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Autor Thema: Cascholong  (Gelesen 4940 mal)

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Offline Gerhard

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Re: Cascholong
« Antwort #15 am: 24 Aug 10, 22:22 »
Man kann es aber auch so deuten -Kascholong - durch Färbungen und Inklusion(Einschlüsse) wird Chalcedon zu unterschiedlichsten
Varietäten. mit den Farben -weiß-graublau-grün - rot -schwarz und mehr.das passiert durch die  Verbindungen mit Mn-Ni-Cr-oder Fe.
und so ist orange gleich karneol--- braun gleich  Sarder--- schwarz gleich Onyx usw.

Offline HeikoB

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Re: Cascholong
« Antwort #16 am: 25 Aug 10, 13:47 »
Hallo Jens (Jochen1Knochen),

Ich bin schon der Meinung dass es eine Art Verwitterungserscheinung des Achates ist.
Eine Ausbleichung wäre von Sonnenlicht oder anderen chemischen Lösungen möglich.
Ersteres schließe ich aus, weil ich schon viele Achate z.B. im Edelsteindorado in Freisen
ausgegraben habe, die verwittert und nie Sonnenlicht ausgesetzt waren. Man sieht häufig,
dass entlang von Rissen im Achat ein Entfärbungs,- oder Umwandlungsprozess einsetzt,
weil hier eindringende Flüssigkeit den Achat dort als erstes angreift.
Porzellanachate lassen sich meisten auch nur noch schlecht polieren. Man bekommt kaum
noch einen Glanz darauf.

Ich kenne bei uns auch einige Karneolfundstellen, die außen eine weiße Rinde gebildet haben,
weil sie der Verwitterung ausgesetzt waren.

Das sind zumindest meine Beobachtungen und Erfahrungen als Achatsammler.

Beste Grüsse

HeikoB



Offline fassi

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Re: Cascholong
« Antwort #17 am: 25 Aug 10, 20:42 »
Ein hallo in die Runde .-
Hallo Heiko.-
Die von mir vorn gezeigte Brekzie stammt aus ca 1 m tiefe  ausgegraben im verwitterten Porphyr .-
der Porphyr ist so stark verwittert das man denkt man gräbt im Kies
jedenfalls hab ich eins der stücke gesägt weils mich intressiert hat
nun ist aber das helle -Porzellanachat - innen- und außen von braunen bis blauen chalcedon umgeben
das ist bei allen stücken so -
auch zeigen die Linsenförmigen achate oder eben Mandeln daselbe Muster
bei dieser fundstelle würde also das mit der verwitterungsrinde nicht passen .

auch konnte ich einen recht guten Glanz erreichen ,obwohl ich mir bei dem Ding nicht recht Mühe gegeben habe ,- wollte nur mal versuchen eben

Offline Jochen1Knochen

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Re: Cascholong
« Antwort #18 am: 25 Aug 10, 22:32 »
Hallo!
Was man heutzutage ausgräbt,kann durchaus dem Sonnenlicht ausgesetzt worden sein,indem es erst nach einiger Zeit von Sedimenten bedeckt wurde!
Verwitterung bedeutet Zerfall! Umwandlungsprozess wäre der bessere Begriff,da auch der Freisener "Porzellanachat" nicht zerfällt.
Bei meinen Funden stelle ich fest:
1.Es tritt eine Entfärbung der blauen Komponente auf.Diese vermutlich durch Sonnenlicht und eventuell auch durch Wasserverlust.Der ehemals blaue Chalcedon wird milchig weiß.Braune Partien und reiner Quarz bleiben völlig unberührt davon.
2. Winzige Partien des umgewandelten ,nunmehr weißlichen ,Chalcedons sehen tatsächlich vewittert aus.Sie werden ganz weiß,wie das Stück von Fassi.
Meine Vermutung wäre die Umwandlung zu Hydrophan!
Gruß Jens

Offline HeikoB

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Re: Cascholong
« Antwort #19 am: 26 Aug 10, 09:34 »
Hallo Jens,

mit den Stücken die aus Sedimenten kommen, da gebe ich Dir Recht, aber z.B. die Stücke
aus dem Edelsteindorado sind aus dem Anstehenden, ein Andesit und da ist eine Bleichung
von Sonnenlicht ausgeschlossen.

