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Autor Thema: Problem mit der Reinigung von Quarzstufe  (Gelesen 25788 mal)

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Offline Hg

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #15 am: 14 May 10, 14:28 »
Hi,
also Albit sollte von der Oxalsäure eigentlich nicht angegriffen werden.
Die Haut wird von Oxalsäure nicht direkt angegriffen. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Verbindung durchaus auch über die Haut in den Körper aufgenommen werden kann. Also nicht allzu lange drin baden und danach gründlich die Hände waschen oder sogar eincremen  ;)
Gruß,
Andreas

Offline Xyrx

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #16 am: 14 May 10, 17:02 »
Ach so, die HCl nur in etwa 10% anmischen, das reicht völlig fürs Weglösen von Calcit. Und meine Angabe von 2 Monaten für die Prozedur bezieht sich auf meine Erfahrung mit extremen Krusten. Natürlich kann die Sache in wenigen Tagen erledigt sein.

Das Waschen mit Hochruck-Wasserstrahl (jenseits 100 Bar) ist eine gute Idee, lohnt sich bestimmt. Auf Erhitzen würde ich unbedingt verzichten, Quarz macht "Peng", schneller als man sich vorstellen kann.

LG Xyrx

Offline Jochen1Knochen

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #17 am: 14 May 10, 17:04 »
Hallo!
Einen Schuss Phosporsäure zur Oxalsäure dazumischen kann eigentlich auch nicht schaden.Die gibt es 85%ig.Praktisch ein guter Rostlöser .
 Ansonsten sind alle Eisenwaren schwer löslich in Salzsäure-das dauert dann eben seine Zeit.Die Druse hat ja schliesslich auch lange genug auf Dich gewartet :)
Dem Albit dürften die Säuren nichts ausmachen,da sich nur basische Plagioklase mit einem  Albitgehalt von unter40% dabei zersetzen.
Gruß Jens

Offline Goldi85

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #18 am: 14 May 10, 17:12 »
Hallo,

da scheint ja doch eine recht dicke Schicht drauf zu sein. Ich würde an diesen Stellen erst einmal den Sandstrahler ansetzen (bei mikon oder krantz gab es auch mal Strahlmittel, die weich waren- Baryt oder Fluorit- sollte für kompakte Fe-Hydroxide genügen- am besten mal an einem schlechteren Stück testen ) und danach den Calcit runterlösen. Dazu niedrig konzentrierte HCl oder Essig-Essenz (20%) aus dem Supermarkt. Wenn kein Calcit mehr vorhanden ist, mit der Oxalsäure arbeiten, wobei ich hier nur Flüssigkeit mit Zimmertemperatur (am besten eine Stunde stehen lassen) verwenden würde. Mir ist mal ein gut geölter chinesischer Fluorit ohne sichtbare EInschlüsse unterm Wasserhahn zersprungen. Und da war das Wasser nicht mal lauwarm  :P
Sehr schöner Fund so wies aussieht übrigens, hast du vielleicht noch Bilder von den Quarzen in situ?

Gruß  Daniel

Offline Kay

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #19 am: 15 May 10, 01:05 »
Hallo,

am besten lese dir erst einmal das Sicherheitsdatenblatt von der Oxalsäure durch.
Oxalsäure ist sehr toxisch... --> kein Hautkontakt, Einatmen von Aerosol bzw. Staub (falls Kleesalz verwendet wird) etc,
Dieses kannst Du online runterladen.

Michael hat eine der besten Vorgehensweise beschrieben.
Da ich Bergkristalle (viel viel kleiner, glasklar) zusammen mit Calcit reinige,
kann ich dann keine Oxalsäure verwenden. Also nehme ich dann Na-dithionit (gut aber bei dünnen Schichten).
Bei der dicken Schicht hilft wie schon mehrfach beschrieben besser die Oxalsäure.

Bei einer Konzentration von max. 6g Oxalsäure / Liter dest. Wasser wird eigentlich auch der Albit nicht angegriffen.

Viel Erfolg.

Kay

Offline gsiberger

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #20 am: 16 May 10, 11:03 »
Hallo!

Nochmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten - Oxalsäure ist bestellt und kommt am Dienstag.

