https://edelsteintage-bremen.dehttps://www.mineralbox.bizhttps://www.mineraliengrosshandel.com

Autor Thema: Fund aus Val Bavona, TI, CH  (Gelesen 4182 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline vanderheide

  • *****
  • Beiträge: 995
    • stein-art.ch
Fund aus Val Bavona, TI, CH
« am: 22 Oct 10, 22:30 »
Fundort: Val Bavona, TI, CH   
Koordinaten: 46°23'13.87"N    8°32'34.15"E   
(der Fundort wird angezeigt, wenn die Koordinaten in Google-Earth ins Feld „Anfliegen“ hineinkopiert werden)
Grösse des Steines: 45 X 45 X 22 mm   
Besonderheiten:
Das Weissliche ist definitiv kein Quarz. Ich tippe auf Feldspat.
Das Schwarze ist höchstwahrscheinlich Glimmer
Das Bräunlich-Graue? „Gefärbter Feldspat“? Gibt es so was?
Weil die Masse eine Richtung hat, nennt sich der Stein: Gneis – Diorit?

angefügte Bilder: 
Ansicht und Details dieses Steines

Herzlichen Dank für Hinweisen oder Bestätigungen!
Gruss
Hans

Offline vanderheide

  • *****
  • Beiträge: 995
    • stein-art.ch
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #1 am: 22 Oct 10, 22:32 »
Detail-Bilder
Dunkle Konkav-Fläche
von der Seite

Offline Jan89

  • *
  • Beiträge: 18
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #2 am: 24 Oct 10, 00:15 »
Das Gestein scheint mir jedenfalls ein Migmatit zu sein.

Gruß

Jan

Offline trommeln

  • *****
  • Beiträge: 935
    • Unsere Steinseite
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #3 am: 26 Oct 10, 23:58 »
Die kleinen dunklen Stücke könnten Hornblende sein

Offline vanderheide

  • *****
  • Beiträge: 995
    • stein-art.ch
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #4 am: 28 Oct 10, 21:52 »
Herzlichen Dank für die Mithilfe!
Da das Val Bavona und das Valle di Peccia aneinandergrenzen, wage ich einen Vergleich:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,23725.msg187752.html#msg187752
Von diesem Fund aus dem Valle di Peccia war das Weisse Feldspat - Smoeller beschrieb, dass hier der Feldspat rekristallisiert war.
Ich bin ziemlich sicher, dass es Feldspat sein muss, denn es gab beim Schleifen eine hell-gräuliche Farbe. Quarz ist klar weiss beim Schleifen. Auch war die Härte deutlich geringer als die Härte von Quarz.
Migmatit ist ein Mischgestein aus Granit und Gneis. Mir fehlt der Quarz und somit komme ich auf Diorit.
Ist gut möglich, dass auch Hornblende darunter ist,  da bin ich zu unsicher um es klar zubehaupten.
Es wäre schön noch andere Eindrücke zu hören.
Gruss
Hans

Offline Jan89

  • *
  • Beiträge: 18
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #5 am: 28 Oct 10, 23:55 »
Ein Migmatit ist ein teilaufgeschmolzenes Gestein. Das kann ein Granit sein, muss es aber nicht.

Offline vanderheide

  • *****
  • Beiträge: 995
    • stein-art.ch
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #6 am: 02 Nov 10, 19:38 »
Hallo Jan89
Ich bringe die Informationen nicht mehr auf die Reihe
Diorit ist den magmatischen Gesteinen untergeordnet
Migmatit gehört den metamorphen Gesteinen an

Diorit hat als Hauptbestandteile: Plagioklas und Hornblende
Migmatit hat als Hauptbestandteile: Quarz und Feldspat

Diorit entsteht aus einem intermediären Magma einer grossen Intrusion
Migmatit entsteht durch Teilaufschmelzung von Quarz- und Feldspat-Gesteinen (Gneis)

Wenn ich nun weder Quarz, noch Feldspat vorfinde, wie kann dieser Stein dann dennoch ein Migmatit sein?
Gruss
Hans

Offline Jan89

  • *
  • Beiträge: 18
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #7 am: 02 Nov 10, 21:00 »
Hallo vanderheide,

ein Migmatit kann theoretisch erstmal jede beliebige Zusammensetzung haben, bloß sind die Temperaturen, die für eine Teilschmelze benötigt werden, bei basischen Gesteinen höher als bei sauren, sodass in der Natur meist Migmatite mit granitischem Chemismus vorkommen.
Ich verstehe allerdings nicht, wie du nun auf einmal darauf kommst, dass in deinem Gestein kein Feldspat enthalten sei!

Viele Grüße
Jan

Offline vanderheide

  • *****
  • Beiträge: 995
    • stein-art.ch
Re: Fund aus Val Bavona, TI, CH
« Antwort #8 am: 04 Nov 10, 21:26 »
Hallo Jan
Sorry, ich habe einen Kardinalfehler gemacht! Du hast völlig recht: klar ist das Weissliche alles Feldspat.
Liess mich kurz den Kopf verdrehen durch den Hinweis "Plagioklas" und vergass, dass das ja auch Feldspat ist, wie ich es anfänglich
bereits beschrieben hatte.
Damit bleiben für die Bestimmung zwei Möglichkeiten und fehlen mir nur noch die entscheidenden Kriterien.
Ich werde mich wieder melden, wenn ich weitere Urteilsgrundlagen habe.
Besten Dank für Deine Hinweise und die Korrektur, die dringend nötig war!!
Gruss
Hans

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge