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Autor Thema: koprolithen  (Gelesen 6088 mal)

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Offline ELO

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koprolithen
« am: 21 Sep 10, 11:38 »
Hallo
Wer hat Koprolithen in seiner Sammlung?
Würdet ihr dann bitte ein paar Bilder zeigen?
Im Lexikon steht nichts über Koprolith.

Gruß Erich

Offline doe

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Re: koprolithen
« Antwort #1 am: 21 Sep 10, 11:50 »
Hi Erich,
geh mal zu google,da findest Du ca 5.500 Verweise,auch zu MA.Und welche Zeitstellung sollte es denn sein,denn K.gibt es seit es Tiere gibt und eventuell welcher Tierkreis ?
Gruß Günter

Offline ELO

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Re: koprolithen
« Antwort #2 am: 21 Sep 10, 12:11 »
hallo doe
Sicher habe ich schon oft bei Google geschaut.
Aber es interressiet mich wer hier im Forum schon mal etwas gefunden hat,da ist Zeitstellung und Tierkreis egal.
Es ist glaube ich sehr schwer einen Koloprithen zu erkennen,oder?

Erich

Offline prismatinum

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Re: koprolithen
« Antwort #3 am: 21 Sep 10, 13:17 »
Hallo Erich,

habe dir mal ein Bild angehängt, von einem typischen Koprolith eines Süsswasserhaies. Das Stück wurde in Börtewitz/Sachsen gefunden. Solche Stücke konnten ziemlich leicht und reichlich gefunden werden. Man erkennt diese Koprolithen schon an der Aufwölbung der Platten und kann diese so leicht herausarbeiten.

Gruß Heiko

Offline doe

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Re: koprolithen
« Antwort #4 am: 21 Sep 10, 14:37 »
Hi Erich,
K. hab ich aus dem Kupferschiefer von Helfta (Fische),Plattenkalk von Solnhofen (Fische und Würmer),aus den Bonebeds des germanischen Muschelkalkes (Fische/unbekannte Verursacher) und Anschliffe von Dinos aus den USA.
Wenn man sich vorher kundig macht,sind die K. dann vor Ort an Struktur,Form,Farbe eigentlich leicht erkennbar,siehe Bild von Heiko,der ein sehr schönes Beispiel zeigt. Für eigene Bilder hab ich keine Technik,aber Vergleichsmaterial ist bei Steinkern zu finden.
Gruß Günter

Offline Fritzi

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Re: koprolithen
« Antwort #5 am: 21 Sep 10, 21:59 »
Hallo ELO,

ich habe einen Koprolith, muß ihn erst einmal raussuchen und ein Bild machen.

Viele Grüße
Fritzi

Offline triassammler

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Re: koprolithen
« Antwort #6 am: 21 Sep 10, 22:49 »
Hallo,

in den Bonebeds von Muschelkalk und Keuper sind Koprolithen recht häufig bzw. stellen an manchen Stellen sogar den überwiegenden Anteil der Fossilien eines Bonebeds. So zum Beispiel im Rhät-Bonebed Württembergs, das deswegen auch vom Altmeister der Paläontologie, F. A. Quenstedt, wenig schmeichelhaft, aber treffend die "Schwäbische Kloake" genannt wurde.
Man erkennt sie üblicherweise daran, dass sie als abgerundete Kugeln und Würste nicht in das sonst üblichen Fossil- und Klastenspektrum einer Schicht passen. Auch tendieren sie dazu, angewittert oder angeschlagen in charakteristische quaderförmige Bröckchen zu zerfallen, im Gegensatz zu Gesteinsklasten, die eher unspezifische Bruchbilder zeigen.

Um es salopp zu sagen: Koprolithen sehen nicht viel anders aus als das, was auch heute noch Mensch und Tier hinten raus kommt. Unter normalen Umständen wird nur der Kot von Fleischfressern fossil, wegen seines Phosphatgehalts, der zur raschen Fossilisation benötigt wird. Einzelnen Tiergattungen oder gar -arten kann man Koprolithen in der Regel nicht zuordnen; aus dem Keuper ist mir lediglich bekannt, dass Koprolithen mit charakteristisch spiralig geriefter Oberfläche allgemein den Haien zugeordnet werden können. Auch die auf Börsen häufig erhältlichen "Dinosaurierkoprolithen" in geradezu vorbildlicher Häufchenform stammen mitnichten von Dinosauriern, sondern sind in situ verkieste Darminhalte von Schildkröten.

Koprolithen, da von Fleischfressern, können gelegentlich reichlich unverdaute Beutereste wie kleine Knochen, Fischschuppen, oder gar Reptilienzähne enthalten. Ihre Färbung richtet sich nach dem Mineralgehalt des Umgebungsgesteins und ggf. vorhandenem Kerogen. Ungefärbt oder von Verwitterung ausgebleicht sind sie weiß bis blaßrosa.

Als Beispiel mal ein Ausschnitt aus einer Bonebedplatte aus dem Unteren Lettenkeuper mit 2 ausgebleichten Koprolithen (und einem Wirbel und einem Fangzahn von Nothosaurus sp.) und ein "Prachtexemplar", ebenfalls aus dem Unteren Lettenkeuper. Beide Stücke wurden in der Region Heilbronn gefunden. Länge des Maßstabsbalkens im Bild jew. 1 cm.

Gruß,
Rainer

Offline ELO

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Re: koprolithen
« Antwort #7 am: 23 Sep 10, 13:42 »
Hallo

Hallo ELO,
ich habe einen Koprolith, muß ihn erst einmal raussuchen und ein Bild machen.

Bin schon gespannt.
Würde mich aber über weitere freuen.
Vielen Dank an alle die so schnell geantwortet haben(und hoffentlich noch werden),besonders danke für die Bilder.
Erich
« Letzte Änderung: 08 Apr 13, 15:09 von oliverOliver »

Offline Fritzi

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Re: koprolithen
« Antwort #8 am: 23 Sep 10, 13:45 »
Hallo ELO,

hier ist das Bild meines Koprolithen.

Deutschland/Sachsen-Anhalt/Mansfeld-Südharz, Landkreis/Allstedt/Niederröblingen (Helme)/Schacht Niederröblingen (Bernard-Koenen-Schacht I)
koprolithen


Viele Grüße
Fritzi

 

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