Die Mineralnamen haben üblicherweise keinen griechischen Buchstaben als Zusatz. Alpha-Goethit und Gamma-Maghemit gibt es nicht. Die griechischen Buchstaben stehen vor den Formeln und bezeichnen unterschiedliche Modifikationen, da man die Modifikationen nur an Hand von den Formeln sonst nicht unterscheiden könnte. Wenn man nur die Formel Fe2O3 hat, kann man ja nicht sagen, ob es Hämatit oder Maghemit ist, deshalb hat man da die griechischen Buchstaben davor gesetzt. Bei den Mineralnamen ist es schon eindeutig, auch ohne den Zusatz.
Mir fallen jetzt nur zwei Mineralnamen ein, wo tatsächlich ein grichischer Buchstabe offiziell zum Namen gehört, das sind beta-Schwefel und beta-Roselit. Das hat einfach historische Gründe.
Üblicherweise hat man die bei Raumtemperatur stabile Modifikation mit alpha bezeichnet, und die bei höheren Temperaturen dann mit beta, gamma usw., aber das funktioniert nicht durchgehend. Zum Teil hängt es auch mit der Reihenfolge bei der Entdeckung zusammen, zum Teil funktioniert das Schema mit den Temperaturen auch nicht so einfach. Mit der Wertigkeit oder der Größe der Elementarzelle haben die griechischen Buchstaben nichts zu tun.
Glück Auf
der Stollentroll