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Bismut radioaktiv??

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giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken

Da fragt man sich natürlich, wie solche extrem langen Halbwertzeiten eigentlich bestimmt / gemessen werden ?

Oder weiter gefragt : Wie definiert sich dann eigentlich ein stabiles Isotop und : Gibt es überhaupt stabile Isotope oder
haben diese eine so lange Halbwertzeit, das man diese noch nicht gemessen / bestimmt hat ? Könnte ja immerhin sein, oder ?

Glück Auf

Thomas

felsenmammut:
Glück Auf!

Ich will dem Ganzen mal eine andere Zahl einfach gegenüberstellen ohne das Ganze großartig zu kommentieren oder zu bewerten.

Alter unseres Universums: 13,75*109 a

Zumindest bewegen sich die Werte aus verschiedenen Quellen in diesem Bereich. Jetzt kann man sich ja mal die Mühe machen und überlagen wann die ganzen schweren, weiter oben erwähnten Elemente in unserem Universum entstanden sind (z.B. Supernova) und wieviel und anschließend kann man dann ja mal einfach ausrechnen wie viele davon in unserem Universum schon spontan zerfallen sind. Viele dürften es ja nicht sein.
Also Alter Universum:  t = 13,75*109 a
Halbwertszeit für die hier betrachteten Rekordhalter: T1/2 = 7,9*1020 - 2,2*1024 a
Anzahl der Atome im Universum: so um die 1068
davon Anteil Tellur  (Annahme) 0,1 ppm : N0 = 1061
Anteil Te128: 32%
Alter Tellur (Annahme: mit Entstehung der Erde) : te = 4,6*109 Jahre

Schon zerfallene Teilchen Nz = N0*(1-e-l*te) mit l = ln(2)/T1/2

Setzt man das ganze mal ein: Nz = 1061 *0,32* (1-e(-l*4,6*109))
mit l = ln(2)/(2,2*1024) a

erhält man Nz = 4,6 *1045

Naja, immerhin. Aber dennoch nur 1,4*10-13 % spontan zerplatzte Tellur128-Isotope, bezogen auf die Ausgangsanzahl

Gruß,  Das Felsenmammut

Xyrx:
Abgesehen davon, das ich solche Mathematik nicht rechnen kann, aber zumindest leuchtet mir der Rechengang ein. Jedoch bei den Zahlen versagt die Vorstellung in mein Hirn. Ich schätze mal: ein paar Milligramm Tellur ist zerplatzt in den paar Jährchen?

LG Xyrx

Krizu:

--- Zitat von: cmd.powell am 21 Jul 10, 05:25 ---Interessant ist auch, das - relativ gesehen - besonders langlebige Isotope immer bei den Elementen mit grader Ordnungszahl auftreten, hier treten auch häufig mehrere stabile Isotope auf, wärend die Elemente mit ungrader Ordnungszahl meistens nur ein stabiles Isotop haben - wenn überhaupt.

--- Ende Zitat ---

Hallo,

da gab es ähnliche Regeln wie bei den Elektronenschalen. GG-Kerne waren gerade Protonenzahl und gerade Neutronenzahl usw...
Steht im Mayer-Kuckuck Atomphysik oder hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bethe-Weizs%C3%A4cker-Formel ;-). Knuffig sind auch magische Zahlen, die magischen und doppelt magischen Kerne, also  2, 8, 20... O16 = 8 Protonen und 8 Neutronen...

Boah schwelg in Erinnerungen... nächstes Jahr ist das 20 Jahre her ...

Mfg

Frank

cmd.powell:

--- Zitat von: giantcrystal am 21 Jul 10, 11:21 ---Hallo aus Mittelfranken

Da fragt man sich natürlich, wie solche extrem langen Halbwertzeiten eigentlich bestimmt / gemessen werden ?

Oder weiter gefragt : Wie definiert sich dann eigentlich ein stabiles Isotop und : Gibt es überhaupt stabile Isotope oder
haben diese eine so lange Halbwertzeit, das man diese noch nicht gemessen / bestimmt hat ? Könnte ja immerhin sein, oder ?

Glück Auf

Thomas

--- Ende Zitat ---

Das ist übrigens ein Frage, die ich mir auch schon seit langem stelle. Wer weiß, vielleicht stellt sich ja irgendwann mal heraus, das es in Wahrheit keine stabilen Elemente gibt -absolut gesehen. Für mich persönlich ist alles mit Halbwertszeiten > 100.000 quasi stabil, da von z.B. 10g Element keine signifikante Menge in meiner Lebensspanne zerfallen ist. Nur die Strahlung "nervt" ggf. etwas...

@Krizu

Interessant sind auch die maximale Elektronenanzahlen in den einzelnen Perioden: 2n² - gibt es doch einen höheren Sinn im Universum ?

P.S.: Achso, den kurzlebigsten Kern, den ich gefunden habe ist 7H mit 2,3*10-23 Sekunden. Ok, sieben Neutronen tummeln sich um ein Proton, ist auch etwas Grenzwertig. Da kann man jetzt natürlich auch nach der Frage "Wie misst man extrem lange Halbwertszeiten" die Frage anknüpfen: "Wie misst man solche extrem kurzen Halbwertszeiten bzw. wie kann man solche Kerne überhaupt schnell genug erfassen" ? Ist schon eine beachtliche Leistung.

P.P.S.: @Felsenmammut. Zu Deiner Rechnung müsstest Du noch hinzufügen, das sich das Tellur nicht beim Urknall gebildet hat, sondern ein paar Jahrmillionen später in den ersten (und natürlich auch den nachfolgenden) Sterngenerationen. Ok, Jahrmillionen gegenüber 13 Mrd. Jahren bzw. 1024 Jahren - das sind wirklich Peanuts...

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