Da ich geschrieben habe, dass ich es für eine Art Verwitterungserscheinung halte, wollte
ich damit zum Ausdruck bringen, dass es Einflüsse von Außen bewirken. Es als Umwandlungsprozess
zu bezeichnen ist sicherlich auch richtig. Es müsste hier mal genauer untersucht werden, was diese
Bleichung und Entfärbung auslöst, sofern dies möglich wäre.

@ Fassi

Wenn Du einen Glanz auf Dein Stück bekommst, ist es sicherlich nicht etwas in Richtung
"Porzellanachat", vermutlich weisser Chalzedon. Obwohl Achat auch aus (Milch)-Opalschichten
bestehen kann.

Grüsse an Alle und Glück Auf!

HeikoB

Offline Jochen1Knochen

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Re: Cascholong
« Antwort #20 am: 26 Aug 10, 17:19 »
Hallo Heiko!
Wie ist das bei den Freisener Stücken-lässt sich da die Ursprungsfarbe erkennen? Ich bin der Meinung,daß es mit der blauen Farbe zusammenhängt.
Gruß Jens

Offline gontran

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Re: Cascholong
« Antwort #21 am: 26 Aug 10, 21:23 »
Hallo Jens,

Ich bin der gleichen Meinung wie Heiko, daß es sich um eine Art Einfluß von Außen handelt.
Solche Achate findet man dann doch ab und zu in den Kiesgruben. (und in Situ)

Jedoch mit der blauen Farbe exclusiv gibt es keinen Zusammenhang.Häufiger als bei blauem Calzedon tritt dieser Effekt
meinem Beobachtungen nach an Achaten mit braunem Calzedon auf.
(mag sein, daß es davon hier mehr gibt als blaue Exemplare = Schwarzwald)

Habe einen Lierbacher und einen B-Badener mal rausgesucht aber für Fotos ist es leider zu spät.
Morgen oder am Wochenende dann.

Grüße aus dem Nordschwarzwald

Gontran


Offline HeikoB

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Re: Cascholong
« Antwort #22 am: 27 Aug 10, 10:48 »
Hallo Jens,

leider sind die Porzellanachate schneeweiß und es ist keine Farbe mehr erkennbar.
Wie Gontran schon berichtete, sind auch die  braunen Achate aus den Kieswerken
bei Baden-Baden häufig davon betroffen und es scheint nicht farbspezifisch zu sein.

Beste Grüsse

HeikoB

Offline gontran

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Re: Cascholong
« Antwort #23 am: 27 Aug 10, 18:16 »
Hallo,
hier mal der Lierbacher.
Nach dem Sägen wird er garantiert rotbraun

Offline gontran

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Re: Cascholong
« Antwort #24 am: 27 Aug 10, 18:19 »
Und jetzt noch wie versprochen der B-Badener Kiesgrubenachat

Einmal unbearbeitete Seite
und dann die bearbeitete Fläche.

Grüße
Gontran

Offline Jochen1Knochen

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Re: Cascholong
« Antwort #25 am: 01 Sep 10, 22:26 »
Hallo Gontran!
Ich bin momentan überrascht,daß baune Schichten auch betoffen sind!Ich kenne natürlich nicht die Fundorte,aber bin zumindest bei dem Kiesgrubenachat von Baden weiterhin auf der Sonneneinstrahlungsvariante.Bei den Stücken von Freisen im Felsgestein könnte eine andere Wärmequelle die Ursache sein.Ich nehme für die Umwandlung der Stücke einen Wasserverlust an,aber da sind wohl die Wissenschaftler gefragt! Die ganze Achatentstehung beruht selbst heutzutage lediglich auf Theorien,aber wir sollten uns trotzdem weiter unsere Gedanken machen :)
Gruß Jens