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Autor Thema: Radioaktivität von Liebigit  (Gelesen 9118 mal)

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Offline Krizu

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Re: Radioaktivität von Liebigit
« Antwort #15 am: 27 Aug 05, 22:05 »
bäh

selbah bäh

Zitat
Das mein ich doch gar ned so.  :P

Die Kristallstruktur im Sinne von welche Atome noch darin sind.
zb Wasser als Moderator - Kristallwasser

wir haben keine Neutronen und keine Kettenreaktion (hoffe ich doch). Die letzte natürliche Kettenreaktion auf der Erde ist  schon lange her (Naturreaktur in Gabun?).  Wasser wirkt nur auf Neutronen als guter Moderator.

Zitat
Und Einwirken der Strahlung auf andere Atome die ihrerseits zu Isotopen werden
In großen Vorkommen bzw derben Massen dürften doch einige andere Elemente etwas "schwerer" werden.

die Wechselwirkung von Kernen mit alpha und beta ist extremst selten. Du brauchst da schon einen "Alpha-Multiplier" (tm).  Das Problem sit auch erstmal den Kern zu treffen! Ein Atom ist etwa 10E-10m, die Fläche grossen Kernobjekts - eines Barns (=Scheunentor)  ist 10E-28m2.

MfG

Frank

Offline giantcrystal

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Re: Radioaktivität von Liebigit
« Antwort #16 am: 30 Jul 10, 11:54 »
Hallo aus Mittelfranken

gerade eben habe ich mich wieder an diese alte Frage erinnert, die eigentlich noch nicht richtig gelöst wurde.

Also nochmal : Warum strahlen Liebigite (anscheinend oder auch tatsächlich) wesentlich stärker als andere Uran - Sekundärminerale, obwohl sie pro Formeleinheit weniger UO2 als beispielsweise Autunit oder Torbernit enthalten

Falls möglich, würde ich alle Liebigit - Besitzer einmal bitten, die Aktivität ihrer Stufen zu messen und die Ergebnisse hier zu posten

Danke und Glück Auf

Thomas

Offline berthold

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Re: Radioaktivität von Liebigit
« Antwort #17 am: 30 Jul 10, 15:16 »
Hallo Thomas,

starke Strahlung bedeutet immer junge Bildung. Es gibt bestimmte geochemische Vorgänge deren Auswirkung die Anreicherung bestimmter - auch stark strahlender - Elemente/Isotope ist. Man kennt z.B. Radiobaryt der viel stärker strahlt als reine Pechblende. Da ich nicht von einem extremen Ungleichgewicht von U235 zu U238 (zugunsten von U235) ausgehen möchte kann es meiner Meinung nach nur ein anderes Isotop (ich denke an Radium, z.B. diadoch an Gitterpostionen von Ca) sein, das das bewirkt. Da Liebigit als sec. U-Mineral mit Sicherheit eine sehr junge Bildung ist würde das schon passen.

Ich habe zwar nichts gefunden,  es könnte aber sein dass das schon mal jemand gammaspektroskopisch untersucht hat.

Gruß
Berthold


Offline cmd.powell

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Re: Radioaktivität von Liebigit
« Antwort #18 am: 30 Jul 10, 16:47 »
Anmerken möchte ich zu der Diskussion vielleicht auch nochmal eine Gegenfrage: Ist es wirklich so, das Liebigit deutlich stärker strahlt als vergleichbare andere Uranminerale. Worauf ich hinaus will ist jetzt nicht ein "ich hab mal meinen Liebigit mit meinem Torbernit verglichen", sondern eine wirklich statistische Messung an entsprechend vielen Stufen mit auch vergleichbaren Mengen an den entsprechenden reinen Mineralen. Wenn der Liebigit z.B. auf Uraninit sitzt, der verglichene Torbernit aber auf Baryt, wird der Liebigit vermeintlich stärker tickern als der Torbernit, die Messung ist aber nicht verwendbar - logisch, oder ?
Rein chemisch gesehen kann Liebigit nicht stärker strahlen als z.B. Uraninit, weil in einem Gramm Uraninit nunmal deutlich mehr Uranatome und somit auch entsprechend mehr Zerfälle vorkommen als in einem Gramm Liebigit. Das ist in meinen Augen erstmal logisch zwingend und wenn ich etwas anderes Messe, suche ich erstmal nach potentiellen Fehlerquellen. Erst wenn ich mögliche Fehlerquellen ausgeschlossen habe, kann ich mir Gedanken machen, wieso der Eine stärker strahlt, als der Andere.
So, und wenn ich den Angaben von Webmineral glaube, dann ist z.B. Torbernit mit 85.926 Bq/g definitv aktiver als Liebigit mit 58.496 Bq/g, ganz zu schweigen von Uraninit mit 157.788 Bq/g !

P.S.: Ich hab übrigens genau so einen Torbernitstufe, wo die Matrix deutlich stärker strahlt, als die Torbernite. Wenn man sich die Matrix dann genauer anschaut, sieht man auch ganz gut die feinen Uraninitgänge, welche die Matrix durchziehen...