nein, auf keinen Fall Kalkstalakmiten.
Wenngleich (mir) der genaue Bildungsmechanismus unbekannt ist, nehme ich alternativ an.:
1. Enstehung ähnlich eines " normalen " Stalakmiten, durch ständiges Herabtropfen fluorithaltiger Lösungen.
2. Ähnlich der Bildung wie Fadenquarz.
Im Inneren der Fluorit-"Stalakmiten" (das ist ein Arbeitstitel von mir und meinem Sammlerfreund John Nash, wir beide bearbeiten diese Aggregate) sind Röhren, besser Kanäle, welche aller Wahrscheinlichkeit nach die Nährlösung an die Grundsubstanz, unter Bildung jeweils neuer Fluoritgenerationen heranführten. (Du kannst das als weisse Linie im Foto sehen.) Immer, wenn eine Schicht aus Oktaedern auskristallisiert wurde, haben sich darauf erneut Kristalle gebildet.
Auch das spricht für Stalakmiten.
Stalaktiten haben wir ausgeschlossen, da die Aggregate gebogen sind. Wären es Stalaktiten, müssten sie eigentlich gerade sein, da sie durch ihr Eigengewicht vertikal wachsen.
Ich habe ganz ähnliche Aggregate von Steinsalz mit den gleichen Röhren, damit ist ein Vergleich vorhanden. Ausserdem gibt es noch ein anderes Vorkommen echter Fluorit-Stalakmiten in Höhlen in Turkmenistan, habe zwar nie welche gesehen, doch ich traue der Literatur.
Aber, wie gesagt, das sind alles im Augenblick Annahmen.
gruss
collector