@ Goldi
Leider kaum Fotos von den Kristallen in situ - wir mussten ja die Kluft ausräumen und waren im Rausch  ;) Da vergisst man das mit den Fotos schnell mal.
2 sind's trotzdem geworden. Kristalle bis 15 cm, Blättercalcit und Albit. Und das Loch ist noch nicht zu Ende  :D

Lg Johannes

Offline Goldi85

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #21 am: 16 May 10, 19:55 »
Solche Fotos finde ich immer wieder interessant, danke fürs zeigen. Dann viel Glück bei der Reinigung  :D

Gruß  Daniel

Offline mineralien-surselva

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #22 am: 18 May 10, 17:29 »
Servus zusammen,

hat jemand schonmal versucht so einen gemischten Hämatit/Calcit/Siderit Überzug mit Königswasser zu entfernen, ist zwar eine recht gefährliche Säure aber sollte doch relativ gut funktionieren, oder?

Viele Grüße und Danke

Offline Jochen1Knochen

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #23 am: 18 May 10, 17:52 »
Hallo!
Königswasser besteht zu 3virtel aus Salzsäure und 1virtel Salpetersäure.Das wird auch nicht viel besser gehen
Gruß Jens

Offline Hg

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #24 am: 18 May 10, 18:15 »
Zitat
hat jemand schonmal versucht so einen gemischten Hämatit/Calcit/Siderit Überzug mit Königswasser zu entfernen, ist zwar eine recht gefährliche Säure aber sollte doch relativ gut funktionieren, oder?

nein, das wird nicht funktionieren. Hämatit (Fe2O3) wird garantiert nicht von einer oxidierenden Säure angegriffen. Die reaktiven Spezies im Königswasser sind atomares (naszierendes) Chlor <Cl> und Nitrosylchlorid (NOCl). Die Wirkung gegenüber Hämatit ist gleich null. Bei Calcit und Siderit reicht bereits verdünnte Salzsäure.
Für den ungeübten Laien gilt Finger weg von Königswasser!
Oxalsäure wirkt hier deutlich besser (reduzierend und komplexierend) und ist bei weitem nicht so gefährlich.
Gruß,
Andreas
« Letzte Änderung: 18 May 10, 18:28 von Hg »

Offline Mineralroli

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #25 am: 18 May 10, 20:00 »
Hallo
So weit meine Informationen sind löst das Königswasser sogar Gold auf.
Für den Laien wirklich nichts.
Beste Grüße
Roland

Offline mineralien-surselva

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #26 am: 19 May 10, 09:40 »
Hallo Andreas,

vielen Dank für die Info! Da fehlt mir eben einfach das Fachwissen...Ich reinige solche Stufen normalerweise auch immer mit Salzsäure oder Natrium-Dithionit. Habe eben nur gehört man löst mit Königswasser sogar Stahl, deshalb hats mich einfach mal interessiert!

Viele Grüße,

Patrick

Offline Krizu

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #27 am: 19 May 10, 10:11 »
Hallo,

Stahl ist fast immer sofort weg ;-)
Das besondere an Königswasser ist das Lösen von Gold...

MfG

Frank

Offline Hg

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #28 am: 19 May 10, 11:17 »
Das Ganze geht jetzt vom eigentlichen Thema/Fragestellung weg, aber noch ein paar Dinge zu den Säuren.
Das Lösen von Eisenoxiden mittels Oxalsäure ist ein Redoxprozess (Reduktion von Fe(III) zu löslichem Fe(II)) und zugleich eine Komplexierung des reduzierten Fe(II) durch die überschüssige Oxalsäure.
Das Lösen von Gold durch Königswasser zu Tetrachlorgoldsäure H[AuCl4] ist wegen der hochreaktiven Spezies möglich, die im Königswasser gebildet werden. Die Redoxpotentiale (Stichwort Spannungsreihe) von Salpetersäure und Salzsäure der einzelnen Komponenten reichen nicht zum Lösen.
Flusssäure wird nicht selten als starke Säure bezeichnet; schließlich kann sie ja Glas oder Quarz lösen. Tatsächlich aber ist sie nur eine mittelstarke Säure und kann oft Metalle nicht lösen. Salzsäure ist diesbezüglich deutlich stärker.
Gruß,
Andreas

Offline Steinmetz

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Antw:Problem mit der Reinigung von Quarzstufe
« Antwort #29 am: 23 May 10, 18:52 »
Ein Versuch mit Phosphorsäure könnte auch nicht schaden!
Habe in den letzten Jahren gute Erfolge damit erzielt.
Allerdings lässt sich damit kompakter Limonit oder gar Hämatit auch nicht entfernen.
Und im übrigen finde ich auch, dass mann nicht alles mit Chemie behandeln sollte!
Jedes Mineral einer Fundstelle hat seinen Charakter und eine gewisse Paragenese.
Dieses sollte man möglichst erhalten.  ;)

Grüsse vom Steinmetz.

 

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