Hallo,
Ja, blaubleibender Covellin stammt noch aus der Zeit (bis in die 1960-er Jahre), als Erze hauptsächlich mittels Erzmikroskopie bestimmt wurden. Moderne analytische Möglichkeiten wie Mikrosonde, EDX etc. waren damals noch nicht im Einsatz. Man hat Covellin anhand seines auffälligen Verhaltens (Farbwechsel von blau zu violett-rosa) beim Benetzen mit Öl bestimmt. Nun gab es auch ähnliche Minerale, die diesen Farbwechsel nicht zeigten. Mit Vorbehalt sind dies meist Spionkopit und Yarrowit, in sehr seltenen Fällen kann auch Geerit in derartiger Ausbildung vorkommen. Bei Tests mit Öl (Salatöl reicht) von blauschwarzen Kupfersulfiden unter dem Bino kann man allerdings auch Digenit nicht ausschließen, der ebenfalls blauschwarz bleibt. Da wäre dann "echte" Erzmikroskopie oder besser noch Analytik vonnöten.
Glück Auf!
Smoeller