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Fossiles Holz (Bayern/BW)
2002opal:
Hallo!
Bei der Nachbereitung unserer Exkursion vom Wochenende habe ich folgende Hinweise dazu in der Literatur gefunden,
als Ergänzung des Beitrags von Rainer (triassammler):
Die Färbung der Quarze ist auf Kristallbaufehler zurückzuführen, die durch energiereiche ionisierende Strahlung entstehen.
Im Fall der "Rauchquarze" der Hohenloher Ebene könnte diese Strahlung durch Uran aus den umgebenden Sedimenten
und Sedimentgesteinen bzw. Kieselhölzern geliefert werden.
Uran wurde im Burgsandstein (Sandsteinkeuper, Löwenstein Formation) nachgewiesen (Dill, 1988).
In den Hölzern aus dem Schilfsandstein des Fundortes (Stuttgarter Formation) konnte bisher keine Radioaktivität entdeckt werden.
Deshalb wird die Farbe vermutlich durch Mineraleinschlüsse verursacht oder durch Einlagerung von z.B. Bitumen.
Diese Quarze behalten auch nach dem Erhitzen die braune bis tiefschwarze Farbe.
Echte Rauchquarze dagegen verlieren die Farbe ab Temperaturen von 180 Grad Celsius.
Solange kein exakter Nachweis geführt wurde, kann man also durchaus von Rauchquarz sprechen.
Achim, vielleicht sollten wir einfach mal ein kleines Stück Holz aus den Funden vom Samstag in den Backofen geben.
Gruß,
Wolfgang
seppl23:
Sehr interessantes Thema!
Da ihr hier gerade bei fossilem Holz seid, könntet ihr vielleicht mal schauen, was das für eine Art Holz ist? Ist immer schwierig, ich weiß, aber ich finde gerade das Stück sehr interessant und wüsste gern, was es für eine Art war/ist.
Lausitz:
Hallo seppl,das Teil wird wohl aus der Elbe,bzw.den Elbekiesen sein von daher tippe ich mal auf ein stark gequetschtes permisches Kieselholz.
Ich wage noch die Aussage "Dadoxylon" aber mehr nicht.
ich hab unten einen Querschnitt angehängt der auch kaum deutbar ist, ebenfalls Elbekies.
Gruß aus Brieske
seppl23:
Danke Lausitz,
dein Stück kommt meinen wirklich ziemlich nahe.
Achim:
Hallo,
es hat etwas gedauert. Nun habe ich ein Stück geschnitten (quer), geschliffen und poliert. Anbei ein Bild hierzu. Wachstumsringe kann ich nicht erkennen, somit scheint das Holz unter gleichmäßigen klimatischen Bedingungen gewachsen zu sein. Bleibt es bei Dadoxylon?
Viele Grüße
Achim
p.s. da ich eine Obststeige voll Stücken habe und diese teils anders aussehen, werde ich bei Gelegenheit eines der anderen Stücke schneiden und vorstellen
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