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Autor Thema: Realgar Rheinland-Pfalz  (Gelesen 4546 mal)

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Offline montanpark

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Realgar Rheinland-Pfalz
« am: 14 Sep 10, 16:49 »
Moin zusammen,
ich recherchiere gerade, ob bis dato Realgar aus Rheinland-Pfalz beschrieben ist. Bislang Fehlanzeige, zumindest in den online-Databases und den Standard-Kompendien. Hat jemand einen Tipp oder weiß etwas zu Realgar aus RLP. Hintergrund: wir haben eine hydrothermale Realgar-Mineralisation in den Cerithienschichten am Rheingrabenrand gefunden, XRD-gesichert.

Danke und cheers
Roger

EDIT: gerade im Müllerschen Inventar einen Hinweis gefunden:
REALGAR: Frankweiler, Erdölbohrung
AURIPIGMENT: ebenda, sowie Bad Dürkheim
weiß jemand Literatur dazu?
« Letzte Änderung: 14 Sep 10, 17:58 von montanpark »

Offline Frank de Wit

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #1 am: 14 Sep 10, 18:04 »
Interesting....!

Offline TKMineral

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #2 am: 14 Sep 10, 20:39 »
Hi Roger,

Also aus R.-P. war mir bislang noch nichts in Sachen Realgar bekannt, allerdings wären da die Realgarstufen vom Bau des Rollenbergtunnels bei Bruchsal in B.-W., ist ja nicht weit von der Pfalz weg, und da kamen wirklich gute xx raus...

Gruß

Thomas

Offline giantcrystal

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #3 am: 14 Sep 10, 21:26 »
Wer suchet, der findet

z.B. Realgar aus der Grube Schmidtenzug bei Sobernheim : hübsche kleine xx in Drusen

Quelle : Aufschluss Jg 30, S. 384, E. Schmidt : Fundstellen um Sobernheim, Nahe

Glück Auf

Thomas

Offline montanpark

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #4 am: 14 Sep 10, 21:54 »
Hi Thomas & Thomas  8),
an den Rollenberg hatte ich auch sofort gedacht, als ich die Stücke gesehen habe (und den Kollegen das Büchlein über Rollenberg-Minerale angeschleppt). Der Kollege, der mir das Material gezeigt hat, wollte eigentlich Mikrofossilien machen an den Proben und das Zeug blieb bei der Aufbereitung übrig. Er (Geologe  ;D ) dachte an Zinnober, aber meine Nase hatte da wohl recht *g*... wir haben heute noch geröntgt. Die Vererzung ist sicher tiefthermal, mit Pyrit/Markasit und etwas Quarz (letzterer laut XRD, aber nicht visuell erkennbar). Nebengestein ist ein Tonmergel, tertiäres Alter, Nähe Rheingrabenrand - sicher nicht unähnlich den Rollenberg-Vererzungen.
Ist das Vorkommen von Realgar im Schmittenzug analytisch gesichert? ... das ist eine Zinnobergrube...
Komme heut abend an Den Aufschluss nimmer ran.

Jedenfalls spannend und wir werden wohl nen kleinen Artikel drüber schreiben wenn es die Zeit erlaubt.

Cheers
Roger

P.S. kommst Du (TK) nach Imsbach zur Börse am WE?

Offline Gerdchen

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #5 am: 15 Sep 10, 08:18 »
Hallo,
bei der im Aufschluss abgebildeten Stufe handelt es sich wohl eher um eine Zinnoberstufe. Am Lemberg wurde Quecksilber abgebaut. Das Stüfchen stammt aus einem Tagebau direkt über dem Schmidtenzug (Quecksilberabbau).
Gruß
Gerdchen

Offline giantcrystal

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #6 am: 15 Sep 10, 09:54 »
Naja, das mit dem Zinnober mag schon sein...

anderseits sollte der Autor doch wohl Realgar von Zinnober unterscheiden können, oder ?

Aber : Nix genaues weiß man nicht, stimmt schon

Glück Auf

Thomas

Offline Gerdchen

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #7 am: 15 Sep 10, 15:52 »
Den Artikel im Aufschlus gelesen? Ich möchte nichts gegen den Autor sagen (den ich persönlich kenne), aber auch den Citrin aus Bockenau stelle ich in Frage.
Habe mich übrigens zuvor verschrieben, es müsste heißen; Schmittenzug (mit tt).

Gruß Gerdchen

Offline montanpark

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Re: Realgar Rheinland-Pfalz
« Antwort #8 am: 15 Sep 10, 17:03 »
Hab den Aufschluss-Artikel eben durchgelesen. Ich habe mehr als Zweifel an der ID durch E. Schmidt. Für mich klar eine Zinnoberstufe, das Foto ist außerdem grottenschlecht und Schmidt hat noch einige andere Unklarheiten im Text. Da ich andere Publikationen von ihm kenne, die mineralogisch/geologisch eher mit großer Vorsicht zu sehen sind (sein Schwerpunkt lag ohnehin eher auf Montanhistorie, hier gibt es einige sehr interessante Aufsätze von ihm), würde ich Realgar vom Schmittenzug von der Liste streichen wollen.

Der Realgar aus der Bohrung Frankweiler wurde von Reis beschrieben, zitiert in Arnd, Reis, Schwager. U. Heidtke und Dr. G. Müller haben mir hier wertvolle Hinweise gegeben. Vielleicht komme ich an das Originalmaterial heran, es müsste in der Rheinpfalz-Sammlung liegen.

Gerdchen, vielen Dank für die Mühe .. und an euch alle,

cheers
Roger