Hallo,
ich bin entsetzt! Obwohl es nicht das erste Mal ist, dass ich solches von Sammlerkollegen höre. Ist mir in dieser Form persönlich noch nie passiert, wohl aber, dass das an einer Stelle angelegte "Fundlager" von anderen Sammlern auseinandergepflückt wurde, weil sie gern sehen wollten, was denn so zu finden sei. Wenn empfindliche Stücke darunter sind, könnte schon mal was kaputt gehen, wenn Fremde daran herumgriffeln. Vollends nervös werde ich, wenn in Tüten hineingeschaut wird... Bisher ließ sich das aber immer überzeugend mit der Neugier unerfahrener Sammler erklären, denen lediglich ein wenig die Manieren fehlten.
Sei es wie es ist, derartige Fundlager gehören für mich zur Privatsphäre des jeweiligen Sammlers. Wenn ich davon was sehen möchte, frage ich den Finder, ob er mir etwas zeigt . Dort etwas wegzunehmen, geht natürlich gar nicht!
Üblicherweise wandern zumindest Topfunde bei mir sofort in den Rucksack, und den habe ich - samt Werkzeug - am liebsten immer auf dem Rücken oder nicht mehr als ein paar Meter von mir entfernt stehen. An stark frequentierten Fundstellen habe ich es nämlich auch schon erlebt, dass manche Leute nicht so genau hinsehen, wohin sie treten, wenn sie die Halde oder Böschung herunterspurten, und dann entweder über den Rucksack latschen oder Schuttlawinen lostreten, unter denen das Werkzeug begraben wird.
Es bleibt zu hoffen, dass derartige Diebe (nun gut, die rechtliche Situation ist grenzwertig, nicht aber die moralische!) mit der Isolation, in die sie sich durch ihr Tun manövrieren, hinreichend gestraft sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie unbeschwerten Spaß an ihrem Hobby haben.
Gruß,
Rainer