Arbeitsmittel / Means for work > Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing
Steine formatieren
Achim:
Hallo,
ich bin auf der Suche nach geeigneter Gerätschaft um (auch) größere Steine (bis Breite 20 .. 25cm, Höhe bis ca. 12cm) aus Basalt, Ryolith, Jaspis ... grob in Form bringen zu können. Dabei bin ich bin auf Pflasterkacker/Steinknacker aufmerksam geworden. Einfache Varianten werden um 140 Euro (z.B. Güde Steinknacker GSK 330/400) neu angeboten, gebraucht entsprechend günstiger. Deutlich stabiler sehen für mich Modelle wie Orit TS3300 aus, Neu ab ca. 250 Euro. Mit 38kg Gewicht wirkt dieses deutlich stabiler, ist damit natürlich alles andere als handlich.
Ist so etwas zum (groben) Minalien formatieren bei größeren Stücken überhaupt geeignet? Wie und mit was macht Ihr das?
Speziell für Mineralien habe ich die Steinpresse MP5 gefunden, doch sind mir 360 Euro (günstiger gefundener Neupreis) viel zu viel Geld. Die Chancen so ein Gerät gebraucht zu bekommen dürften auch recht gering sein. Bis zu welcher Mineraliengröße wäre diese (oder ähnliche, wenn es so etwas gibt) geeignet?
Glück auf
Achim
guefz:
Hallo,
die MP5 schafft so etwa 10-12 cm dicke Brocken, was halt so zwischen die Meißel passt. Beste Bezugsquelle dafür dürfte der Hersteller selbst sein: Zuber Maschinenbau. Die haben auch größere Ausführungen, sind halt entsprechend teurer. Meine MP5 hat bisher gut funktioniert, ich habe auch schon einmal die Meißel getauscht. Ersatzteile sind bei Zuber problemlos erhältlich.
Günter
Xyrx:
Hallo,
die MP5 hat Probleme bei festeren, zäheren Mineralien und dicken Teilen. Also Jaspis, Quarz, Basalt und so was mit über 10cm. Die MP5 bringt 5 Tonnen. Ich habe anderes Hydrauliköl reingefüllt und habe meßbar über 7 Tonnen Druck (habe mit dem Hersteller geredet, das Teil ist dafür ausgelegt). Meine MP5 ist älter als 20 Jahre, wie die neue Ausführung reagiert, kann ich nicht sagen.
Druck ist alles. Für größere feste Steine macht eine Presse um die 20 Tonnen Druck Sinn. Allerdings gehen beim Bruch des Steins auch mal kleinere Stücke ab, die dann Geschwindigkeiten einer Gewehrkugel erreichen. Arbeitsschutz steht ganz obenan! Also nicht leichtsinnig werden.
Gruß
Xyrx
Xyrx:
Ein Bekannter hat sich seine Steinpresse selbst gebaut. Er hat einen extrem stabilen Stahlrahmen geschweißt, Druck bringt ein umgebauter hydraulischer Wagenheber mit 40 Tonnen Kraft (handbetrieben). Hub ist 3,5cm, das knallt ordentlich. Er kann bis 40cm dicke Steine brechen. Ringsrum kommt als Abschirmung 2mm Stahlblech zur Anwendung, hat durch die wegfliegenden Bruchstücke schon Dellen. Als Bauvorlage hat er die MP5 genommen, nur wiegt seine Presse 150kg. Ich darf leider keine Fotos einstellen. Aber die Beschreibung dürfte reichen.
Gruß
Xyrx
PS: entsprechend Hebelgesetz dürfte diese Presse um die 200 Tonnen Druck bringen
franksch:
Ich hab auch den MP5 aus dem Hause Huber und bin damit bislang voll zufrieden. Als Sammler, der MM bzw. KS bevorzugt, reicht der Arbeitsraum bei 95% der zu bearbeitenden Fälle auch aus. Selbst harter Quarzporphyr (Steinbruch Petersberg) geht; bei großen Stufen und hartem Material ist die Lärmbelastung schon hoch (sagt meine Frau- ich empfinde das natürlich nicht so). Und selbst wenn es hier wahrscheinlich viele andere Meinungen gibt: ich finde die EUR 350,00 als eine lohnenswerte Investition, verglichen mit den Eigenbauten, in die ich vorher durch Sonderanfertigungen von speziellen Teilen auch Geld reingesteckt habe.
Bombastisch natürlich die 150 kg Presse. Das würde mit Sicherheit für die restlichen 5% reichen. Allerdings für mich nicht wirklich realistisch, was den dazugehörenden Platzbedarf betrifft. Aber Lösungen mit hydraulischen Wagenhebern habe ich auch schon gesehen, die für unsere Zwecke durchaus geeignet sind.
Viele Grüße aus Berlin
franksch
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln