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Salziger Tonstein!?
Galenit:
--- Zitat von: triassammler am 22 Jun 10, 20:12 ---Hallo Stephan!
--- Zitat ---Ich habe eine Ähnliche Situation vor kurzem im Perm in Südfrankreich beackert
--- Ende Zitat ---
Etwa das Becken von Lodève? Da ist nix mit Playa, das sind saisonale Überflutungsebenen (Monsunregen) eines anastomosierenden Flußsystems...
Gruß,
Rainer
--- Ende Zitat ---
Jup, das dortige Beckenensemble.
Was bewegt dich zu der Annahme? Auf welche Arbeit stützt du diese Ansicht?
Grüße
Stephan
triassammler:
--- Zitat von: Galenit am 22 Jun 10, 20:29 ---[Was bewegt dich zu der Annahme? Auf welche Arbeit stützt du diese Ansicht?
--- Ende Zitat ---
Zunächst einmal auf eine zweiwöchige Exkursion zur Profilaufnahme, die ich dort gemacht habe. Das meiste waren mündliche Mitteilungen vom Betreuer, Dr. H. Seyfried vom Geologischen Institut der Uni Stuttgart. Zum Monsunklima während der Pangäa-Zeit gabs mal eine Arbeit von Fr. Dr. Mutti, University of California, irgendwo habe ich das Literaturzitat rumfahren, frag mich bitte nur nicht, wo... Ich habe die gute Frau als verstörende Randerscheinung meines Studiums weitgehend verdrängt...
Auch der fossile Beleg spricht ein eindeutiges Bild: Die Sandsteinkomplexe markieren die Flussrinnen, und auch die sehr häufig auftretenden Trittsiegel diverser Reptilien und Amphibien sprechen gegen eine Salzebene. Stellenweise gibt es Nachweise von Pflanzenwuchs. Höchstens kann man von zeitweise brackischen Bedingungen sprechen, sicher aber nicht von einem salinaren Milieu.
Die zeitliche und räumliche Verteilung von Sandsteinkörpern, Ton- und Schlufflagen in den Becken sind doch ein Paradebeispiel für ein anostomosierendes System mit ausgedehnten Überflutungsebenen! Eindeutiger kann man es kaum haben.
Gruß,
Rainer
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