem Bino kann man allerdings auch Digenit nicht ausschließen, der ebenfalls blauschwarz bleibt. Da wäre dann "echte" Erzmikroskopie oder besser noch Analytik vonnöten.

Glück Auf!
Smoeller

 

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