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Autor Thema: Mineralbestimmung Binntal  (Gelesen 3261 mal)

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Offline geomueller

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Mineralbestimmung Binntal
« am: 23 Nov 10, 19:18 »
Hallo alle,
ich habe hier noch einen Eigenfund von der Grube Lengenbach Binntal von 2009 bei dem ich noch nicht ganz sicher bin.
Bruch uneben bis muschlig, frischer Bruch war schwarz glasglanz mit roten Innenreflexen, inzwischen nach einem Jahr mit metallischblauer Anlauffarbe. Mein Tipp wäre Liveingit, was meint ihr dazu?

Bin dankbar für jeden Hinweis.

Gruß Jürgen

Offline openpit

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Re: Mineralbestimmung Binntal
« Antwort #1 am: 25 Nov 10, 10:12 »
Hallo Jürgen,

die Unterscheidung der stengligen Sulfosalze ist ja bekanntermaßen alles andere als einfach. Die von Dir beschriebenen roten Innenreflexe, sowie der Bruch, geben aber schon gute Hinweise. Ich halte den Liveingit für möglich, Tl-haltigen Baumhauerit aber für wahrscheinlicher.
Ich muss dazu sagen, dass ich den Liveingit noch nie gesehen oder gar in den Händen gehabt habe. Mein gesamtes Lengenbachwissen habe ich mir über verschiedenste Literatur angeeignet und nicht über aktive Sammelerfahrung.
Nach meinen Informationen ist der Livenigit in der neuen Grube auch als absolute Rarität anzusehen.

Glück auf!
openpit

Offline geomueller

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Re: Mineralbestimmung Binntal
« Antwort #2 am: 25 Nov 10, 20:29 »
Hallo openpit,

vielen Dank für deine Hinweise, deinem Tipp mit dem Tl-haltigen Baumhauerit werde ich auf jeden Fall mal nachgehen. Wie mir von einem Sammler der schon x-mal dort war gesagt wurde, kommt Liveingit zwar nur in Lengenbach aber dafür dort relativ häufig vor. Ich bin durch verschiedene Bildervergleiche in Netz auf Liveingit gekommen, muss natürlich nicht heißen das das stimmt, aber auch die übrigen Eigenschaften Bruch, Anlauffarben und rote Innenreflexe würden stimmen. Ich war bisher zwei mal an der Grube Lengenbach und werde wohl nächstes Jahr wieder hin fahren, auf jeden Fall mache ich in der Nähe wieder Urlaub.

Für weitere Hinweise bin ich dankbar.

Gruß Jürgen

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Mineralbestimmung Binntal
« Antwort #3 am: 26 Nov 10, 17:52 »
Ohne Röntgenbeugungsanalyse ist absolut nichts zu machen.

Offline openpit

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Re: Mineralbestimmung Binntal
« Antwort #4 am: 27 Nov 10, 11:40 »
Hallo Jürgen,

Ich habe soeben den kleinen Spalt, welcher annähernd senkrecht zu Riefelung verläuft, im unteren Teil des Aggregates bemerkt. Dieser könnte ein Hinweis auf Liveingit sein. Bei diesem ist ein zerspringen bei (geringer) Erhitzung beschrieben. Sie ist mir zwar auch beim Sartorit bekannt, diesen möchte ich hier aber ausschließen. Könntest Du von dem Stück nochmal ein oder mehrere Bilder einstellen? Auch eine Beschreibung zur Paragenese (Realgar, Seligmannit, Glimmer?) würde sehr weiterhelfen.
Der Liveingit war, wie bereits erwähnt, im unteren Niveau der alten Grube recht häufig anzutreffen. Aus der neuen Grube sind erst wenige zweifelfrei bestimmt Liveingite bekannt (Info stammt aus 2005).
Ich denke schon, dass man auch ohne Analysen zumindest eine Einschränkung treffen kann. Endgültige Sicherheit erlangt man natürlich nur durch diese...

Glück Auf!
openpit

 

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