Hallo
Mal abgesehen davon, das chemische Analysen nicht wirklich zerstörungsfrei sind, könnten sie einem durchaus weiterhelfen. Wieso "könnten" ? Nun, solange man nur Malachit von Brochantit unterscheiden will, kommt man noch mit der guten alten Baumarkt-Salzsäure hin. Will man aber auf die klassichen Nachweismethoden zurückgreifen, wie z.B. Tüpfelmethode oder gar Mikrotrennungsgänge durchführen (damit hat man quasi die gleichen Ergebnisse wie mit einem EDX !!!), muß man auf einen größeren Pool an Chemikalien zurückgreifen. Und genau hier hat die inzwischen gar nicht mehr so neue Chemikalienverordung allen potentiellen Hobbyanalytikern den Boden unter den Füßen weggezogen. Nach dieser Verordnung sind nämlich alle giftigen und sehr giftigen Stoffe vom Verkauf an Privatpersonen ausgeschlossen. Vielen Chemikalienhändlern ist das Thema inzwischen wohl so heiß geworden, das sie überhaupt nicht mehr an Privatpersonen liefen, noch nicht mal verdünnte Salzsäure oder Natriumchlorid (= Kochsalz). Und findet man doch einen Händler, der einem die laut Gesetz erlaubten Chemikalien liefert, so muß man acht geben, das man nicht aus versehen das "Falsche" bestellt: Ordert man z.B. 30% Wasserstoffperoxid, so kann man schonmal auf einer schwarzen oder roten Liste landen und bekommt unangemeldeten Besuch von der Kripo, die einem dann das Haus auseinander nimmt (Terrorverdacht etc.).
Alles in Allem: Schade eigentlich, wäre eine gute Möglichkeit gewesen, selber etwas auf die Beine zu stellen, aber man könnte ja auch ein böser Terrorist sein...