Anmerken möchte ich zu der Diskussion vielleicht auch nochmal eine Gegenfrage: Ist es wirklich so, das Liebigit deutlich stärker strahlt als vergleichbare andere Uranminerale. Worauf ich hinaus will ist jetzt nicht ein "ich hab mal meinen Liebigit mit meinem Torbernit verglichen", sondern eine wirklich statistische Messung an entsprechend vielen Stufen mit auch vergleichbaren Mengen an den entsprechenden reinen Mineralen. Wenn der Liebigit z.B. auf Uraninit sitzt, der verglichene Torbernit aber auf Baryt, wird der Liebigit vermeintlich stärker tickern als der Torbernit, die Messung ist aber nicht verwendbar - logisch, oder ?
Rein chemisch gesehen kann Liebigit nicht stärker strahlen als z.B. Uraninit, weil in einem Gramm Uraninit nunmal deutlich mehr Uranatome und somit auch entsprechend mehr Zerfälle vorkommen als in einem Gramm Liebigit. Das ist in meinen Augen erstmal logisch zwingend und wenn ich etwas anderes Messe, suche ich erstmal nach potentiellen Fehlerquellen. Erst wenn ich mögliche Fehlerquellen ausgeschlossen habe, kann ich mir Gedanken machen, wieso der Eine stärker strahlt, als der Andere.
So, und wenn ich den Angaben von Webmineral glaube, dann ist z.B. Torbernit mit 85.926 Bq/g definitv aktiver als Liebigit mit 58.496 Bq/g, ganz zu schweigen von Uraninit mit 157.788 Bq/g !
P.S.: Ich hab übrigens genau so einen Torbernitstufe, wo die Matrix deutlich stärker strahlt, als die Torbernite. Wenn man sich die Matrix dann genauer anschaut, sieht man auch ganz gut die feinen Uraninitgänge, welche die Matrix durchziehen...